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Berlin, 2. Oktober 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

eigentlich sind die letzten News vom 19.8. noch zu aktuell, um sie mit neueren nach unten zu drängen.
Eigentlich gibt es nur zu ergänzen und zu bebildern. Ich fasse mich also kurz:
Rechts seht ihr (wenn ihr den Start-Button klickt) einen Mitschnitt vom Songslam im Heimathafen Neukölln: Mit dem Lied "Stadtplan" habe ich mich die Finalrunde qualifiziert. Danke, Winfried, fürs Filmen und Hochladen! Das Lied war bisher online nicht zu finden.

Bei unserer doppelten "Geschmacksverstärkers"-Jubiläumsshow am 5. und 6.10. haben sich noch kleine Änderungen ergeben. Das kann natürlich bis zur letzten Minute immer wieder geschehen, aber hier seht ihr – bunt bebildert – den gegenwärtigen Stand.
In meinem Konzertkalender werde ich versuchen, bis zum Tag der Veranstaltung die Teilnehmer aktuell zu halten.

Am Ende des heutigen Eintrags findet ihr Bildeindrücke des September-Geschmacksverstärkers.
Doch in umgekehrter Reihenfolge: Das Letzte, was geschah, war die Christof Stählin-Hommage am 22. September im Zebrano-Theater.




"Stadtplan" als Beitrag zum Songslam im Heimathafen Neukölln


Mit dabei waren Dota Kehr, Sebastian Krämer, Martin Betz, Matthias Binner, Bernhard Lassahn, Danny Dziuk, Jörg Sieper, Andreas Zimmer, Merle Weißbach und ich. 
Der Abend war zwar nicht ganz pannenfrei, aber wunderschön. Besonders eindrucksvoll der Opener Danny Dziuk: Zum ersten Mal hörte ich ihn seine Version von Christofs Lied "Der Kirschbaum" (eigentlich ein arabisches Traditional!) live spielen. Arabische Melodie in polyphonem, Bachschem Gewand klingt einfach geil! Nehme ich mir zum Anlass, exemplarisch an Dannys klingenden Nachruf auf Christof zu erinnern. 
Hier hat das Ein Achtel Lorbeerblatt die anderen Nachrufe archiviert.



Und nun die Rückschau auf zwei Geschmacksverstärker-Ausgaben: Die letzte und die im Mai!
Jawohl, richtig gelesen. Denn die Juni-Show mit Jörn Hühnerbein und Manfred Maurenbrecher wurde nicht fotografisch, sondern filmisch dokumentiert. Da habe ich die Dokumentation der Mai-Show völlig vergessen. Aber jetzt, wo ich die Bilder sehe, ist alles wieder präsent:




Johannes Kirchberg kam am 4. Mai aus Hamburg angereist, um mit uns das Erscheinen seiner neuen CD  "Wie früher, nur besser" zu feiern.
Das Motto des Abends lautete "Und dazwischen Zwischenräume". Hier erkläre ich mein Verständnis von Zwischenräumen:




Friederike Kenneweg, Autorin, Sängerin, Musikerin, ... – was kann sie eigentlich nicht? – erzählte uns u.a. von den Geräuschen aus ihrer Nachbarschaft.
So präzise, daß man eigentlich ein Rätsel darau hätte machen können: "Und? Wo wohne ich?" ...



Das Rätsel war dann aber das traditionelle Oldie-Ratespiel, diesmal zu Ehren von Prince, der zwei Wochen zuvor verstorben war.
"Sometimes it snows in April".

Das gab's auch noch nie: Wozu ein Akkordeon, wenn doch zwei Melodicas am Start sind?
"Wir kochen"
– mit Chefkoch Johannes.




Am 7. September beehrte uns Nadine Maria Schmidt aus Leipzig.



Gemeinsam mit der Autorin Kirsten Fuchs bescherte sie uns das Motto "Meins, deins, unsers und die Welt".

Kirsten meisterte die schwierige Aufgabe, den Coversong "Chim Chim Cheree" samt Refrainzeile zu übersetzen,
indem sie ihn einfach nicht übersetzte, sondern frei darüber fantasierte.
Das ist auch einfacher als die richtigen Töne (Bass-Abgang!) auf dem Akkordeon zu treffen!



Man muss dann sein Publikum (fast jeder kannte immerhin den Song) natürlich belehren, 
von welcher filmgeschichtlichen Wichtigkeit "Mary Poppins" ist!





Zu guter Letzt dann noch ein wenig Hermann Hesse:



"... Wandrer ohne Ziel und Pfad
Irren wir in dunklen Weiten;
Wolle Du uns gnädig leiten, ...
bis der großeeeeeeeee Morgen naa-aa-aa-aaht!"



Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann


 

Berlin, 19. August 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

zur Verfüllung des Sommerlochs ein wenig Rückschau und ein wenig Vorschau auf das letzte Jahresdrittel.

Unsere letzte "Geschmacksverstärkers"-Show im Zebrano-Theater am Ostkreuz (so hässlich, wie dieser Bahnhof heute aussieht, mag ich ihn eigentlich gar nicht mehr zur Orientierung angeben) ist filmisch außergewöhnich gut dokumentiert. Das liegt daran, daß ein Fernsehteam des RBB in einem Portrait über den Kiez auch Impressionen von der Zebrano-Bühne wünschte, selber aber am Geschmacksverstärker-Abend nicht vor Ort sein konnte. Schließlich griffen sie der Einfachheit halber auf Archivmaterial zurück, interviewten aber immerhin meinen Compagnon Andreas Albrecht bei einer simulierten Probe (ich selber war verhindert).
Und da nun Peter Frank, unser Tonmeister, sich schon die Mühe gemacht hatte, den langen Film aufzunehmen, zu schneiden, zu betiteln und – zu unserer Begutachtung – auf YouTube hochzuladen, soll der da meinetwegen auch bleiben. Ich singe darin mein (am Tag zuvor fertiggestelltes) neues Lied "Flusswanderung"; das Motto der Show lautete "Fluss und Überfluss". Höhepunkte der Show sind die in dieser Form ziemlich spontan auf die Bühne gebrachten "Loreley" und "Follow the Drinking Gourd" – gemeinsam mit den Gästen Jörn Hühnerbein und Manfred Maurenbrecher. Schön, daß das festgehalten wurde!

"Wir Geschmacksverstärker" haben noch eine Menge vor in diesem Jahr:
Unser zweijähriges Jubiläum wollen wir (nachdem wir 2015 – mit unserem Gast Gerhard Schöne – das 10-jährige des Zebranos mitfeiern durften) mit zwei Shows an zwei Abenden feiern, für die man auch ein Kombi-Ticket erwerben kann. Wer am 5. und 6.10. voraussichtlich alles mitwirkt, kann man hier, in meinem Konzertkalender lesen. Es werden zwei komplett verschiedene Abende.
Ja, hätten alle wiedereingeladenen Geschmacksverstärker-Gäste zugesagt, könnte man von zwei "Best of"-Abenden sprechen.

Zuvor aber – am 7.9. – gibt es noch die September-Show mit unserem Literaturgast Kirsten Fuchs, einer bekannten Autorin der Berliner Lesebühnenszene, deren jüngstes Buch "Mädchenmeute" (nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis), wie auch schon diverse Vorgänger, im Rowohlt-Verlag erschien. "Mädchenmeute" lese ich gerade, gefällt mir ausgezeichnet! Kirsten liebt das klare, drastische Wort; wir sind gespannt, was sie uns zum Motto "Meins, deins, unsers und die Welt" mitbringt!

Bei unserem Liedergast Nadine Maria Schmidt kriege ich schon fast Heimatgefühle: Im Zebrano spielt die Wahl-Leipzigerin zum ersten Mal, aber schon zweimal hatte ich das Vergnügen, mit ihr im Rahmen von Liederwerkstätten zusammenzutreffen und -zuspielen. Ich kenne persönlich niemanden sonst, der so aus Bauch und Seele heraus textet und musiziert wie sie. Früher sang sie mal englisch, stellte dann aber fest, daß sie die deutsche Sprache ebenso emotional zum Klingen bringen kann. Heraus kommen quasi Soulballaden abseits der üblichen Fahrwasser.


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Unsere "Sago singt Stählin"-Tour Anfang Juni war künstlerisch ein großer Erfolg: Das Konzert in seiner Wahlheimat Hechingen, wo Christof Stählin als bunter Hund bekannt und beliebt war, spielten wir vor ausverkauftem Haus. Auch im Mainzer Unterhaus, wo Christof seit den späten 60ern immer wieder konzertierte, erinnerten sich viele des Altmeisters, während wir in den Kleinstädten an Lahn und Sieg eher die kleine Oberschicht der kulturellen Neugierde anzogen.
Wir sind aber überzeugt, daß es uns bei gelegentlicher Wiederholung solcher Aktionen gelingen wird, Christofs Lieder aus den Kämmerchen des alternativen Bildungsbürgertums an die Lagerfeuer des einfachen Volkes zu holen, wo sie dann im Wechsel mit Gundermanns Liedern zur Klampfe geträllert werden. Ich habe das schon getan – auch dafür taugen Liederwerkstätten: Klappt wunderbar!


Einen Ableger unserer gibt es am 22.9. – ebenfalls im Zebrano-Theater:
Neben einigen seiner Sago-Schüler, wie Sebastian Krämer, Martin Betz, Dota Kehr und Matthias Binner und weiteren wird sich mit Bernhard Lassahn auch ein Wegbegleiter aus Tübinger Zeiten Christofs  Lieder annehmen. Da bin ich sehr gespannt, denn das Stählin-Repertoire der anderen Kollegen kenne ich in etwa, während ich Bernhard immer nur seine eigenen Lieder singen hörte – und das selten genug, da er ja doch seit vielen Jahren hauptsächlich als Schriftsteller unterwegs ist. (Offiziell begegneten wir uns zuletzt beim "Geschmacksverstärker" im März 2015, wo er unser Lesegast war.)

Für die Tour entstand im Frühling ein neues Lied: "Der Wolkenmann", ein Tribute-Song für Christof, geschrieben zusammen mit meinem Sago-Freund Jan Gaensslen. Meine erste Teamarbeit und somit eine Erfahrung, die ich mir schon lange zu machen gewünscht hatte. Aufgeführt haben wir es erst einmal – in Hechingen, dem einzigen Konzert der Tour, an dem wir beide mitwirken konnten; das Lied braucht Jans Klavierspiel. Vielleicht führen wir es am 22.9. im Zebrano wieder auf.

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"Liedkultur e.V.", der Verein zur Förderung des deutschsprachigen Liedes, ist fürs erste gescheitert. All mein Networking hat nicht so recht gefruchtet: Es besteht offenkundig kein Bedarf, bzw. keine Bereitschaft, sich für ein Projekt zu engagieren, aus dem man keinen unmittelbaren Nutzen ziehen kann. Da gab es tatsächlich Anfragen im Sinne von: "Ich bin leider Booking-mäßig eher unbegabt. Könntet ihr mir zu Auftritten verhelfen?"
Tja, wenn ich wüsste, wo ich selber mit meinen Liedern willkommen bin, könnte ich das vielleicht. Aber dann helfe ich doch lieber Kollegen, die ich persönlich kenne und künstlerisch schätze.
Nun hat im Juli also leider unser (relativ frischer) 1. Vorsitzender das Handtuch geworfen, woraufhin auch dem Kassenwart (nach anderthalb Jahren des Anschiebens) die Puste ausging. Blieben nur Schriftführerin, Webmasterin und Networker. 
Na dann: Auf ein Neues im nächsten Leben! Vielleicht werden wir ja in den 1960ern wiedergeboren.


Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann


















 

Berlin, 4. Juni 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

in der kommenden Woche darf ich Teil einiger Konzerte zur Erinnerung an Christof Stählin sein.
Wer meine Einträge hier verfolgt, weiß, was mich mit diesem Mann, der am 9. September 2015 in seiner Wahlheimat Hechingen verstarb, verbindet. Wer zum ersten Mal auf dieser Seite schmökert, sei freundlichst willkommen und lese bitte zunächst dies.

Nachdem nun also Christof nicht mehr unter uns weilt, ist es uns ein Herzensanliegen, ihn in seinen Liedern lebendig zu erhalten. Das funktioniert wunderbar, wenn man sie für sich oder im Team miteinander singt – und sicherlich auch auf der Bühne.
Der Kultursommer Rheinland-Pfalz, der mit Räumlichkeiten und Geldern auch den Fortbestand der Akademie für Poesie und Musik, "Sago" gewährleistet, ermöglicht uns auch drei der Konzerte: 

7.6. Bad Ems
8.6. Mainz
9.6. Hamm (Sieg)
10.6. Hechingen

Das letztgenannte findet auf Einladung des Hechinger Kulturvereins in der Villa Eugenia statt.

Bei der Tour wirken außer mir mit:
Annett Kuhr, Sebastian Krämer, Martin Betz, Masha Potempa, Ulrich Zehfuß, Matthias Binner, Frank Bode, Claudia Fink (alias Lucid), Matthias Reuter, Andreas Zimmer, Merle Weißbach, Arno Rittgen, Markus Heiniger, Jacqueline Schlegel, Timo Brunke und Jona & Jan Gaensslen.

Alle Details (z.B. wer an welchem Tag dabei ist) findet Ihr, wie immer, in meinem Konzertkalender.

Es sei verraten, daß es – neben Solo-Beiträgen – diverse Kolaborationen geben wird, auf die ich persönlich mich am meisten freue.
Ebenfalls freue ich mich, daß meine Recherche in Christof Stählins Nachlass Anfang April uns ermöglicht, neben einigen Klassikern auch unveröffentlichte oder nur äußerst selten aufgeführte Werke der letzten Jahre zum Vortrag zu bringen.

Wir haben in Sago-Kreisen schon diverse handfeste Ideen für Veröffentlichungen aus Christof Stählins Archiv und Gedankenwelt, suchen aber die Zusammenarbeit mit seinen Söhnen (den Erben des Nomen+Omen-Verlags) und wollen nichts überstürzen.
Auch über eine weitere Tribute-CD – wie 2012/13 die "Versammlung der Inseln" – haben wir schon nachgedacht, diesmal mit dem Schwerpunkt "Unveröffentlichtes". Na, ich werde berichten, wenn sich was tut. Zunächst haben wir noch einige Exemplare der "Inseln" zu verkaufen.


Demnächst folgen hier – als Maßnahme gegen das Sommerloch – auch Bilder der vergangenen beiden "Geschmacksverstärker"-Shows.


Am Mittwoch, den 15. Juni findet in Leipzig die erste Mitgliederversammlung von "Liedkultur e.V." statt, eines frisch gegründeten Vereins zur Förderung des deutschsprachigen Liedes. Willkommen ist jede/r – auch unverbindlich – Interessierte. Ich selber betätige mich dort als Networker, nur aus der zweiten Reihe. Im Vorstand engagieren sich der Lyriker/ Liedtexter Andreas Hähle (Leipzig) und die Liedermacher Nadine Maria Schmidt (Leipzig) und Günther Hornberger (Potsdam) – wofür ich ihnen hier einmal offiziell danken möchte.


Aber nun hoffe ich fürs erste, einige meiner Leser und Hörer in der zweiten Juniwoche beim Stählin-Tribute zu treffen.


Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann




Christof Stählin im Sommer 2012

Foto: Hans-Georg Enzian (?)






Christof Stählins Instrument, die Vihuela






Die Chrsitof Stählin-Tribute-Compilation
erscheint am 17. Februar 2013
und kann über die Web-Shops der beteiligten Musiker,
zum Beispiel hier, bei mir, bestellt werden.

Hier gibt es Hörproben (ext. Link zu jpc.de)

Und hier eine vollständige Hörprobe der Aufnahme 


 

Berlin, 27. April 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

schon naht – mit dem 4. Mai – wieder eine neue Ausgabe unseres allmonatlichen "Geschmacksverstärkers" – auf Berlins großartigster Kleinkunstbühne, dem Zebrano-Theater am Ostkreuz
Mit exquisiten Gästen:

Friederike Kenneweg durfte ich schon mal als Rezitatorin von Schubert-Briefen an der Seite von Marco Ponce Kärgel und Manfred Maurenbrecher erleben. Nun bin ich sehr gespannt auf ihre eigenen Texte zum Motto "... und dazwischen Zwischenräume".

Johannes Kirchberg, eine leuchtende Hausnummer in der Allee des deutschen Chansons, kommt aus Hamburg exklusiv zu uns nach Berlin, um mit uns und den anderen Preußen sein Record Release (nach)zufeiern.

Die letzten beiden Shows sind fotografisch ausgezeichnet dokumentiert. Hier eine Auswahl an Impressionen vom letzten und (weiter unten) vom vorletzten Mal:



Nachdenken über Mareike (44) und den Rasta-Mann mit Felix Janosa:
Nach 18 Geschmacksverstärkern die erste Show, in der wir einen Reggae spielen.
Besonders gut gefällt uns der Kabarettist Felix, wenn er seine melancholischen Lieder singt,
hier über den "Planet der alten Affen" ... oder war's seine Joni Mitchell-Nachdichtung "Amelia"?



Rockmusiker und Musikjournalist H.P. Daniels las seine Prosa über den Urlaub eines älteren Mannes mit seiner dementen Mutter.
Das war gar nicht so heiter, wie es unten den Anschein hat.
Das Motto der Show (am 6. April) war übrigens "Alter(n)".



So, und nun die peinliche Frage ins Publikum: Wer hat den Coversong "Forever young" von Alphaville nicht gekannt?




Einen Monat zuvor, am 2. März, hatten wir die Jungliteratin Maxi Mancub zu Gast.
Der Abend war nicht nur ihr Lese-Debut mit eigenen Texten, sondern auch ihr Geburtstag.



Die Geschmacksverstärker verfügen übrigens (s.u.) über Mittel, Bühnen-Greenhörnern ein wenig das Lampenfieber zu nehmen.
Aber auch unser Liedergast
Bernard P. Bielmann wirkt ein wenig erheitert.



Hier besingt Bernard die Blumen im Dezember auf seinem Balkon:




Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann


Berlin, 4. April 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

Profolk e.V., der Verein für Folk, Lied und Weltmusik, hat einen neuen Sampler veröffentlicht, der zwei Lieder aus meiner CD "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen" mit Vivien Zeller enthält. Nebenan seht ihr das Cover. Ihr könnt sie in meinem Shop – dort findet ihr auch eine kurze Rezension von mir – bestellen, aber auch über Vivien Zellers Webseite oder über den Bluebird Shop Berlin. Der ist übrigens verschwistert mit dem fast gleichnamigen Label, auf dem 2005 unser Wildwest-Album erschien. Vivien und ich finden es übrigens noch immer sehr gelungen und denken gar nicht daran, nach 11 Jahren den Preis zu reduzieren. Dreist, was? Wo es doch in den großen Elektro-Kaufhäusern die CDs der großen Stars schon zwei Jahre nach Erscheinen für 5 Euro gibt ...
Wenn ich eine meiner CDs zum Spottpreis irgendwo auf amazon Marketplace oder ebay entdecke, melde ich das immer ein paar Freunden, von denen ich weiß, daß sie sie gern verschenken.


Die vierte und letzte Etappe meiner "Deutschlandreise" ist im Kasten: Diesmal werden Städte im Nordwesten – grob gesagt: zwischen Amrum und Kassel – besungen, teilweise in äußerst exklusiven Aufnahmen!
Die Sendung ist seit Sonntag hier, auf "Ein Achtel Lorbeerblatt" freigeschaltet und erhofft sich hohe Einschaltquoten.


Am kommenden Mittwoch ist wieder Zeit für unsere allmonatliche "Geschmacksverstärker"-Show auf Berlins großartigster Kleinkunstbühne, dem Zebrano-Theater am Ostkreuz.
Was bisher geschah, ist weiter unten in Bildern gut dokumentiert.
Fotos von der März-Show liefere ich demnächst nach.

Morgen wird die kommende Veranstaltung konzipiert:

Nachdem wir in Februar und März wunderbaren Nachwuchs präsentieren durften, haben wir im April zwei alte Hasen am Start. (>> Flyer für April/ Mai) Daß das Monatsmotto "Alter(n)" lautet, hat damit natürlich nicht das Geringste zu tun, denn Andreas Albrecht und ich, wir senken ja – als Mitt-Vierziger – ein wenig den Altersdurchschnitt.
Unser Lesegast ist der Berliner Schriftsteller, Musikjournalist und Ex-The-Escalatorz-Musiker H.P. Daniels
Als Liedergast beehrt uns der grandiose Felix Janosa, die musikalische Seele der allseits beliebten Kinderbuchfigur "Ritter Rost" (und Stimme seines Hausdrachen Koks in den Musicals). Als Chanson-Kabarettist für Erwachsene ist er hier in der Preußenmetropole anscheinend noch immer ein Geheimtip. Zur Lüftung des Geheimnisses gibt es im Zebranotheater gleich doppelte Gelegenheit, denn am 7. April bringt er dort sein Solo-Programm "Hitfabrik Reloaded" zu Gehör.

Wer mit offenen Augen durch Berliner Seitenstraßen bummelt, kann übrigens neuerdings auch Geschmacksverstärker-Plakate dort finden. Andreas und ich, wir freuen uns ja immer wieder über Kommentare, daß wir auf unseren Plakaten und Flyern gut getroffen seien.
Vor Jahren ging ich mit einem meiner (damals aktuellen) Flyer zum Friseur und sagte: So möchte ich gern wieder aussehen (damit ich ihn weiter verwenden kann). Deshalb altern übrigens Musiker so langsam: Weil sie immer bestrebt sind, ihren Plakaten zu ähneln.
Auch Andreas und ich, wir tun unser Bestes, wie Ihr hier seht:



Neuer Sampler von "Profolk e.V." 
mit "Liedern, so deutsch wie der Wilde Westen"





"Deutschlandreise", die vierte Etappe meiner 
Radiosendung auf "Ein Achtel Lorbeerblatt"




Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann


 

Berlin, 1. März 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

morgen, am 2. März, gibt es wieder unsere allmonatliche – für manch Eine/n schon zum Kult avancierte – "Geschmacksverstärker"-Show auf Berlins großartigster Kleinkunstbühne, dem Zebrano-Theater am Ostkreuz.
Was bisher geschah, ist weiter unten in Bildern gut dokumentiert.
Was morgen geschehen wird:

Unser Lesegast ist die Berliner Jung-Literatin Maxi Mancub. Eine höchst gewitzte Zeitgenossin, die ihre leichtfüßigen und zugleich schwerblütigen Texte bisher für die Schublade schrieb. Wir fanden, daß dies auf Dauer nicht der passende Ort für solche Gedanken sei und luden sie kurzerhand ein. Es wird also ihr Debut vor Publikum.

Bernard P. Bielmann, unseren Liedergast, kenne ich von der Burg Waldeck, jener legendären Hunsrücker Pilgerstätte der singebewegten Jugend, wo auch heute noch Musikfestivals in der Tradition derer in den 1960er Jahren stattfinden. Beim Singewettstreit 2013 räumte Bernard sage und schreibe drei Preise ab, unter anderem für den besten politischen Liedext. Er schreibt unter anderem Berliner Couplets in seinem Mutterdialekt und begleitet sich – und andere – mit Vorliebe am Akkordeon: Etwa im Duo FloBêr oder in den Ensembles Küchenkapelle, Liedgefährten und Liedkollektiv.

Aus gut unterrichteter Quelle erfuhr ich, daß das Duo FloBêr gerade CD-Aufnahmen mit dem Maurenbrecher- und Lüül-Produzenten Andreas Albrecht plant. Insider wissen, daß der Mann – so ein Zufall aber auch! – zur Stammbesetzung der "Geschmacksverstärker" gehört. Ob er es wieder einmal schafft, bis morgen drei brandneue Lieder am Start zu haben?
Ich selber werde immerhin ein neues Lied präsentieren, vielleicht das biographischste, das ich bisher geschrieben habe. Das Motto dieser Show lautet:
"Wo (ge)hören wir hin?"

Wir haben wieder zwei Freikarten für den (für uns) schönsten Vier-bis-Achtzeiler unserer Follower/ Fans/ Freunde verlost. Gewonnen hat sie der Meißener Kollege Bernd Pakosch. Am Mittwoch präsentieren wir eine Vertonung seiner Verse.
Wer sich künftig an unserem Gewinnspiel beteiligen mag, folge uns entweder auf "facebook", oder schreibe mir eine Mail unter post("ätt")holger-saarmann.de.

Über unsere künftigen Shows samt Gäste informiert, wie immer, mein Konzertkalender.

Hier noch einige Eindrücke aus unserer Februar-Show mit Peggy Luck und Philip Hellmann:


Peggy Luck, unser Lesegast, brachte ihr Lieblinginstrument mit in die Show: Eine Gambe.
Leider war die zunächst nicht so recht in Stimmung zu bringen: Ein Zusammenspiel bei Philips Lied "Sonnenfinsternis" missriet.
Naja, passte zum Motto "miss-raten"
Peggy jedenfalls ließ sich die Laune nicht vermiesen:

Hier ordnet sie klassische deutsche Dichterworte buchstäblich nach dem Alphabet und lässt uns Werk und Autoren raten.

Ein wenig einfacher geriet unser allmonatliches Evergreen-Ratespiel, bei dem diesmal – dem Anlass gemäß – auch alle Gäste beteiligt waren:
Wir waren schnell einig, daß es was von David Bowie sein sollte und wählten sein Lied vom missratenen Erdensohn Major Tom –
"Ashes to Ashes".
Für die stimmungsvolle Beleuchtung – aus völlig neuen Scheinwerfern – sorgte Peter Frank, dem wir auch all die prima Fotos verdanken.
Oben Philip Hellmann solo mit einem seiner eher dadaistischen Lieder.
Unten in der stützenden Gruppe bei einer "ewigen Therapie".
Doch bei aller Liebe zum katharsischen Klamauk wartet bei Philip "ganz hinten immer das Meer".



Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann


 

Berlin, 30. Januar 2016


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

zunächst das Regionale:
Am Mittwoch, den 3. Februar gibt es wieder unsere allmonatliche "Geschmacksverstärker"-Show im Berlin-Friedrichshainer Zebrano-Theater.

Wer unsere Show kennt, weiß, daß wir schon sehr prominente Gäste (z.B. Gerhard Schöne, Pigor & Eichhorn, Dota Kehr, Manfred Maurenbrecher) bei uns hatten. Wer uns besser kennt, weiß, daß unsere unbekannteren Gäste qualitativ in derselben Liga spielen; gerade das sind Kollegen, denen wir ein großes Publikum wünschen! So präsentieren wir am 3. Februar zwei Geheimtips und hoffen, daß man dereinst sagen wird: Die habe ich vor Jahren, als sie noch kein Mensch kannte, im Zebranotheater gesehen!

Peggy Luck schreibt sowohl Texte als auch Lieder: Ihre Prosa steckt voller geistreicher und herzlicher Beobachtungen des Alltags. Ihre Lieder begleitet sie u.a. auf einer Gambe, einer Art historischer Vorläuferin des Cellos. Wir freuen uns riesig, daß sie uns die nicht vorenthalten wird: Obwohl wir Peggy zunächst einmal für den Literatenstuhl eingeladen haben, wird sie auch mitmusizieren!

Philip Hellmann war einer der beliebtesten und originellsten Kollegen beim letzten Liederfest "Hoyschrecke". Zu fortgeschrittener Stunde vermochte er nochmals so überzeugend zu fesseln, daß das Publikum ihn gleich für den nächsten Abend ins Wertungskonzert votete. Ich war selber Mitbewerber, habe aber Philip diesen Sieg von Herzen gegönnt und ihn vom Fleck weg für unsere Show engagiert.
Beide leben in Berlin und haben gemeinsam das Monatsmotto ausgeheckt: "miss-raten".

Zum zweiten Mal gab es für die kommende Show eine Freikarten-Verlosung über facebook, die mit einer Aufgabe verbunden war: Schickt uns einen zum Monatsmotto passenden Vier- bis Achtzeiler. Andreas Albrecht und ich, wir werden den von uns auszulobenden Gewinner vertonen. Und zwar vor den Augen und Ohren seines Schöpfers, sofern er denn von seiner Freikarte Gebrauch macht. Wer über künftige Ideen (z.B. Verlosungen) zeitnah informiert sein möchte, folge uns bitte auf facebook.
Wer nur die Termine mit Details und Links sucht, ist in meinem Konzertkalender richtig.

Hier ein paar Eindrücke der Veranstaltungen in Oktober, November und Januar:





Kamen im Oktober zu uns aus Augsburg und Tübingen: Cornelia Salz (am Tisch) und "Chansonedde" Sarah Lesch.




Unsere November-Gäste: Sigrun Caspar (am Tisch) und Bastian Bandt:









Das Motto im Januar lautete: "Tiere und ihre Oberflächen".
Die Idee hatte das Pferd, ebenfalls bekannt als Melvin Haack (von Schnaps im Silbersee), dem ich auch meine Hasenohren verdanke.
Am Lesetisch: Die Schauspielerin und Autorin Inés Burdow.








In dieser Show ließ Melvin Haack ein Video seines Liedes "Wildgänsehaut" mitschneiden.

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Während wir Geschmacksverstärker ohne unseren Mitbegründer David Wonschewski ganz gut klarkommen, hat sich das Online-Magazin "Ein Achtel Lorbeerblatt" noch nicht vom Rückzug seines Gründers erholt. Leute zur Mitarbeit anzuspornen, das ist eben nicht jedem gegeben.
An mir soll's aber nicht liegen: Seit heute ist meine frisch produzierte "Radio"sendung freigeschaltet, die 3. Etappe meiner "Deutschlandreise", für die ich mich – diesmal im Osten Deutschlands – auf die Suche nach Liedern über Städte gemacht habe. Ich moderiere die Sendung und verantworte den Inhalt, bin aber diversen Freunden/ Kollegen zu Dank für ihre Zuarbeit verpflichtet, von denen ich Frank Viehweg für viele gute Lied-Tips und Pittkunings für Kontakte in die Oberlausitz und Übersetzungen aus dem Sorbischen hervorhebe.
Die Sendung ist, denke ich, gerade für Liederfreunde geeignet, die die ostdeutsche Szene noch nicht so gut kennen. Und wer ohnehin mit Liedern Gundermanns und Wenzels auf den Lippen durch den Tag geht, lernt sicher spannende Kollegen kennen. Oder hört womöglich zum ersten Mal ein Lied auf Sorbisch ...
Meine beiden älteren Sendungen sind weiterhin abrufbar; bitte einfach den Links folgen. Es handelt sich um Podcasts: Man kann sie hören, wann immer man will.

Zur Krise des "Lorbeerblattes" sei noch tröstend hinzugefügt:
Seit Herbst 2015 gibt es eine Konkurrenz-Seite: Das Online-Magazin www.chanson.de des Bremer Liedersammlers und Folksängers Michael Zachcial. Der ist allerdings so gut mit seiner Band "Grenzgänger" im Geschäft, daß er anscheinend keine Zeit findet, regelmäßig neue Inhalte zu präsentieren. Das ist schade, denn im Prinzip kann diese Seite das, was ich mir vom "Lorbeerblatt" mittelfristig gewünscht hätte:
Sie übernimmt – quasi halbautomatisch – Konzertveranstaltungen, die man anderswo (nämlich auf facebook) postet und fügt sie einer Konzert-Datenbank hinzu, in der man wahlweise nach Künstler, nach Stadt oder nach Datum suchen kann. Voraussetzung ist ein "Like" auf facebook, und der Künstler muss dem Genre "deutschsprachiges Lied/ Chanson" zuzuordnen sein.
Bin mal gespannt, wie es weitergeht!

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Nach Christof Stählins Tod (siehe hier) stellen sich Freunde und Veranstalter die Frage: Wo hört man nun noch seine zauberhaften Lieder? Mit der Serie klingender Nachrufe im "Lorbeerblatt" ist es nicht getan:
Einige seiner Freunde und ehemaligen Schüler werden sich darum 2016 zu einer Reihe gemeinsamer Tribute-Konzerte zusammenfinden: In der 2. Juniwoche in Bad Ems (Lahn), Mainz, Hamm (Sieg) und voraussichtlich Hechingen (wo im Übrigen auch der 9.9. für ein Gedenkkonzert reserviert ist). Für die ersten drei Konzerte sind wir dem Kultursommer Rheinland-Pfalz zu Dank verpflichtet. Bisher stehen erst die Teilnehmer für das Konzert in Mainz fest; der Rest wird sich in den nächsten Wochen finden. Hier halte ich die Infos auf dem jeweils neuesten Stand.

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Der Verein "Liedkultur e.V." tritt an, um die öffentliche Präsenz des deutschsprachigen Autorenliedes zu fördern. Im Mai soll in Berlin die Gründung erfolgen; über den Termin wird noch abgestimmt.
Was es aber zuvor schon geben wird, ist die Website: www.liedkultur.de
Ab Mitte Februar dürfte sie spätestens online sein.

Diskussionsbedarf, der sich im Zuge von Vereinsgründung und Webseite-Programmierung regen sollte, kann über eine momentan noch geheime facebook-Gruppe gestillt werden. Jeder Interessierte ist eingeladen, sich dieser Gruppe anzuschließen – und natürlich auch, sich als Fördermitglied oder Aktiver dem Verein anzuschließen. Momentan kandidieren der Texter Andreas Hähle und der Liedermacher Günther Hornberger für den Vorstand. Gesucht wird noch ein Schriftführer, da ich selber mich künftig nur noch als Netzwerker einbringen werde.
Über mögliche Gründungstermine und über Beitritt zur facebook-Gruppe gebe ich auf Anfrage gern Auskunft.

Das nächste Vereinstreffen ist am 8. Februar um 18 Uhr 
in der "Trattoria Milano", Kaiserdamm 29, Berlin-Charlottenburg  (Link GoogleMap).
Weitere Termine am 9. März und am 4. April.


Herzliche Grüße
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann





"Deutschlandreise", die dritte Etappe meiner 
Radiosendung auf "Ein Achtel Lorbeerblatt"


 

Berlin, 29. September 2015


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

es ist viel passiert: Traurige Nachrichten, Dinge, die pessimistisch stimmen. Aber warum sollte es mir und meiner Szene besser gehen als der Welt insgesamt?

Einer der aktivsten Unterstützer und Mitmischer der Berliner Kleinkunstszene zieht sich auf unbestimmte Zeit aus der Öffentlichkeit zurück: David Wonschewski, Gründer von "Ein Achtel Lorbeerblatt", gibt selbiges in neue Hände und tritt auch seinen Platz als Stammliterat bei uns Geschmacksverstärkern ab. Beides ist schade, aber ich gebe David durchaus recht: Hobbys wie ein Online-Magazin "muss man sich emotional und finanziell leisten können, leisten wollen."
Nun sucht das Lorbeerblatt einen neuen Chefredakteur (Rike Krüger ist dies übergangsweise), neue, aktive Mitarbeiter und ein neues, professionelleres Konzept. Für Letzteres denken wir an jemanden, der Online-Medien, Medienmanagement oder BWL mit Schwerpunkt Neue Medien studiert (hat), Interesse am deutschsprachigen Chanson hat und mit Esprit und gute Ideen eine Website übernehmen und auf Vordermann bringen möchte, die bereits eine durchaus rege Wahrnehmung genießt.
Danke David! Danke auch seiner rechten Hand Silke Aydin für unermüdliche Aktion hinter den Kulissen und beim Facebook-Posten!

Inwiefern ich selber kreativ vom Lorbeerblatt profitiere, davon zeugen meine beiden "Radio"sendungen (Podcasts) "Deutschlandreise" aus dem Sommerloch:
Hier geht's zur Etappe 1, hier zur Etappe 2.
Und mein jüngstes Lied "Poet und Zimmermann" kann man momentan exklusiv in diesem letzten Herbstgewitter-Podcast hören. Wäre bedauerlich, wenn dieses Forum wegbräche.


Beim Geschmacksverstärker blicken wir gelassen in die Zukunft: Gute Literaten, die auch gern auf der Bühne vorlesen, gibt es ja jede Menge. Am 14. Oktober tut dies Cornelia Salz (Augsburg), die ohnehin gerade zusammen mit der Liedermacherin Sarah Lesch (Tübingen) durch die Lande tingelt. Wir freuen uns.
Auch darüber, daß wir dann am 11. November die Berliner Schriftstellerin Sigrun Casper und den Angermünder Liedermacher Bastian Bandt zu Gast haben werden.

Übrigens bin ich Euch noch fotografische Eindrücke von der letzten Show schuldig:












"Deutschlandreise", die zweite Etappe meiner 
Radiosendung auf "Ein Achtel Lorbeerblatt"



Probe mit Lüül am 1. September:




"Maria, o-oh, ik liebe dir!" Im Trio mit Lüül und Andreas Albrecht (auch Produzent des aktuellen Lüül-Albums!) 
am 2. September im
Zebrano-Theater:




Sprang für David ein und begeisterte uns u.a. mit einem Auszug 
aus seinem Sonettenkranz
"Die Siedlung am Fluss": Jan Lindner.




Doch zurück zu den Dingen, die traurig stimmen:

In der Nacht zum 9. September verstarb mein Lehrer, Freund und Mentor Christof Stählin in Hechingen.

Kurz vor Weihnachten habe ich ihn noch besucht. Nichts wies auf seine schlimme Erkrankung hin. Nach einer schweren OP und einer Reha waren ihm immerhin noch zwei geistig rege Monate in Bremen, der August sogar in der vertrauten Umgebung seiner Hechinger Wohnung vergönnt. Er lebte nochmals richtig auf, und das Ende kam dann sehr schnell. Christof wurde 73 Jahre alt, hätte eigentlich 100 werden müssen, um all seine Pläne verwirklichen zu können.

Was er uns, seinen Schülern und Freunden, bedeutete, davon kündet eine (von mir koordinierte) Serie von Nachrufen auf
"Ein Achtel Lorbeerblatt" – unübersehbar auf der Startseite.
Jeder Nachruf nimmt Bezug auf ein Stählin-Lied, das man auch abspielen kann. Damit tragen wir auch dem Umstand Rechnung, daß man von Christof Stählin kaum Hörproben im Internet findet. Seine CDs sind über seine Söhne (E-Mail an christofstaehlin@web.de ) weiterhin lieferbar.
Meinen eigenen Nachruf auf Christof habe ich angesichts der Flut an Nachrufen, aber auch, weil ich mich nicht für ein Lied entscheiden konnte, zurückgehalten und möchte ihn nun hier mit einbinden:

Christof begegnete mir, nach einiger tastender E-Mail-Korrespondenz, erstmals im Februar 2005: 
In der Neuköllner Wohnung von Martin Betz saßen wir einander gegenüber, er mit seiner Vihuela, und spielten einander vor, denn keiner kannte des anderen Tonträger. Allein die beiderseitige Empfehlung von Kollegen hatte uns neugierig aufeinander gemacht.

Das erste Lied, das ich Christof singen hörte (und als sehr sperrig empfand), war "Die Schwalbe Ki-wit-wit-wit-wit". Ich sang ihm mein Lied von den Frauen auf dem Bahnsteig gegenüber, das er sich später bei passenden Gelegenheiten im Rahmen der Sago-Seminare häufiger von mir wünschte. Anscheinend verband uns die Frage "Wo gehöre ich eigentlich hin in dieser Welt?" und die Neigung, dies anhand sinnlicher Beobachtungen mitzuteilen.
Was uns darüber hinaus verband, war ein – seinerseits viel tiefer ausgeprägtes – Faible für alte Musik: Etwa die Lieder der englischen Renaissancekomponisten John Dowland und Thomas Campion. Die hatte ich mir zum Vorbild genommen für eigene Bearbeitungen deutscher Volkslieder. Auch davon gab ich Christof Kostproben, woraufhin er mir freudig offenbarte, daß er dieses Repertoire schon in den 60ern bei den Burg Waldeck-Festivals vorgetragen habe – im Duo mit dem Tenor Michael Wachsmann (dem späteren Theater-Dramaturgen und Shakespeare-Nachdichter).

Burg Waldeck, davon hatte ich schon mal gehört. Nun kannte ich einen Zeitzeugen. "Stellt die Gitarren in die Ecke und diskutiert lieber!", hatten die humorlos-akademischen Ideologen 1968 gefordert, blind für die Tatsache, daß ein Chansonfestival mit Künstlern aus zwei Dutzend Ländern durchaus schon von der Idee her politisch, kosmopolitisch, war.

Christof war immer politisch, bemüht um Gleichgewicht als Gratwanderer zwischen den politischen Lagern, war in den 80ern Tübinger Stadtrat einer ökologisch-konservativen Partei. 1972 (als Udo Jürgens sich singend für den Wahlkampf der CDU engagierte) unterstützte Christof Stählin die Wählerinitiative "Bürger für Brandt" mit einer Single-Schallplatte. Später karrte er die ganze Auflage zur Mülldeponie, da weil er sich für die agitatorische Botschaft der Aufnahmen schämte.
Sein Debutalbum 1973 nannte Christof "Privatlieder", eine augenzwinkernd-provokative Abgrenzung zur politischen Linken und ihrer Lieblingssänger, etwa Franz Josef Degenhardt, zu dem er dennoch freundschaftlichen Kontakt pflege. Seine Liedern, die sich seit Mitte der 60er angesammelt hatten, waren indes keineswegs unpolitisch, sondern formulierten feingeistig-ironische Gesellschaftskritik, die noch heute bemerkenswert frisch klingt. (Man findet die Vinyl-LP hier und da antiquarisch bei ebay, amazon oder booklooker.de.)

Christof verstand sein Engagement als Poesie-Lehrer auch als Hilfe, den Nachwuchs davor zu bewahren, künstlerisch immer wieder in dieselben Fallen und Sackgassen zu rennen, wie es die Autodidakten der ersten Liedermacher-Generationen taten. Für seine Schüler war das, auch wenn wir uns seiner Kritik bewusst aussetzten, oft schwer einzusehen, und manche unserer Werke verteidigten wir mit Klauen und Zähnen. 
Als wir Christof zu seinem 70. Geburtstag mit einer Tribute-Compilation überraschten, da war es uns natürlich eine Herzenssache, auch einige jener Lieder zu covern, die er längst als Jugendsünden abgebucht hatte. Da Christof sein Recht auf die endredaktionelle Auswahl wahrnahm, erschienen diese Lieder leider nicht auf der offiziellen CD.

Letztes Jahr, nach dem Besuch eines englischen Folk-/Rock-Festivals, schrieb ich Christof, daß wir beide unsere mehrfach diskutierte Meinung zur Herkunft des Politschlagers "Das weiche Wasser bricht den Stein" revidieren müssten: Die Melodie sei zwar durch ein Shanty inspiriert, aber nicht "Santiano", sondern "Whip Jamboree" habe offenbar Pate gestanden. Christof antwortete, wie mir schien, leicht pikiert, und so beschloss ich, es sei Zeit ihn – für einen sinnlichen Austausch – wieder einmal in Hechingen zu besuchen.
Wie gut, es rechtzeitig getan zu haben!

Im Februar, als wir kaum zu hoffen wagten, daß er aus dem künstlichen Koma erwachen würde, tröstete ich mich mit seinem Lied "Komm, küss mich" (aus seiner letzten CD "Aus freien Stücken", 2011), eines seiner gefälligsten Lieder, in dem es über den "Fiebermonat Februar" heißt:

"... Und kommt ein schwarzer Flügelgeist,
der mit der Sensenklinge gleißt
und mit dem Knochenfinger winkt
und den gebauschten Mantel schwingt,
dann heb ich bloß die flache Hand,
dann stockt in seiner Uhr der Sand.

Komm küss mich und vergiss mich
im schönen Februar!"

Christof beherrschte sie tatsächlich, diese Geste, die den Sand im Stundenglas – zeitweise – stocken ließ.
Was er letztlich besser beherrschte, war die Kunst, Alltagsbeobachtungen durch seine detailverliebten Beschreibungen so zu besetzen, daß man immer und überall auf Dinge und Situationen trifft, die einen an ein Wort oder Lied von ihm erinnern. Wer Christof Stählins Werk kennt, kann dem Spruch "Wie bei Loriot!" beizeiten variieren durch ein "Wie bei Christof Stählin!"

Ich singe und höre Deine Lieder und sage:
Danke, Christof!


Herzliche Grüße aus Berlin
allen Lebenden!

Holger Saarmann





















Christof Stählin im Sommer 2012

Foto: Hans-Georg Enzian (?)





















Christof Stählins Instrument, die Vihuela

Foto: Eckart von Hirschhausen


 

Berlin, 9. Juli 2015


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

über das ideale Reisewetter dürften die Meinungen auseinanderklaffen. Auch darüber, ob der Sommer sich überhaupt für Städtereisen eignet. Was als Liedermacher ein Ding der Unmöglichkeit ist, könnte mir aber als Redakteur und Moderator einer Musiksendung eventuell gelingen: Es allen recht zu machen!
Meine Deutschlandreise im Podcast-Format kann man nämlich bei jedem Klima genießen, bei Internet-Empfang und technischer Gerätschaft sogar im Ferienhaus und am Strand. Man muss sich nicht wie beim realen Sightseeing die Füße plattlatschen, riskiert keinen Sonnenstich, und es ist fast immer ein kühler Fluss in der Nähe: Die Ruhr, der Rhein oder die Mosel.

Bei der ersten selbstgestalteten "Radio"sendung meines Lebens habe ich mich von der Frage leiten lassen, ob es außer Berlin, Hamburg und Köln eigentlich noch andere deutsche Städte gibt, denen mal jemand ein Lied gewidmet hat – so wie das die amerikanischen Kollegen gern tun. 
Und siehe da: Dank der Tips zahlreicher Freunde wusste ich angesichts der Materialfülle kaum noch, wo das Unternehmen anfangen und wo es enden sollte! Für den Anfang entschied ich mich schließlich für meine Herkunftsheimat, das Ruhrgebiet. Ein Ende ist noch nicht in Sicht: Ich entschloss mich zu einer Reise in mindestens drei Etappen.
Die erste könnt Ihr seit dem 5. Juli hier, im Online-Magazin "Ein Achtel Lorbeerblatt" hören.

Und wer jetzt noch immer glaubt, als Verweigerer der öffentlich-rechtlichen Zwangsgebühren hätte ich etwas gegen Rundfunk schlechthin und gegen "Rundfunk" übers Internet im Besonderen, der sei hiermit eines Besseren belehrt: Mit dieser Art von Radiokultur bin ich aufgewachsen, und gäbe es sowas noch, ich zahlte gern meine fünf Euro monatlich dafür!
Aber nicht mehr.
Leider sieht das Berliner Verwaltungsgericht die Sache anders, aber auch hier denke ich in Etappen:
Die nächste Etappe ist das Berliner Oberverwaltungsgericht. Suche noch einen Anwalt, der meine Auffassung von Gerechtigkeit teilt.

Denkwürdige Live-Veranstaltungen liegen hinter mir: 
Ein grandioser Geschmacksverstärker jagte den nächsten. Zuletzt schrieb ich hier, daß ich es erst glauben könne, wenn ich die Fotos sehe. Nun denn: Hier sind immerhin mal zwei aus jeder Show. Ein Video folgt.

Unser Gast am 3. Juni war Matthias Binner:



"Deutschlandreise", die erste Etappe meiner 
Radiosendung auf "Ein Achtel Lorbeerblatt"



"Was machte Rosa Luxemburg zur streitbaren Person? Rubbeln und Reiben, Reiben und Rubbeln ..."
Binner stellt die Lieder aus seinem Debut-Album vor
und rockt wie der junge Eddie Cochran.



Erstmals beteiligt sich ein Gast an unserem obligatorischen Cover-Song: 
"Friday on my Mind"
von den Easybeats. Bei uns klingt er wie ein Kinks-Song.
Vielleicht haben ihn deshalb nur zwei Leute im Publikum erkannt?
Das Motto des Abends lautete übrigens: "Der Countdown läuft".


Sagen wir es so: Von Matthias Binner und seinen Ohrwürmern wird man noch hören.
Von unserem Gast am 1. Juli hatte man schon gehört: Das war Gerhard Schöne!
Extra aus Meißen kam er zu uns angereist (das 10-jährige Jubiläum des Zebrano-Theaters spielte da natürlich auch eine Rolle) und brachte uns das längste Motto mit, das wir je hatten:

"Die Vögel singen viel mehr, als ihnen – laut Darwin – erlaubt ist." 
Das gab mir endlich Gelegenheit, einen Vortrag über den Gesang der Vögel zu halten
– und zu analytischen Zwecken den Gesang einer Nachtigall "von Band" technisch zu verlangsamen. Eine geradezu zwingende Einführung des bekannten Minneliedes "Under der Linden" von Walter von der Vogelweide.
Es blieb aber nicht so ernst, wie die Bilder zeigen:




"... Denn Rasensprenger-Hüpfen macht einen Riesenspaß, besonders wenn man dick ist: Dann wird man viel mehr nass! ..."
Schönes Kinderlieder geben Andreas Albrecht und mir endlich Gelegenheit, Instrumente in die Show einzubauen, 
die bisher zuhause bleiben mussten.




"Don't stop me now" von Queen wurde schon teilweise erkannt, noch während David Wonschewski seine Nachdichtung rezitierte.
Dabei war das gar nicht so einfach, denn aus "Mister Fahrenheit" wurde "Herr Celsius" ... Wenn schon übersetzen, dann richtig!
Aber auch der Country-Stil unserer Darbietung erleichterte das Ratespiel nicht gerade.


Nun denn, schauen wir nach vorn:
Unsere nächsten Geschmacksverstärker-Gäste
sind Jan Lindner, Lüül und Sarah Lesch.

Aber zuvor gibt es noch ein geradezu kultig-ländliches Gemeinschafts-Event mit wunderbaren Kollegen:
Das Konzert der Sommerwerkstatt Lied im proVie-Theater Hohenbüssow (Vorpommern).
Außer mir wirken mit:
Johanna Moll, Torsten Phillip, Axel Stiller, Antje Braune, Melvin Haack, Bastian Wadenpohl, Bernard P. Bielmann, Merle Weißbach und Marcus Fahtz.
Es wird auch hier sehr viel Gemeinsames auf der Bühne geschehen. Hier zwei Bilder vom letzten Jahr, die dies belegen dürften:




Konzert der Sommerwerkstatt Lied im proVie-Theater Hohenbüssow 2014
mit Nadine Maria Schmidt, Jörn Hühnerbein, Julia Henke (2015 nicht dabei),
sowie Johanna Moll, Torsten Philipp, Axel Stiller und mir.
Die Fotos stammen vom Gastgeber & Veranstalter, dem Schauspieler Leo Kraus.




Weitere Details zu allen Veranstaltungen hier, im Konzertkalender.


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



Berlin, 22. Mai 2015


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

es ist absurd:

Mein Rechtsstreit mit der hiesigen öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalt, dem RBB, er hängt mir zum Halse heraus, ehe er wirklich begonnen hat.
Bis vor wenigen Jahren war mir das Fernsehen egal: Seit 1992 lebe ich ohne Fernseher, seit 2011 ohne Radio, habe mich also längst jedes Anlasses entledigt, über schlechtes Programm zu schimpfen. Dann wurde ich in der Diskussion, ob der öff.rechtl. Rundfunk überhaupt noch seinem Grundversorgungsauftrag erfülle, mit Namen konfrontiert, die mich nicht interessierten. Um kompetent mitschimpfen zu können, hätte ich mir Sendungen anschauen müssen, die ich seit 23 Jahre als Zeitvergeudung ablehne.
Und nun muss ich mich mit Paragraphendreschern streiten – oder aber mir von dem Geld, das ich dem ö.r. Rundfunk verweigere, einen Anwalt leisten, der sich statt meiner mit diesem Dreck beschäftigt.
Na gut, es geht nicht um "Peanuts": Sollte ich ein statistisches Durchschnittsalter erreichen, muss ich den Rundfunkanstalten – in Quartalsraten – insgesamt ca. 8000 Euro zahlen.
Für die meisten Menschen ist das vermutlich nicht viel: Für mich ist es das Nettoeinkommen eines für meine Verhältnisse ertragsreichen Jahres!
Die Existenz von Asozialen wie mir hat sich mittlerweile bis zum Berliner Verwaltungsgericht herumgesprochen: In einem Musterurteil bestätigen die dortigen Richter die Einschätzung ihrer Osnabrücker Amtskollegen, "dass typisierende Gleichbehandlung", also die pauschale Eintreibung von Zwangsabgaben ohne Rücksicht auf Einkommen, Wohnsituation und den Betrieb von Empfangsgeräten, "zu intensiven, unzumutbaren Beeinträchtigungen führt". (Diese Aussage wird dort allerdings in doppelter Verneinung formuliert.)

Ich halte meine Klage aufrecht, bestehe auf eine mündliche Verhandlung, beantrage aber, das Verfahren ruhen zu lassen, bis eine höhere Gerichtsinstanz über vergleichbare Klagen entschieden hat.
Soviel dazu.

Gehöre ich wirklich zu den unpolitischen Liedermachern?
Ich glaube, ich bin der einzige aus meiner Zunft, der zu diesem Thema Farbe bekennt, obwohl es unter meinen Kollegen viele TV-Verweigerer gibt. Als ich 2012 herumfragte, empörten sich die meisten über die geplante Zwangsabgabe. Und heute? Neulich sagte mir ein Kabarettist, das Thema sei für die Bühne zu wenig mehrheitsfähig. Und ich vermute, so mancher befürchtet, sich mit einer klaren Positionierung die Chance zu verbauen, vielleicht doch mal in eine TV-Show oder zu einem Radio-Interview eingeladen zu werden.
Ein Kollege warnte mich zudem, eine Konsequenz meiner Weigerung könne ein Eintrag bei der Schufa sein. Nun, ich glaube, wenn wir hier so weitermachen wie bisher, haben wir in spätestens zehn Jahren Zustände, in denen die Schufa nur noch eine historische Fußnote ist.

Doch nun zu einem erfreulicheren Thema:

Unsere nächsten Geschmacksverstärker-Gäste stehen fest (Detail: > Konzertkalender):
Am 3. Juni beehrt uns Matthias Binner
am 1. Juli Gerhard Schöne.

Ich gestehe, daß ich letzteres wohl erst so richtig glauben kann, wenn ich die Fotos der Show sehe!

A propos Fotos; dank Peter Frank, einer der guten Seelen (und nebenbei Licht- und Tonmann) im Zebrano-Theater, folgen hier welche von unserer Show mit Falk!
Andreas Albrecht war an jenem Abend leider krank, und der Abend krankte generell an den Folgen des Lokführerstreiks und der Konkurrenz durch eine Fußballübertragung.

Rat und Austausch zum Zahlungsboykott:

http://online-boykott.de

http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,14256.0.html

http://www.akademie.de/wissen/gez-rundfunkbeitrag-vorbehalt-anzeige
http://www.akademie.de/wissen/faq-vorbehalt-rundfunkbeitrag

http://www.natuerlich-klag-ich.de/

http://www.zahlungsstreik.net/

Für die Inhalte der verlinkten Seiten sind die jeweiligen Webmaster verantwortlich.
Rechtshilfe dürfen nur Juristen geben.

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Unsere nächsten Gäste im "Geschmacksverstärker":

Matthias Binner (3. Juni)

Gerhard Schöne (1. Juli)

 



Musizieren mit Falk: "... und alles nur, weil es mit deiner Schwester war!"

"Aber auf eins auf der Welt, da ist Verlass – und das ist: Mama!



Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



Berlin, 14. April 2015


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

gemeinsame Auftritte mit Alfred Goubran, Vivien Zeller, den Lautmalern, Thomas Felder, Bernhard Lassahn und Toni Kater, liegen hinter mir. 
Und die Geschmacksverstärker-Stammkollegen Andreas Albrecht und David Wonschewski dürfen nicht unerwähnt bleiben, denn ohne sie gäbe es unsere allmonatliche Reihe im Zebrano-Theater nicht.

Weil Wonschewski seine Teilnahme am 4. März kurzfristig absagen musste, regte Felder an, seinen alten Tübinger Freund Lassahn als literarischen Stellvertreter anzufragen, und siehe da: Der meist durch Prosa- und Drehbuch-Arbeiten (z.B. "Käptn Blaubär") verhinderte Liedermacher (vor allem für Tommie Bayer) hatte Zeit und Lust. Das gab nicht nur Anlass für ein kleines Bühnengespräch über die Tübinger Kleinkunstszene der 70er Jahre, Felder konnte auch seinen Coversong "Wanderlied (Ich gehe nur auf Wegen, die schon ausgetreten sind)" im Beisein seines Urhebers singen. Was an jenem denkwürdigen Abend aber nichts Einzigartiges war, denn auch Andreas und ich hatten Gelegenheit, unseren Coversong in Publikumsgegenwart seines Autors zu vorzutragen: "Unterwegs" von Manfred Maurenbrecher.
Ach, das Motto lautete übrigens "Von Wegen".



Bernhard Lassahn berichtet, wie er seiner kleinen Tochter das Urlaubsziel Bulgarien ausredet.



Thomas Felder (am Klavier) hält uns mit seinen Taktwechseln in Atem, "...bis jeder vom andern die Heiterkeit kennt".



Eigentlich sollte ja im Rahmen unseres "Kleine Straßen"-Doppelkonzerts am 13. März nachträglich das Elefanten-Orakel befragt werden, ob
Alfred Goubran in Sebastian Krämers "Club Genie & Wahnsinn" aufgenommen wird. Da aber keinerlei Club-Publikum zugegen war, welches sie hätte würdigen können, verzichteten wir auf die feierliche Zeremonie – und musizierten dafür umso mehr. Nicht nur Lieder aus seinem vortrefflichen Album "Die Glut" (2014), auch neue Werke.



Musizieren mit Alfred Goubran, dem Mann ohne Setliste:
"Dieser Winter geht vorbei: Das Eis der Flüsse bricht, die Sonne kehrt zurück
".


Die auffallende Häufigkeit von Bildern oben, die mich am Akkordeon zeigen, mögen übrigens nicht missverstanden werden: Ich beherrsche dieses Instrument nicht, habe bisher auch kein einziges meiner Lieder damit live begleitet. Aber ich nutze es gern, um den Liedern von Kollegen eine weitere Klangfarbe beizumischen. Fotogener als eine zweite Gitarre ist die Quetsche allemal. Hin und wieder bin ich allerdings auch froh, nur mit der Gitarre auf dem Rücken per Fahrrad ins Zebrano zu kommen. So wie zuletzt zum Geschmacksverstärker am 1. April mit Toni Kater: Bei ihren Liedern erwies sich die Gitarre einfach als die perfekte Ergänzung, auch wenn ich eigentlich geglaubt hatte, sie würde sich am Keyboard-Synthesizer begleiten. Die gemeinsame Probe zeigte dann aber, daß ein rein akustisches Set in diesem kleinen Rahmen am authentischsten wirken würde. Auch so hatte ich das Gefühl, mich im musikalischen Sound meiner Jugend wiederzufinden: Vielleicht sollte ich mir selber mal ein paar Lieder im Wave-Stil komponieren.

Daß Toni Kater vor zehn Jahren für kurze Zeit als Popsängerin erfolgreich war, das erfuhr ich wahrhaftig erst nach der Show. Mittlerweile habe ich ihre beiden vom Duo 2raumwohnung produzierten CDs gehört und empfehle jedem Interessierten, sie lieber von ihrem aktuellen Album "Eigentum" (2014) her zu entdecken.



Rocken mit Toni Kater: "Heuschrecken fallen über das Land" ... oder war es "New York ist tot"?

Außerdem dichtet und rezitiert sie Fabeln:


Der Abend mit Toni Kater (nebst seiner Begleitumstände) inspirierte mich zu drei neuen Liedern, zwei davon passend zu "Eigentum", dem Motto der Show. Sie heißen "Nur für dich", "Mein" und (erst seit wenigen Tagen präsentabel) "Poet & Zimmermann"
Die Texte werde ich hier erst veröffentlichen, wenn ich sie einige Male gesungen habe, denn erfahrungsgemäß schleife ich in den ersten Wochen immer noch an Details.

Allerdings habe ich in meine Soundcloud eine Demo-Version meines Lieds "Kartelle" (Dez. 2014) hochgeladen, sowie aktuelle Solo-Fassungen von "Kleine Straßen" und "Vergessen (werden)". Sollte ich wieder mal eine CD veröffentlichen, werde ich all diese Lieder mit kleiner Bandbesetzung neu einspielen. Ich hoffe, die Uploads machen die Wartezeit erträglicher. Sollte sie jemand covern wollen: Nur zu!


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann







Hier hatte ich mal drei hübsche, dezente Soundcloud-Player eingebettet.
Irgendwann änderte "Soundcloud" seine Designs, 
und die neuen sehen so doof aus (siehe Shop),
daß ich sie den Lesern meiner News hier nicht zumuten mag.

Alle Hörproben sind aber weiterhin auf meinem Soundcloud-Profil zu finden.


Berlin, 26. Februar 2015 (Update 3. März)


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

auf meinem Plattenteller drehen sich zur Zeit die ersten Scheiben von Thomas Felder, lupenreine Independent-LPs.
Wahnsinn: Diese Liedermacher-Legende aus schwäbischen Gefilden, wird unsere monatliche Geschmacksverstärker-Show am 4. März als Gast beehren!

Wie bei uns "Liederaten" üblich, gibt es viel exklusives Zusammenspiel mit Andreas Albrecht und mir. 
Und David Wonschewski wird einmal mehr den Coversong auswählen – passend zum Motto des Abends: "Von Wegen".
Dies ist übrigens unser aktueller Flyer:



Und schon am 13. März gibt es eine weitere seltene Bühnenpaarung:
Mein Wiener Kollege Alfred Goubran, bei sich daheim auch als Romancier bekannt (und als solcher tags darauf auch auf der Leipziger Buchmesse zu erleben), teilt mit mir einen ganzen Konzertabend. Titel: 
"Kleine Straßen – Hinterwelten-Begegnungen". 
Auch hier werden uns gemeinsame Lieder zum Einsatz diverser mit mir eher selten anzutreffender Instrumente inspirieren!

Nachtrag (3.3.2015): Dieses Plakat entstand spontan nach unserer Probe am 28. Februar:



Wer einen Vorgeschmack wünscht: Kommt am 1. März in Sebastian Krämers "Club Genie & Wahnsinn";
Alfred Goubran ist der Antragsteller!

Nachtrag (3.3.2015): Der Abend erbrachte Goubran zwar aus technischen Gründen – das Elefanten-Orakel versagte! – vorerst keine Aufnahme in den "Club Genie & Wahnsinn", bot aber Anlass zu unserem ersten gemeinsamen Auftritt.

Das alles geschieht im wohl-etablierten Friedrichshainer Zebrano-Theater am Ostkreuz.

Damit es nun aber nicht heißt, es sei wohl in Berlin sonst nirgends was los:

Im Wilmersdorfer Café Budzinske unterstütze ich am 5. März gemeinsam mit Cosima Hoffmann als Gastmusiker an Akkordeon und Drehleier das Folk- und Liedermacher-Trio Die Lautmaler. Das ist nicht nur praktisch, da ich als Organisator und Betreuer der Konzertreihe "Liederbar Budzinske" (s.u.) ohnehin vor Ort bin, sondern auch eine Herzenssache: So schön und märchenhaft arrangierte Lieder wie auf dem aktuellen Lautmaler-Album "Hinter den Fassaden" findet man nämlich selten!

Alle Konzerte in der "Liederbar Budzinske" 2015 

(immer am 1. Donnerstag im Monat):

5.3. – Die Lautmaler
2.4. – Jörn Hühnerbein <> Ralph Schüller
7.5. – Tobias Dellit <> Johannes Kubin
4.6. – Schnaps im Silbersee
2.7. – Bernard P. Bielmann <> Florian Krämer
3.9. – Matthias Arndt <> Claudia Woloszyn
1.10. – Hand in Hand
5.11. – Joscha Zmarzlik <> Masha Potempa
3.12. – Lutz Keller <> Klaus Sedl


Änderungen sind möglich!
Reihe wurde eingestellt! (13. Juli 2015)

Schon gewesen:
15.1. – Hornberger <> Merle
5.2. – Felix Janosa <> Holger Saarmann

Es gibt zu dieser Reihe übrigens einen Ganzjahres-Flyer, den man sich bei Liederbar-Besuchen stempeln lassen kann: 
Bei jedem vierten Stempel gibt es ein Freigetränk – oder eine CD aus Marco Budzinskes Liederbox.



Und dann ist es – zum zehnjährigen Jubiläum – mal wieder Zeit für 
"Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen"
jener Bühnencollage aus Folk, Literatur und Kabarett, die – über die historische Hintertreppe – ganz neue Blicke ins heutige Großreich von Obama und NSA erlaubt. Americana mal ganz anders. Wie immer mit der Berliner Folkgeigerin Vivien Zeller:
Am 20. März im Café Budzinske – bei freiem Eintritt für alle, die am Spendenhut nicht geizen.


Übrigens, Kollegen, bitte aufgemerkt: 
Unmittelbar davor, um 16.30 Uhr, findet – im selbigen Café Budzinske – ein (Vor-)Treffen zur Gründung eines Vereins zur Förderung des deutschsprachigen Liedes statt. Liedermacher und sonstige Menschen, die das interessiert, sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und den Gründungsprozess mit Ideen und Engagement zu bereichern. Fragen vorab beantworte ich gern.

Achtung, alle oben beworbenen Konzerte beginnen vor 20 Uhr. Bitte unbedingt hier in meinen Online-Kalender schauen!

So, und hier noch ein paar Impressionen von den Konzerten Anfang Februar:

































Alfred Goubran, mein Konzertpartner am 13. März




























































































Auf CD: Die musikalische Essenz aus unserem
Bühnen-Dauerbrenner "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen"



"Wer auch immer, wo auch immer ..." – Andreas und ich begleiten Danny Dziuk bei einem neuen Lied. 
Meine Gitarre fungiert (wenn auch nicht sichtbar) als Bass und bemüht sich um ein J.J.Cale-Feeling
.




Und nun, lieber Danny, erklär doch dem Publikum mal dein Motto des heutigen Abends:
"Seen links, Schlösser rechts"
!
David Wonschewski (links) tut so, als habe er es schon begriffen.




"Shiny Happy People" – Zwei Cover-Songs, passend zum Motto, 
gehören zum Pflichtprogramm einer jeden Geschmacksverstärker-Show.


Dieses Konzert musste wegen zu geringer Besucherzahlen hinter verschlossenen Türen stattfinden:
Felix Janosa begleitet mich bei meinem "Begleiter".






Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



Berlin, 16. Januar 2015


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

nun aber Schluss mit dem dreimonatigen News-Gebummel:
Es ist doch eine ganze Menge seit dem letzten Eintrag geschehen, was hier einer zeitnahen Würdigung bedurft hätte und hier nun nachgeholt sei.

Zunächst aber nach vorn geschaut:
Ich freue mich auf eine Handvoll gemeinsamer Auftritte & geteilte Konzerte

mit Vivien Zeller: "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen" am 24. Januar im Kontor, Schwerin,

mit Danny Dziuk im Rahmen unserer monatlichen Show "Geschmacksverstärker" am 4. Februar im Zebrano-Theater, Berlin-Friedrichshain,

mit dem Liederkabarettisten Felix Janosa am 5. Februar im Café Budzinske, Berlin-Wilmersdorf,

und mit dem Wiener Dichter und Liedermacher Alfred Goubran am 13. März im Zebrano-Theater, Berlin-Friedrichshain.

Das Felix Janosa-Konzert ist Teil einer Reihe, die sich "Liederbar Budzinske" nennt und vom Online-Magazin "Ein Achtel Lorbeerblatt" präsentiert wird. Die Organisation der Konzertreihe habe ich vor einigen Wochen vom Chefredakteur David Wonschewski übernommen. Vom Konzept her teilen sich grundsätzlich zwei Liedermacher einen Abend (Ausnahme bei Ensembles). Das Café Budzinske dürfte in Wilmersdorf eines der gemütlichsten Kleinstkunst-Stetten überhaupt sein: Hier habt ihr Gelegenheit, ganz große Kollegen aus allernächster Nähe zu erleben. Meine Güte: Lasst euch nicht den Komponisten der "Ritter Rost"-Kindermusicals entgehen, die Stimme des Hausdrachen Koks einmal ganz unverstellt!
Und dies ist sein einziges Berlin-Konzert!

Alle Konzerte in der "Liederbar Budzinske" 2015:

15.1. – Hornberger <> Merle
5.2. – Felix Janosa <> Holger Saarmann
5.3. – Die Lautmaler
2.4. – Jörn Hühnerbein <> Ralph Schüller
7.5. – Tobias Dellit <> Johannes Kubin
4.6. – Schnaps im Silbersee
2.7. – Bernard P. Bielmann <> Florian Krämer
3.9. – Matthias Arndt <> Claudia Woloszyn
1.10. – Hand in Hand
5.11. – Joscha Zmarzlik <> Masha Potempa
3.12. – Lutz Keller <> Klaus Sedl


Änderungen sind möglich!
Reihe wurde eingestellt! (13. Juli 2015)

Es gibt zu dieser Reihe übrigens einen Ganzjahres-Flyer, den man sich bei Liederbar-Besuchen stempeln lassen kann: 
Bei jedem vierten Stempel gibt es ein Freigetränk – oder eine CD aus Marco Budzinskes Liederbox.



Und dann die Kollegen im Zebrano:

Der Berliner Musiker Danny Dziuk, das ist der Mann, der in den 80ern für Klaus Lage Lieder und Band-Arrangements schrieb, selbiges in den 90ern u.a. für Ulla Meinecke und (als festes Bandmitglied) für Stoppok tat, der in jüngerer Vergangenheit für Bernie Conrads und Annett Louisan arbeitete und Axel Prahls "Inselorchester" leitete, zwischendurch immer auch mal wieder eine Tatort-Musik komponiert – der aber, wie ich finde, dann am besten ist, wenn er selber seine Lieder singt! Von Album zu Album (seit 1987) ist seine Musik, sein Sound besser, schöner und reifer geworden. Gar nicht auszudenken, was er auf Tonträger gerade Neues ausheckt!



Alfred Goubran

Na, und dann der Wiener Schriftsteller Alfred Goubran (eigentlich aus Graz), der seit 1987 Lyrik, Erzählungen, Essais und Romane veröffentlicht – als Verleger zudem noch die Werke anderer Autoren. Sein aktuellstes Werk ist der Roman "Durch die Zeit in meinem Zimmer" (2014). Seit 2010 tritt er unter dem Projektnamen [goubran] auch als Liedermacher auf und veröffentlichte ebenfalls 2014 sein erstes Album – in unserem Online-Magazin "Ein Achtel Lorbeerblatt" war es die CD des Monats Mai 2014! Hier gibt es Hörproben.


Details und Links zu all meinen eigenen Auftritten wie immer hier, im Konzertkalender.





Auf CD: Die musikalische Essenz aus unserem
Bühnen-Dauerbrenner "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen"





Felix Janosa – 
Zu Gast am 5. Februar in unserer "Liederbar Budzinske" –
 im Doppelkonzert mit mir.






Und nun ein wenig Rückschau auf die Ereignisse der letzten Monaten:

Da war im November der Geschmacksverstärker #2 mit Dota Kehr (die leider krank von einer Tour zurückgekehrt war und uns in der Pause verlassen musste).



Hier erfülle ich Dota einen Musikwunsch, ein Lied aus gemeinsamen Zeiten bei Christof Stählins Akademie für Poesie, "Sago", meinen "Butzemann"

Der Schlusspunkt von Dotas Gastauftritt: "Immer nur Konfetti" mit Andreas, David (leider nicht im Bild) und mir:




Im Dezember – zu Geschmacksverstärker #3 – beehrte uns das Duo Pigor & Eichhorn.



"Einer bohrt immer: In diesem Land / bohrt immer einer ein Loch in die Wand ..."

Das Motto der Veranstaltung, "Der Handwerker und seine natürlichen Feinde",
gibt mir Anlass, mich in einer lyrischen Polemik "den Kartellen" zu widmen:





Auch eine Cover-Version haben unsere Gäste dabei, eine dankbare Nummer zum Mitmachen – vor und auf der Bühne – 
und um mal mit
Benedikt Eichhorn das Instrument zu tauschen:
Pete Seegers "If I had a Hammer"
– in drei Sprachen!



Und jüngst, im Januar, empfingen wir – zu Geschmacksverstärker #4 – unseren bisher am weitesten gereisten Gast:
Den Münchner Klavierkabarettisten Peter Fischer.

Diesmal hat Peter Frank nicht nur fotografiert, sondern auch gefilmt!






Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



Berlin, 16. Oktober 2014


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

was für eine schöne Auftakt-Veranstaltung für unsere neue Reihe "Geschmacksverstärker" im Zebrano-Theater!

Manfred Maurenbrecher teilte unter anderem mit uns sein Lied "Ende der Nacht", übrigens geschrieben vor gut zehn Jahren gemeinsam mit Andreas Albrecht. Der konterte Manfreds (unveröffentlichte) Coverversion und Nachdichtung von Dylans "Desolation Row" mit dem Rio Reiser-Song "Übers Meer" und gab mir damit erstmals Gelegenheit, auf der Bühne Akkordeon zu spielen. Auf dem großen Bild sieht man Andreas und mich eine Prosa-Rezitation von David Wonschewski improvisatorisch untermalen.




Alle Fotos: (c) Peter Frank, Zebrano-Theater Berlin

 


Danke, Manfred, für Dein Vertrauen in uns und unser Konzept. Es hat wirklich Freude gemacht!

Danke, Zebrano-Team für eure prima Unterstützung und die gute Zusammenarbeit!

Auch für die nächsten beiden Veranstaltungen konnten wir erlesene Gäste gewinnen:


Die "Kleingeldprinzessin"
Dota Kehr (solo) für den 5. November
und das Duo
Pigor & Eichhorn für den 3. Dezember.

Und wenn uns das Publikum nicht ignoriert, geht es im Januar weiter mit den tollsten Kollegen.


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



Berlin, 20. September 2014


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

ich hoffe, ihr hattet einen schönen Sommer – und daß er noch ein wenig verweilen möge.

Anzukündigen habe ich vor allem die Fortführung unserer "Literatur & Chanson"-Reihe. Allerdings nicht im bewährten Nikolaiviertel, sondern im renommierten Zebrano-Theater am Ostkreuz. Dessen künstlerischer Leiter höchstpersönlich hat uns dazu eingeladen, und aus diversen Gründen wollten wir das Angebot nicht ausschlagen:

Da war erstens der Gedanke, unsere Stammbesetzung um den Liedermacher, Rockmusiker und Musikproduzenten Andreas Albrecht zu erweitern, zweitens die Gewähr, einem pianistisch orientierten Gast ein erprobtes Klavier bieten zu können, drittens die Garantie, daß unsere regelmäßigen Abende – künftig übrigens stets am 1. Mittwoch des Monats – immer stattfinden können, unabhängig davon, ob es zwei oder einhundertzwei Vorbestellungen gibt.
Und wir können uns auch hin und wieder einen bekannteren Gast leisten, ohne Angst, dieser könnten vielleicht zu viele Besucher anlocken; das freundliche, gemütliche Café im Nikolaiviertel war ja bei 20 Personen immer schon voll!
Wir danken also an dieser Stelle dem "Bonne Vie" für seine Gastfreundschaft von April 2013 bis Februar 2014 – und freuen uns auf neue Erfahrungen mit einer richtigen kleinen Kleinkunst-Theaterbühne.

Die Veranstaltung wird künftig den Titel "Geschmacksverstärker" tragen; hier ist unsere vorläufige Webseite.
Als erster Gast wird uns am 1. Oktober Manfred Maurenbrecher beehren. 

Meine beiden Mit-Gastgeber kennen Maurenbrecher bereits besser als ich: David Wonschewski interviewte ihn ausführlich im September 2013 (>> Audio-Podcast), Andreas Albrecht ist seit Jahren (genauer: seit "Weiße Glut", 1999) Produzent seiner CD-Alben und auch als Musiker darauf zu hören. Mir selber begegnete Maurenbrecher, glaube ich, erstmals persönlich an einem Frühstückstisch beim Liederfest in Hoyerswerda, wo er sich dem Nachwuchs hinzugesellte. Ein wenig provokativ behauptete ich damals, wir Liedermacher könnten auch von einem Popsongs wie beispielsweise F.R. Davids "Words" formal etwas lernen – und hätte nicht damit gerechnet, daß ausgerechnet Maurenbrecher (er hatte uns in der Nacht zuvor mit einem unglaublich intensiven Solo-Auftritt begeistert) mir zustimmen würde.

Das Besondere am "Geschmacksverstärker"-Konzept ist, daß unser jeweiliger Gast ein Motto/ Thema für den Abend bestimmen darf: Am 1. Oktober lautet es "Aufbruch und Abschied". 
Außerdem bringt der Gast neben eigenen Werken ein Lied mit, das er nicht selber geschrieben hat – und für das Schlusslied einen Song, bei dem alle Beteiligten mitwirken können. Wir sind gespannt!

Details hier, im Konzertkalender

Der Name "Geschmacksverstärker" ist übrigens eine Idee meines Kollegen Günther Hornberger. Allerdings diente er mir vor zehn Jahren als Titel einer Liedermacher-CD-Compilation, die ich angefertigt hatte, um sie als Werbung an wenige ausgewählte Berliner Musikjournalisten zu schicken.

Im Sommer war bühnenmäßig nicht viel los, könnte man meinen. Stimmt auch: 
Der einzige öffentliche Auftritt fiel so aus der Reihe, daß ich vergaß, ihn per Rundmail anzukündigen: Das alljährliche Werkstattkonzert im proVie-Theater Hohenbüssow. Rechts zwei fotografische Eindrücke. Es erwies sich, daß wenigstens eines meiner neuen Lieder, "Kleine Straßen", die Kollegen zum Mitspielen animierte. Das war schön.
Ich habe vor Ort außerdem mein Lied vom "(Hamburger) Stadtplan" umgeschrieben und erstmals in dieser Form vor Publikum präsentiert. (Mit der Veröffentlichung des Textes warte ich noch ein Weilchen.) Außerdem Julia Henke bei zwei alten Liedern ("Under der Linden" und "My singing Bird") begleitet und (wieder einmal) mit dem größten Vergnügen für Jörn Hühnerbein und Axel Stiller den Bass gezupft, sowie Nadine Maria Schmidts Lieder um zweite Gitarre und Glockenspiel angereichert. Ich erwähne es hier nicht, um an Euer "Schade, verpasst!"-Gefühl zu appellieren, sondern um all diese tollen Kollegen zu verlinken!


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Möchte jemand der seit 30 Jahren etablierten "Liederbestenliste" verspätet ins neue Jahrhundert helfen?
Ein echter Programmierer soll deren Website auf Vordermann bringen. Damit der – gegen Honorar – einen guten Job macht, haben Juror David Wonschewski und Sören Vogelsang ein Crowdfunding gestartet. Das bedeutet hier: Liedermacher unterstützen den Verein mit Sachspenden (CDs, Bücher, etc.), die von Förderern erworben werden können. Wer meine handsignierte (!) CD "So küsste mich meine Friseuse" (oder natürlich auch einen anderen Artikel) über das Crowdfunding-Forum startnext.de bucht (d.h. vorbestellt), unterstützt mit diesem Kauf ausnahmsweise nicht mich, sondern einen zeitgemäßen Web-Auftritt der Liederbestenliste.
Der Preis von 15 Euro versteht sich übrigens inklusive Versandkosten.
Sollte die angestrebte Summe nicht zusammenkommen, ist die Buchung hinfällig.

Ich muss gestehen: Ich fand die Liederbestenliste bislang gar nicht soo toll, auch weil die Jury meinen Einsendungen offenkundig nie sonderlich viel abgewinnen konnte. Allzu oft scheint mir doch bei der Wertung nicht der künstlerische, sondern der politische Anspruch eine Rolle zu spielen, der im Lied explizit formuliert zu sein hat.
Versteht mich nicht falsch: Es ist wichtig, daß es auch sozial engagierte Lieder gibt. Aber die in Reim und Verse gesetzte Meinung eines Menschen, der das Gute will, ergeben halt noch lange kein gutes Lied. Und wenn überhaupt ein Lied die Welt verbessern kann, dann nicht, weil es ein politisches, sondern weil es ein gutes, schönes (und, ja, nebenbei vielleicht auch politisches) Lied ist. Nur lässt sich Ästhetik leider nicht so eindeutig bewerten wie (zumindest die Behauptung von) gesellschaftlichem Engagement.
Also: Dieser Verein ist nicht ganz so meine Lobby, wie er es zu sein vorgibt. Möge er sich – auch mit Hilfe meiner CDs – nicht nur virtuell, sondern auch geistig wandeln.


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Meine Weigerung, das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem per Zwangsabgabe mitzufinanzieren (siehe hier), ist mittlerweile in schriftlicher Form beim Berliner Verwaltungsgericht gelandet. "Eine Übertragung des Rechtsstreits auf den Einzelrichter wird erwogen.", so beantwortete das Gericht Ende Mai meine Klage. Die Juristen des RBBs haben mittlerweile Stellung bezogen und beantragt, meine Klage abzuweisen. Vergleichbare Fälle aus anderen Bundesländern lassen kaum hoffen, daß das Berliner Verfassungsgericht ein abweichendes Urteil riskieren wird. Das belegt die Verflechtungen von Justiz, Politik und Medien. 
Ich werde nicht so bald klein beigeben, und ich wiederhole es, bis mir der letzte Radio- und TV-Konsument seine Solidarität ausgesprochen hat:
90 Kanäle, die den Bürger quoten-orientiert mit 80% Trivialitäten ruhig stellen, anstatt ihren Informations- und Bildungsauftrag wahrzunehmen, dürfen nicht per Steuer finanziert werden! Schon gar nicht, ohne die individuellen Einkommensverhältnisse der "Beitragszahler" zu berücksichtigen!

Weitere Mahngebühren und Pfändung drohen mir übrigens erst, wenn das Verwaltungsgericht entschieden hat; das habe ich jetzt schwarz auf weiß!

Wer sich für die Details des Streites interessiert, für den habe ich auf dieser Forums-Seite meine Korrespondenz mit RBB und Verwaltungsgericht eingestellt:


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann












Erweiterte Stammbesetzung für unsere monatliche "Literatur & Lied"-Reihe: Andreas Albrecht, David Wonschewski und ich.

Foto: Masha Potempa

























Probe mit Nadine Maria Schmidt für ...



... das Werkstattkonzert in Hohenbüssowmit (von links nach rechts) mir, Jörn Hühnerbein, Johanna Moll, Nadine Maria Schmidt, Torsten Philipp, Julia Henke und Axel Stiller.

Foto unten: Leo Kraus; oben: Jörn Hühnerbein



Berlin, 17. März 2014 (Update 22. März)


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

da er gerade erst im "Köpfchen", dem Magazin der Arbeitsgemeintschaft Burg Waldeck erschien:
Hier gibt es auch weiterhin meinen Bericht über meine fünf Waldeck-Wochen mit vielen bunten Bildern!

Mein Stipendium der Peter Rohland Stiftung liegt aber nun schon wieder ein halbes Jahr zurück. Was ist seither geschehen?
Nicht so viel, daß ich es hier schnellstens verbreiten musste.
Und doch genug, um es hier zu resümieren:

Der Schriftsteller und Musikjournalist David Wonschewski, der bei unseren gemeinsamen Auftritten im Nikolaiviertel ja immer als einer der Ersten meine aktuellen Lieder hört, liegt mir in den Ohren, ich möge doch bitte schleunigst mal wieder ein neues Album produzieren. Als meine "Friseuse" erschien, gab es schließlich das Online-Magazin "Ein Achtel Lorbeerblatt", und somit einen wesentlichen Verbreitungskanal noch nicht.

Der Rest der Welt hat mich allerdings noch nicht bestürmt und scheint mir somit noch gar nicht reif für ein neues Saarmann-Album. Zumal noch einige Dutzend Kartons mit älteren Werken auf meinem Küchenschrank lagern; es wäre noch gar nicht wieder Platz für eine neue Produktion.
Dennoch produziere ich gelegentlich ein wenig vor mich hin. Das fühlt sich ein bißchen so an wie vor zehn Jahren, als ich unter einfachen Bedingungen Demos aufnahm und sie, gemäß Nachfrage, auf CDs brannte. 
Heute experimentiere ich gleich auch mit Arrangements herum. Schließlich gibt es Menschen in meiner Nähe, die Kontrabass, Drehleier, Klavier oder Trompete spielen; das kann man nicht einfach ignorieren. Generell bin ich sehr offen für Impulse aus dem Kollegenkreis, etwa wenn mir Danny Dziuk sagt, er höre bei meinem   NEU!-en Lied "Kleine Straßen" eine Begleitung im Stil der frühen Dire Straits.
Oder wenn mich der Freiburger Jazz-Trompeter Gary Barone auffordert, über sein neues PC-Interface ein Lied eigener Wahl einzuspielen, zu dem er dann später Overdub-Experimente machen kann (ich entschied mich für meine Bossa Nova-Nachdichtung "Die Freude").
Oder wenn meine junge Musikerfreundin Julia Henke mich nach Liedern aus meinem Repertoire fragt, die man gemeinsam (also sie mit ihrer unglaublichen Sopranstimme zu meiner Gitarrenbegleitung, oder wir beide im Gesangsduo) trällern könnte. 
Oder wenn ich Gelegenheit habe, mit dem Minne-Folkduo Kleine Sekunde – oder dessen weiblicher Hälfte – archaische Folkmusik zu spielen, oder mir eine ihrer Drehleiern für die Ausarbeitung von Begleitstimmen für mein Lied "Schon mal" leihen darf ...
Ich gebe zu: Da reizt schon so manches zu baldiger Konservierung und Veröffentlichung!

Aber andererseits ist es ja nicht so, daß meine im WWW verfügbaren Hörbeispiele verblüffende Klickzahlen erzielen würden. Was übrigens bisher auch mein Hauptargument gegen ein kommerzielles Download-Angebot meiner Musik ist: 
Was die Leute nicht gratis anklicken und in ihren "sozialen Netzwerken" teilen, werden sie vermutlich auch nicht kaufen, weder als Tonträger, noch als Download. 
Material genug hätte ich für zwei neue CDs (eine mit eigenen Liedern, die andere mit Bearbeitungen), aber mein kommerzieller Temperaturfühler sagt mir: Es lohnt nicht, sich zu beeilen. Meine Zeit und ihre Genossen sind nicht bereit für mich.

Das entspricht auch dem Fazit, wenn ich 10 Jahre "News" revue passieren lasse:
Diese Website begeht im Sommer ihr zehnjähriges Jubiläum, und so habe ich – Achtung,  NEU!  – ein wenig aufgeräumt, zuletzt die Seite >> Holger Who? neu gestaltet. Vor allem aber das >> News-Archiv chronologisch sortiert und um einige Bilddokumente und sogar Einträge erweitert. Lücken geschlossen gewissermaßen. Auch Links überprüft.

Diese
News-Seite, die Sie gerade lesen, reicht allerdings noch immer bis 2012 zurück, denn fast alles, was seither geschah, erscheint mir unverändert gegenwärtig. Selbst die Tour mit Vivien Zeller zum Karl-May-Jubiläum 2012, seit der wir leider keine gemeinsamen Auftritte mehr hatten. Letztes Jahr durfte ich in wildwestlicher Mission nur allein zwei Einladungen folgen: Nach Bamberg zur Jubiläumsgala des Karl May-Verlags und nach Radebeul zur Jubiläumsgala der Karl-May-Stiftung. Beides habe ich gern und mit Freude (insbesondere am sozialen Drumherum) gemacht, aber eigentlich gehört Viviens Geigenspiel dazu.

Warum der Stillstand?
Seit der anstrengenden Tourplanung für das May-Jubiläumsjahr 2012, welches ja wirklich einen wunderbaren Anlass zur Präsentation von "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen" bot, fehlte mir einfach der Antrieb, aufs neue Veranstalter zu nerven – noch dazu, ohne diesmal einen feierlichen Anlass zu haben, mit dem sich die Nerverei als unaufschiebbar begründen ließ. Daß meine Lieder und ich auf der Bühne eine gute Figur machen, daran zweifele ich nicht, das erscheint mir aber mittlerweile nicht mehr hinreichend, einen Veranstalter immer wieder an mich zu erinnern. Wenn ich mir die Mühe mache, jemandem zu schreiben, werde ich einfach ungern ignoriert, verstehe aber auch, daß ein Veranstalter nicht wöchentlich 100 Mails beantworten kann. Und ich gehe meinen Mitmenschen einfach nicht gern auf die Nerven, wäre ja als Veranstalter selber froh, wenn man mich mal in Ruhe ließe.

Eigentlich braucht diese Welt auch keine neuen Lieder! 
Was diese Welt braucht, sind einfach mal ein paar Jahre Ruhe, um all die ungehörte Musik der letzten Jahrzehnte (um mal nicht die Jahrhunderte zu bemühen) zu entdecken! 
Ja, ganz im Ernst und fast ohne Sarkasmus: Wir brauchen keine neuen Lieder, solange wir all die alten nicht kennen! Wir brauchen auch keine neuen Liedermacher, ehe die alten ihre letzten Töne gehaucht haben!
Natürlich hört man immer wieder die Klagen des betagteren Publikums: Wo sind denn heute die jungen Liedermacher? Das habe ich zuletzt gehört bei einer Rückblick-orientierten Podiumsdiskussion beim Berliner Festival Musik & Politik: Der Veranstaltungssaal war brechend voll mit Besuchern, die Bettina Wegner und Barbara Thalheim (die prominentesten der Podiumsgäste) schon in jungen Jahren erlebt hatten. Und da tönte später aus dem Publikum wieder die alte Leier: Wo ist der Nachwuchs?
Der Nachwuchs (in diesem Falle Christoph Theussl, Dominik Plangger und Schnaps im Silbersee) hatte sich zwei Abende zuvor am selben Ort präsentiert: Vor nicht einmal halb so viel Publikum.
Darum mein Plädoyer: Lasst die alten Barden – samt ihrer Fans – erst mal verstummen. Dann lasst mal zehn Jahre verstreichen, um nachträglich zu entdecken, was ihr in den letzten 30 Jahren alles überhört habt. Und dann, dann ist die Zeit, ganz behutsam damit anzufangen neue Lieder zu singen!



Mit meinem Kampf gegen die ehemalige GEZ – oder weitaus präziser: gegen den 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag – möchte ich hier nicht langweilen: Der Verein mahnt immer mal – und droht hin und wieder sogar mit Zwangsvollstreckung. Ich stelle mich auf Prozesse ab der zweiten Jahreshälfte ein. Freiwillig werden die von mir niemals, niemals monatlich 18 Euro erhalten! Am rechten Bildschirmrand seht ihr einige empfehlenswerte Weblinks zu Anti-Rundfunkabgabe-Initiativen.


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann








Session mit dem Jazzmusiker Gary Barone,
der auch meine Demo-Aufnahme von "Die Freude" arrangierte.


































































Rat und Austausch zum Zahlungsboykott:

http://online-boykott.de

http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,7599.0.html

http://www.akademie.de/wissen/gez-rundfunkbeitrag-vorbehalt-anzeige
http://www.akademie.de/wissen/faq-vorbehalt-rundfunkbeitrag

http://klagen-gegen-rundfunkbeitrag.blogspot.de/

http://www.natuerlich-klag-ich.de/

http://www.zahlungsstreik.net/

Aus juristisch-formellen Gründen distanziere ich mich von den Links:
Für die Inhalte sind die jeweiligen Webmaster verantwortlich.
Rechtshilfe dürfen nur Juristen geben.


Berlin, 17. Oktober 2013


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

hier gibt es einen Bericht über meine fünf Waldeck-Wochen (Stipendium der Peter Rohland Stiftung) mit vielen bunten Bildern!

Aber wenn man dann nach Berlin zurückkehrt und im Briefkasten die brandneue CD einer tollen Kollegin vorfindet, die die Coverversion eines eigenen Liedes enthält, verdrängt dies natürlich Burg Waldeck auf den zweiten Rang!

Ja, wahrhaftig: Annett Kuhr, die schönste Altstimme aus dem Neckartal (mindestens!), hat sich meines Liedes vom "Bahnsteig gegenüber" angenommen, und das ist so, als ob sie es zärtlich streichle. Das tut sie übrigens bei allen Liedern
auch bei ihren eigenen. Daß diese Kollegin eigentlich niemanden zu covern bräuchte, beweist sie in den neun neuen Liedern aus eigener Feder, die den Kern dieses Albums bilden. Das 2009 erschienene Vorgänger-Album "Von der Liebe zum Detail" bestand gänzlich aus eigenen Werken. Gelegentlich covert sie dennoch gerne, und wer wissen möchte, wie gut sie das tut, der vergleiche beispielhaft ihr Version (leider noch nicht online zu hören) mit meinem Original! (Naja, das ist zumindest die älteste Fassung, die ich herausrücke ;o)

Das ist doch das schönste Geschenk, das sich ein Lied zu seinem 10. Geburtstag wünschen kann!
Ich freue mich darüber, ja, ich fühle mich – ausgezeichnet!


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann









Annett Kuhrs neues Album enthält neben eigenen Liedern – und solchen von Christof Stählin, Herman van Veen, Andreas Zimmer und Philipp Rhaesa – auch meinen "Bahnsteig gegenüber".

Bestellbar über Annett Kuhrs Website (Cover anklicken!).

Burg Waldeck, 1. Oktober 2013, Update 24. Oktober


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

da vernachlässigt man ein Jahr lang die notwendige Veranstalter-Akquise und legt somit seinen Künstlerruf in Gottes Hand und es passieren einem die tollsten Sachen:



Blick vom Mohrihaus aufs Gelände von "Burg Waldeck", 
womit hier die Lichtung mit ihren Gästehäusern und Hütten gemeint ist, 
wo in den 1960ern die legendären Festivals stattfanden.



Ich blicke aus meinem Arbeitszimmer nicht in den gewohnten Prenzlberger Innenhof, sondern aufs Gelände der sogenannten Burg Waldeck, der großen Lichtung oberhalb einer verfallenen Burganlage, die dort liegt, wo der Hunsrück vermutlich am schönsten ist: In der Baybach-Klamm. Da sehe ich nun auf die waldigen Hügel und kann die herbstlichen Farbtöne nicht mehr wegleugnen. Eigentlich ist dies der beste Ort, um
mit einer Flasche Pfälzer Federweißer den Sommer zu verabschieden. Etwas wärmer hätte ich mir den Spätsommer gewünscht, aber ich will mich ja nicht beklagen, sondern jubeln:

Die Waldeck,
namentlich die Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck e.V. und die Peter Rohland Stiftung, haben mir nämlich ein WaldeckKulturStipendium gewährt: Einen mehrwöchigen kreativen Arbeitsaufenthalt inklusive finanzieller Beihilfe!
"Burgschreiber" könnte man das vielleicht auch nennen.
Seit Jahren träume ich vom Landleben, und davon, wie positiv sich ein solches auf mein küstlerisches Output auswirken könnte
prompt und von unverhoffter Seite schenkt man mir davon fünf Wochen!
Und tatsächlich, die optimistische Annahme hat sich bestätigt: Unter anderem habe ich geschrieben über ein imaginiertes Klassentreffen, die kleinen Straßen in der Hinterwelt, über das Radfahren in Berlin, eine aufrüttelnde Begegnung zur Geisterstunde, über Erkenntnisse zum gestrigen Tag, eine beinahe authentische Bamberg-Nostalgie und ein zufälliges Wiedersehen mit einer alten Freundin namens Momo.
Nicht, daß das alles von vorn bis hinten hier entstanden wäre: Vieles davon lag seit Jahren unangetastet in Kladden und Dateien, weil mir Muße und Geduld fehlten, jene Punkte, an denen es nicht weitergeht, zu überwinden.
Die Waldeck inspirierte zu neuen Anläufen und zu Ausdauer bei der Fertigstellung. 
Was fertig wurde, habe ich spaßeshalber schon mal
als  NEU!  meiner Repertoire-Seite hinzugefügt, allerdings vorerst ohne die sonst üblichen Links zu den Liedtexten: Die möchte ich euch doch lieber erst einige Male vorgesungen haben, ehe ich sie zum Online-Schmökerern freigebe.

Der Waldecker Schaffensdrang konkurriert durchaus gegen den Landschafts-Erkundungsdrang, denn diese unglaubliche Umgebung, die schon vor 100 Jahren die sangesfreudigen Wandervögel und vor 50 Jahren die zunehmend politisch bewegten Besucher der legendären Festivals "Chanson Folklore International" (1964-69) anlockte, will unbedingt entdeckt werden!

Eigentlich hatte man mich (auf Anregung Christof Stählins) im Rahmen des "Internationalen Liederfestes" zu Pfingsten nur gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, solche Stipendien koordinieren zu helfen, weil das halt irgendeineiner machen müsse, der die Liedermacherei von innen her kennt. Ich sagte zu und grübelte daraufhin, was ich denn den künftigen Bewerbern über die Waldeck und das Stipendium erzählen solle. Ich selber hatte so viele Fragen, daß ich mich zum Selbstversuch anbot. Meine befreundete Kollegin Masha Potempa bekam Wind von der Sache und fragte, ob denn da nicht Platz für zwei sei; sie trete ohnehin beim Peter Rohland-Singewettstreit auf.
So kam es, daß ich zumindest die ersten drei Wochen nicht allein hier verbringen musste, und das war auch gut so: Liedermacher sollten sich untereinander austauschen können, sollten testen können, ob die neuen Verse für andere Ohren überhaupt verständlich sind. 
Im Idealfall treten sie sogar gemeinsam auf: So durfte ich Masha beim Singewettstreit mit einer zweiten Gitarrenstimme unterstützen.

Wir haben unseren Aufenthalt fotografisch dokumentiert. Und da dieser Bericht auch zukünftigen Bewerbern als Info dienen soll, seht ihr ringsum eine stattliche Auswahl an Bildern.



Masha Potempa vor unserer Unterkunft, dem 2012 wiedererbauten Mohrihaus.



Eigentlich könnte man hier, im 2012 wiedererrichteten Mohrihaus, sogar Liedermacher mitsamt Familie einquartieren (wie Christof Stählin es angeregt hatte), wenn nicht die Unterkunft so hellhörig wäre, daß dann vermutlich für die Bufdis ein neues Quartier gefunden werden müsste. Klar, da gibt es (neben den allzeit gut ausgelasteten Gästehäusern) auch diverse bewohnbare Hütten auf dem Gelände, aber deren Pächter genießen natürlich das Vorrecht. Steht tatsächlich mal eine leer, so wie diesmal die Wiesbadener Hütte, so darf sich ein Liedermacher gern dort zum Arbeiten und Musizieren aufhalten. Man kann dort auch übernachten, wenn man es etwas atmosphärischer, etwas abenteuerlicher mag und auf den Komfort einer schnell erreichbaren Dusche oder Küche verzichten kann. Natürlich habe ich das alles ausprobiert, sitze nun aber doch wieder in der (inzwischen zentralgeheizten) Konferenzstube des Mohrihauses: Um die Wiesbadener Hütte warm zu kriegen, hätte ich erst Holz kaufen müssen.


Unsere Gästezimmer im Mohrihaus bieten auch Platz zum Arbeiten




Peer, der Archivar, stellt mir neben informativen Büchern und Aufsätzen auch die 10-CD-Box "Die Waldeck-Festivals 1964-69" zur Verfügung (deren offiziellem Erscheinen ich Pfingsten 2008, bei meinem ersten Waldeck-Besuch beiwohnen durfte). Ich staune, während ich mich da nach und nach durchhöre: Neben all den frühen deutschen Liedermachern, denen die Festivals als Sprungbrett ins große Geschäft dienten, wurden hier bereits Mitte der 60er sämtliche Folk-Strömungen der 70er und 80er vorweggenommen:

Peter Rohland sang bereits jiddische Lieder und – neben Hein & Oss Kröher – aufmüpfige deutsche Volkslieder, so wie später Hannes Wader, die Bands Liederjan und Zupfgeigenhansel und unzählige Andere – und ab Mitte der 90er ich selber!
Michael Wachsmann interpretierte – mit Christof Stählin an der Gitarre – u.a. englische Lieder der Shakespeare-Zeit; auch das Jahre bevor sich eine Szene etablierte – sogar in der finstersten Provinz der Grafschaft Bentheim, wo ich mir Anfang der 90er, inspiriert durch Repertoire und Aktivitäten meiner Musiklehrer, Lautenlieder der Renaissance zu eigen machte.
François Villon – ja, war der überhaupt jemals vergessen? – Jeder, der was auf sich hielt, vertonte und sang Mitte der 60er seine Lyrik, auch auf der Waldeck. Und selbst das Mittelalter war bereits durch den Drehleier-Barden Karl Wolfram repräsentiert. 
Die Nachbarländer (inkl. DDR), aber auch Amerika, Russland, Südeuropa und sogar Israel, sie alle waren auf den Festivals vertreten. Ich hebe hier nur das hervor, was in meiner eigenen Musikerbiographie eine Rolle spielte – ganz ohne daß ich dabei an die Waldeck gedacht hätte. Die nahm ich eigentlich erst wahr durch den Kontakt zu Christof Stählin. Aber diese Festivals, die ja ihrerseits auch in der Tradition der weltweit liedersammelnden Wandervögel wurzeln, haben fortgewirkt bis hinein in mein eigenes Schaffen.

All die auf der Waldeck präsentierten Genres und Künstler kamen in den Medien nicht vor. Das änderte sich durch den Erfolg der Festivals. Von den Impulsen, die hier zusammenfanden, zehrte die Folk- und Chansonszene – befeuert durch (vorübergehendes) mediales Interesse – noch zwei Jahrzehnte. Heute herrschen in Funk & TV – von immer enger werdenden Nischen abgesehen – längst wieder Vor-Waldeck-Zustände.

"Überrascht uns!", lautete die Aufforderung an die Musiker, mit der Diethart Krebs 1964 seine Begrüßungsrede beschloss. Ist das nicht ein wunderbarer Anspruch? Man stelle sich vor, nach diesem Kriterium würde ein heutiger Kleinkunst- oder Festivalveranstalter sein Profil erweitern – es wäre unerhört!



An dieser Stelle sei der Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck und der Peter Rohland Stiftung, namentlich allen voran Mike (alias Joachim Michael) ganz herzlich für ihre Gastfreundschaft, ihr Engagement und jedwede Form der Zuwendung gedankt.
Danke ebenfalls an das Burgvogt-Paar Dido & Happy Freund und ihr Team, insbesondere Martin Wimberg für angenehme Wochen des Zusammenwohnens.
Dies war mein vierter und mit Abstand längster Besuch auf der Waldeck, und ich reise ab mit dem Gefühl, daß da noch Einiges kommen wird.

Eine ergänzende Sicht der Dinge lest Ihr hier, auf Masha Potempas Website.

Wenn demnächst das WaldeckKulturStipendium offiziell ausgeschrieben wird, werde ich mich als Koordinator üben.



Ende eines produktiven Tages in der Wiesbadener Hütte: 
Rückweg ins Mohrihaus zu einer weiteren gemeinsamen Koch-Session.
Im Anschluss werde ich mir wieder Mashas Meinung zu meinen neuen Versen anhören!



Einen Teil meiner neuen Lieder werde ich wohl erstmals am 25. Oktober im Café Bonne Vie (Berlin Nikolaiviertel) vor Publikum testen. Details dazu in meinem Terminkalender.


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann






Der Waldecker Spatz ist ein Ausschnitt aus dem Plakat, das Prof. Walter Breker für das 2. Festival "Chanson Folklore International" (1965) gestaltete. Seither ist er das Logo der Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck.







Das Philosophenplätzchen am Abhang der Baybach-Klamm.
Foto: Masha Potempa







Mashas bevorzugter Arbeitsplatz ist die Bibliothek 
(und Konferenzstube) im Mohrihaus, ...

während ich die (momentan unverpachtete) Wiesbadener Hütte  
am Baybach-Hang bevorzuge:







Auch hier kann man übernachten:



Aber ein wenig lockt doch immer der sanitäre 
und der kulinarische Komfort im Mohrihaus – 
hier unsere Küche:















Das legendäre Festivalplakat (1965) von Prof. Walter Breker.

Berlin, 30. April 2013, Update 2. Mai


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

wer wie ich der Meinung ist, daß das Genre "Lied/Chanson" in den Medien unterrepräsentiert ist, der schaue sich doch mal das Online-Magazin "Ein Achtel Lorbeerblatt" an:

Hier gibt es nicht nur Artikel (fast täglich neuer Lesestoff: Rezensionen, Programmtips, Links und
seit einem Jahr ein Saarmann-Interview, sondern auch eine wöchentlich neu erscheinende, einstündige Musiksendung namens "Herbstgewitter", die sich (fast) ganz dem Lied/Chanson aus Deutschland, Schweiz und Österreich widmet. 
Moderiert und zusammengestellt vom "Lorbeerblatt"-Chefredakteur
David Wonschewski, einem Radio-Profi, der hier unüberhörbar seiner Herzenssache frönt. Die Sendung ist ein Podcast, die man jederzeit anklicken und hören kann, sofern der Computer mit einer schnellen Internet-Verbindung und mit Lautsprechern ausgestattet ist. (Nein, Download geht leider aus rechtlichen Gründen nicht!)
Und wem eine Stunde zu wenig ist, der kann auch die
Sendungen der jeweils letzten sechs Wochen noch nachhören. Aktuell ist das "Herbstgewitter spezial" mit einem ausgiebigen Interview mit Reinhard Mey.

Da ich David Wonschewski persönlich kenne, hat es sich so ergeben, daß ich (auch ohne daß ein Lied von mir läuft) in allen Sendungen ein wenig präsent bin, und zwar in der
Erkennungsmusik:
Anfangs waren das
behelfsweise die ersten Takte meines Liedes "Liebe neu erfunden", aber seit März gibt es aus meiner Feder & Werkstatt endlich eine exklusive "Herbstgewitter"-Musik, die dem Hörer auch zwischendurch anzeigt, daß sich nicht versehentlich der Sender umgestellt hat.


Nun ist auch endlich unsere lang geplante Reihe "Literatur & Chanson im Nikolaiviertel" angelaufen: 
Davids Initiative als Prosa-Autor. Hintergedanke war, einen Veranstaltungsort in einer Gegend zu finden, die kulturell nicht überfüttert ist. Zum rechten Zeitpunkt trat der Verein Nikolaiviertel e.V. auf den Plan und vermittelte uns das Café Bonne Vie
zunächst als (kaum zu glauben!) Schlechtwetter-Variante für eine Advent-Lesung.
Am 26. April sahen sich nun alle Beteiligten in ihrer Ahnung bestätigt, daß hier, im Touristen-Mekka, einen Steinwurf vom Roten Rathaus entfernt, ebenfalls Berliner leben, die sich Kultur vor der eigenen Haustür wünschen. Alle Platzreservierer kamen auch wirklich, so daß das kleine, gemütliche Café, das auch gleichzeitig Laden für dekorative Andenken-Artikel ist, gut gefüllt mit aufmerksamen Menschen war, die sich nebenher (und äußerst dezent) Tee, Café und Kuchen schmecken ließen. Und die wussten den Wert unserer Darbietung durchaus auch finanziell zu würdigen! Bei Auftritten "Auf Hut" hat man ja schon allerhand erlebt ... aber hier waren wir doch auch in dieser Hinsicht sehr zufrieden mit unserem Publikum und bedanken uns bei allen, die zugegen waren!

Künftig wird also jeden letzten Freitag im Monat im Café Bonne Vie gelesen und gesungen. David und ich, wir bilden die Stammbesetzung, und jedesmal laden wir uns einen Gast dazu ein, der entweder Texte oder (wohl meist) Lieder aus eigener Feder präsentiert. Wem das Bonne Vie gefällt und wer der Inhaberin gefällt, kann sich dann auch für ein abendfüllendes Konzert buchen lassen.
Unser Gast am 26.4. war Jörg Sieper. 
Der Gast für den 31. Mai
wird Esther Buser sein.

Zu gegebener Zeit werden wir auch Video-Kostproben eines Bonne Vie-Abends präsentieren: David auf "Ein Achtel Lorbeerblatt" (s.o.) und ich hier.


Zwei meiner Liedtexte durften gerade in einer Anthologie mit dem Titel "Außenseiter" erscheinen:
Ein Buch mit Geschichten, Essays, Gedichten und Bildern, zusammengestellt und herausgegeben von der Autorin und Künstlerin Sigrun Casper – im Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke.


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann








Künftig jeden letzten Freitag im Monat:
Literatur & Chanson im Nikolaiviertel
mit Holger Saarmann & David Wonschewski

und Gästen.

(Foto: Jörg Sieper)





In dieser neu erschienenen Anthologie sind zwei ältere Liedtexte von mir nachzulesen:
"Begleiter" und "Der Gast".
Erschienen ist das Buch im Konkursbuch Verlag.




Berlin, 11. Februar 2013


Liebe Kenner der Kleinen Künste,

ihr kennt sicherlich den einen oder anderen Tribute-Sampler: Mehr oder weniger bekannte Musiker covern auf einer ganzen CD ausgewählte Lieder eines damit zu ehrenden bekannten Altmeisters. So schon geschehen beispielsweise mit Leonard Cohen, Joni Mitchell und Bob Dylan, hierzulande mit Manfred Maurenbrecher, Rio Reiser ...

und nun auch mit Christof Stählin.
Als Beteiligter habe ich das Vergnügen, diese CD selber zum Verkauf anzubieten. Offiziell erscheint sie am 17. Februar anlässlich der Kleinkunst-Preisverleihung im Unterhaus Mainz, wo Stählin der Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz verliehen wird.

Die Aufnahmen entstanden im Frühling 2012. Das Tribute-Album wurde Christof Stählin als Geschenk zu seinem 70. Geburtstag überreicht. Wir freuen uns, daß der Meister sich für eine Veröffentlichung ausgesprochen hat und daß die CD nun auf "Text & Ton Records" erscheint.

Es ist ein stilistisch äußerst vielseitiges Album. Der Titel spielt auf das Stählin-Gedicht "Die Versammlung der Inseln (im Nordmeer bei Nebel, zur Gründung eines neuen Festlandes)" an und beschwört den Gemeinschaftsgeist der Künstlergruppe "SAGO".
Die Auswahl der 18 kompilierten Aufnahmen besorgte Stählin persönlich. Sehr zu meinem Jammer fielen dabei einige meiner Lieblingsaufnahmen unter den Tisch. So ist nun kein einziges Werk aus der Debut-LP "Privatlieder" (1973) enthalten. Allzusehr war dem Meister daran gelegen, über seine vermeintlichen Jugendsünden das Mäntelchen des Schweigens zu breiten, daß u.a. sogar ein höchst inspirierter Beitrag von Bodo Wartke entfallen musste. Somit ist diese Compilation auch eine Lektion für alle, denen künftig die Ehre eines solchen Tributes zuteil werden sollte: Tut dem Projekt etwas Gutes und mischt euch lieber gar nicht ein!
Wie dem auch sei, es ist genug Schönes geblieben, ja, ich würde sogar sagen: Dies ist die schönste Tribute-Compilation, die ich überhaupt jemals gehört habe! Aber rezensieren möge die Scheibe bitte jemand anders.

Mein Hauptbeitrag ist "Lieben heißt Liebe Entbehren", ein von Christof Stählin eingedeutschtes Renaissancelied von Philip Rosseter (Musik) und Thomas Campion (Text). Die Liebe zum englischen Lautenlied verbindet Christofs und meine Musikerbiographie. Bei unserer ersten Begegnung im Februar 2005 spielten wir einander u.a. Lieder von John Dowland vor, und Christof kommentierte mein "Flow my Tears", so ähnlich habe das auch schon geklungen, als er es 1967 gemeinsam mit dem Tenor Michael Wachsmann beim Chanson-Festival auf Burg Waldeck aufführte. In einem umfangreicheren Booklet wäre sicherlich Platz für diese und andere Hintergrundinformationen (und zwar in lesbarer Schriftgröße) gewesen.
Christof Stählin hat seine deutschen Lautenlieder-Übersetzungen bisher weder gedruckt noch gepresst.

Nebenbei hatte ich das Vergnügen, an zwei weiteren Insel-Beiträgen mitzuwirken:
Den "Kapitän" hat Jörg Sieper in meinem Heimstudio aufgenommen. Es war als Demo für eine Kontrabassistin gedacht, und ich schlug vor, dazu ein wenig Schifferklavier zu spielen. Das Ergebnis klang dann so vorzeigbar, daß Jörg es bei Gitarre und Akkordeon beließ.

Das "Frühlingslied" war Matthias Binners Projekt, der sich einige seiner Brötchen damit verdient, daß er als Pianist und Arrangeur die Schauspielerin Maren Kroymann bei ihrem Chanson-Programm begleitet. Bérangère Palix und Stephan Bienwald sind ein Chanson-Duo, beide – wie auch Binner – aktuelle SAGO-Schüler.

Und nun wollen wir mal sehen, wer am 1. März beim CD-Release-Konzert im Berliner Zebrano-Theater alles dabei sein kann.


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann










Die Chrsitof Stählin-Tribute-Compilation
erscheint am 17. Februar 2013
und kann über die Web-Shops der beteiligten Musiker,
zum Beispiel hier, bei mir, bestellt werden.

Hier gibt es Hörproben (ext. Link zu jpc.de)

Und hier eine vollständige Hörprobe der Aufnahme 
"Das Tiefe"
auf "YouTube"
.


Nachtrag April: Inzwischen ist die Compilation von der Liederbestenliste-Jury zur "CD des Monats April" gewählt worden.

Eine ausführliche Rezension erschien hier, im Online-Magazin
"Ein Achtel Lorbeerblatt"


>> Old News (2004-11)


                                           



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