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das sind drei oder vier Berliner Liederpoeten, die es leid sind, allein vor
leeren Stuhlreihen zu musizieren, während die Publikumsmassen in die Thermen deutscher Behäbigkeit strömen, um den Heldenbarden der 70er zu lauschen.
Wir wollen das verlogenen Klagelied übertönen, der deutschen Liedermacherzunft
fehle es an Nachwuchs.
Wir singen das "Über den Wolken" von morgen! Wir dichten diesem seltsamen Volk neue Lieder!
Meist singen wir in unseren Muttersprachen, weil uns Musik und Lyrik gleich wichtig sind.
Wir singen für Menschen, die zuhören wollen!
Weghören ist anderswo!
In unseren Konzerten musizieren wir sowohl reihum als auch gemeinsam.
Mal baden wir in vielstimmigem Wohlklang, mal lauschen wir einer einzelnen Stimme.
Wir
experimentieren, zitieren und fusionieren ohne Rücksicht auf vermeintliche
Grenzverläufe zwischen den Genres.
Die aktuelle Besetzung:
Keine; das Projekt pausiert zur Zeit.
"Die
Asphaltbarden" waren:
Claudia
Gorr, Martin Talir, Fritz Wiehe & Holger Saarmann (April 2004)
Tom
Duerner, Fritz Wiehe & Holger Saarmann (Oktober 2004)
Reinhild Kuhn, Tom Duerner & Holger Saarmann (November/ Dezember 2004)
Asphaltbarde werden kann übrigens jeder, der eigene Lieder singt und nicht
allein auftreten will.
Auch Musiker (samt Instrumenten!) fremdländischer Herkunft sind ausdrücklich willkommen!
"Asphaltbarden" - das Projekt und sein Konzept
Die
"Asphaltbarden" wurden im März 2004 in Berlin als plakattauglicher Titel für ein
gemeinsames Konzertprojekt erfunden.
Holger Saarmann war der Namensgeber.
Unter
der Mitwirkung von Tom Duerner und Fritz Wiehe
wurde aus dem
Titel ein Konzept:
"Asphaltbarden"
sind in der Regel drei oder vier Solisten mit Lust am Gemeinsamen, die als loses Ensemble
ein Konzertprogramm planen, organisieren und musizieren.
Vom
Solobeitrag bis zum Quartett ist alles drin, in bunter personaler Abfolge, die
von inhaltlichen und dramaturgischen Kriterien bestimmt wird.
So
sind die "Asphaltbarden" stets mehr als die Summe der Beteiligten,
egal in welcher Besetzung sie den Abend bestreiten. Manche Besetzung wird
sicherlich mehr als einen Abend überdauern, denn es wäre bisweilen schade, so
viel Liebe und Mühe in einen One-Night-Stand zu stecken!
Egal
unter welchem Etikett – Liedermacher, Singer/Songwriter, Chansonpoet, etc. –
und
mit welchem Instrument die einzelnen Beteiligten unterwegs sind, aus der
Gemeinsamkeit werden immer wieder interessante und abwechslungsreiche
Konzertprogramme ohne stilistische Eingrenzung entstehen.
"Asphaltbarden"
ist ein Markenzeichen für handgemachte Musik zum Zuhören. Um den schleichenden
Einzug des allgegenwärtigen Einerleis – und damit das intellektuelle
Wegschlummern unseres Publikums – zu verhindern, hat sich der Stamm auf zwei
Richtlinien geeinigt:
* Mindestens
drei Viertel der am Abend gespielten Lieder müssen eigene Werke der
Vortragenden sein.
* Mindestens
die Hälfte der am Abend gespielten Lieder sollte deutsche Texte haben.
Die
"Asphaltbarden" sind ein heimatloses Tingel-Unternehmen und auf möglichst
zahlreiche geeignete Räumlichkeiten in und um Berlin angewiesen.
Langfristig
wollen wir einen Ort finden, an dem sich die Konzertreihe
"Asphaltbarden" zuhause fühlen darf. Das Tingeln werden wir trotzdem
nicht lassen.