Der Gast  


Keiner hat ihn kommen seh'n,

er kam wohl ganz alleine.

Keiner sah ihn wieder geh'n,

auch Spuren fand man keine.

Vielleicht ist er noch nah,

vielleicht war er nie da.


Und wenn er da war, unerkannt,

so machte er nur Pause.

Das nächste Dorf? Ein fernes Land?

Kein Mensch kennt sein Zuhause.

Kann sein, daß er hier schlief.

Kann sein, daß er mich rief.


Was blieb von ihm ist ein Verdacht

wie hinter einem Schleier.

Heut' lauschen wir dem Wind bei Nacht

und sagen uns, das sei er.

Wer weiß, wann er verstarb

Wer weiß, ob's ihn je gab.




(Holger Saarmann)
© by Holger Saarmann, April 2007



 

The Guest


No one saw him coming,

seems he came quite alone.

No one saw him leave,

no traces could be found.

Perhaps he is still near,

perhaps he never was here.


And if he was here, unrecognized,

he was only having a break.

The next village? A distant country?

No man knows his home.

Could be that he slept here.

Could be that he called me.


What's left of him is a suspicion

like behind a veil.

These days, we listen to the wind at night

pretending that's him.

Who knows if he died already

Who knows if he ever existed.





(Holger Saarmann)
© by Holger Saarmann, April 2007



>> CD "So küsste mich meine Friseuse"






Ich weiß auch nicht, von wem hier die Rede ist.

Möglich, daß ein von mir kaum beachtetes Lied von Georges Moustaki ("Humblement il est venu", 1975) in mein Unterbewusstsein gedrungen und zu etwas Eigenem gegoren ist.

Pardon, Georges, tu sais, tel choses simplement se passent; on ne peut pas les controller ...




                                           




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