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Berlin, 22. Januar 2012


Liebe Kenner der kleinen Künste,

das knapp drei Wochen junge Jahr 2012 ist für meine Bühnenaktivitäten vor allem das Jubiläumsjahr eines alten Meisters trivialer bis mystischer Erzählkunst: Karl May. Wäre er nicht vor 100 Jahren gestorben, würde er heuer seinen 170. Geburtstag feiern. 
Und gäbe es eine Tradition, anstelle der runden die "verflixten siebten" Jahre zu feiern, hätten Vivien Zeller und ich ebenfalls ein Jubiläum:
Unser Bühnenprogramm
"Liedern, so deutsch wie der Wilde Westen" gibt es seit 2005!

Seither hat es sich natürlich mit uns verändert: Manche Lieder auf unserer gleichnamigen CD haben wir schon seit Jahren nicht mehr live gesungen, weil wir sie auf der Bühne durch andere ersetzt haben. Auch wird die Stimmung des Abends nicht mehr durch Winnetous Tod getrübt
zugunsten eines ungleich unterhaltsameren literarischen Ereignisses.

Leider klaffen noch ein paar Lücken in unserem Tourplan (dort gekennzeichnet als 
zu vergeben ), die uns hoffentlich noch mit geographisch sinnvollen Anschlussgigs zu füllen gelingen werden. 
Gerne könnt Ihr uns Veranstaltern Eures Vertrauens empfehlen!


Was meine Solo-Karriere 2012 angeht, so kann ich Euch momentan nur Kurzauftritte im Rahmen von Liederwerkstätten anbieten: Am 18. Februar in Frankfurt (Oder) und am 14. Juli in Hohenbüssow (Vorpommern).
Die werde ich nutzen, um Euch meine (dann) aktuellsten Lieder vorzusingen.
Wer nicht kommen, aber hören mag, muss klicken, und zwar hier.

Und wer generell lieber klickt als Konzerte besucht, oder über wenige Klicks Empfehlungen sucht, was für Konzerte in der deutschen Chanson-Szene stattfinden werden, der abonniere doch das neue Online-Magazin für Liedermacher, Chanson, Kleinkunst & Folk, "Ein Achtel Lorbeerblatt".

Hier, in meinen eigenen vier virtuellen Wänden, sollte ich noch auf auf die neue Seite "Ihr Liederabend" hinweisen. Auch wenn Sie keinen eigens für Sie gestalteten Auftritt von mir buchen wollen: Es gibt dort hübsche Fotos!

* * * * * * * * * * * * 


Abschließend noch eine Nachricht, die durch meine zweifache Beteiligung an der Berliner Fête de la Musique nicht zu den ganz privaten zählt; schließlich war dies auch Thema meiner Rundmails und "News":

Im Dezember 2010 musste ich
nach dreijährigem Widerstand der Kernsanierung "meines" Hauses in Prenzlauer Berg weichen. Allerdings mit einer akzeptablen Modernisierungsvereinbarung in der Tasche, und so wie es momentan aussieht, hat sich der Investor an die Vereinbarungen mit allen Mietern des Hauses gehalten. Das heißt: Ich und alle, die es sonst wollen, werden in den nächsten Wochen – und das sind die "News" – in das sanierte Haus zurückziehen und dort zu vorläufig moderaten Mieten wohnen können.
Manche haben übrigens den Widerstand erfolgreich aufrecht erhalten, mussten (laut richterlichem Beschluss) keinerlei Modernisierung akzeptieren und auch nicht ausziehen!
Ich weiß nicht, ob ich mich in einer frisch sanierten Wohnung wohlfühlen werde. Habe aber auch keine Lust, mir in Berlin etwas stilvoll Heruntergekommenes zu suchen.

Ich hoffe, daß davon irgendwann im Haus-Blog "Wir bleiben alle" zu lesen sein wird, der im letzten Jahr leider nicht gepflegt werden konnte.


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann













Finale des Liederwerkstatt-Konzertes am 12. Februar 2011

im Theater des Lachens, Frankfurt (Oder)
mit Michael Günther, Marianne Salz, Matthias Arndt
Pittkunings
(am Mikro), Björn Andresen, Christian Schmiedt
Erwin Köhler, Claudia Wołoszyn und mir.

Dieses Jahr, am 18. Februar, findet das Werkstatt-Konzert

ebenfalls wieder im Theater des Lachens statt

teils mit anderen Künstlern.

Berlin, 27. September 2011


Liebe Kenner der kleinen Künste,

nebenstehend seht Ihr den Text meines aktuellen Liedes "Schon mal", das ich anlässlich der Liederwerkstatt Hohenbüssow fertiggestellt habe. Da ich mich diesen Sommer ganz der Erforschung neuer Medien widmete, habe ich dieses Lied nicht nur in einer Demo-Fassung auf facebook.de und auf soundcloud.com erstveröffentlicht, sondern – und das ist nun wirklich innovativ – auch den Text in QR Code übersetzen lassen; das sind diese neumodischen Strichcodes auf Konsumprodukten, Wahlplakaten, Naturschutzgebiet- und Baudenkmäler-Erläuterungstafeln, etc., die der unschuldige Passant mit seinem Mobiltelefon scannen soll, um über Funk-Internet an Informationen zu gelangen, die man früher gar nicht oder nur sehr kleingedruckt mitgeteilt hätte. Wer für Bahnfahrten hin und wieder Online-Tickets löst, kennt diese Codes schon länger; man darf sie – der Scanbarkeit zuliebe – angeblich nicht knicken, obgleich andere Quellen behaupten, daß sie auch bei 30-prozentiger Zerstörung noch lesbar seien.
Wie dem auch sei: Dies ist also "Schon mal" auf QR. Diese Codes erinnern ein wenig an die 3D-Bilder, auf die man in den 90ern starrte, bis sich – manchmal – dreidimensionale Umrisse herausschälten. In der Tat habe ich beim Dichten meine Worte so gesetzt, daß bei Betrachtung der QR-Darstellung ein adäquates dreidimensionales Bild entsteht. Man vergrößere das Muster auf Monitormaße und suche!

Wem das zu schwierig ist, der versuche sich zunächst an dem kleineren Motiv. 
Wer es einfach nur mit seinem Handy einscannt, der landet auf meiner Musikseite bei facebook und kann das Lied einfach nur hören. Ebensogut aber kann oben rechts der Link zu facebook angeklickt werden.
Oder vergesst den ganzen Quatsch und kommt in eins meiner nächsten Konzerte!
Wenn Ihr damit zu lange wartet, habe ich mich vielleicht schon dazu entschlossen, live gar nicht mehr zu musizieren, sondern nur noch Tafeln mit vergrößerten QR-Codes in die Höhe zu halten, welche die Konzertbesucher mittels ihrer Telefone einscannen, um der Musik im Internet zu lauschen. 
Womit sich auch erübrigen würde, bei Konzertbeginn die Handys abzuschalten.

Und wer diese Idee in die Tat umsetzen möchte: Auf dieser Website kann man einfach, schnell und kostenlos seine eigenen QR-Codes generieren!


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann


PS:
Ich sollte hinzufügen, daß ich mangels technischer Ausstattung (ich lebe ja noch immer ohne Mobiltelefon!) die QR-Codes nicht probe-gescannt habe!

PPS:
Meine progressiveren Kollegen möchte ich dazu anregen, die neue Technik ernsthaft in ihre Bühnenshows zu integrieren: 

Bereitet zu euern Songs Playbacks (z.B. Drum-Machine) vor, ladet den Track bei Soundcloud hoch und lasst den Weblink des Players zum QR-Code umrechnen. Druckt ihn aus, vergrößert ihn auf DIN A3, klebt ihn auf Pappe und fordert irgendeinen eurer (entsprechend ausgestatteten) Konzertbesucher während der Show dazu auf, den Code zu scannen und das Handy lautzustellen. So ertönt euer vorproduziertes Playback aus dem Zuschauerraum, und Ihr singt dazu.
Das Experiment ließe sich erweitern mit mehreren vorproduzierten Playbacks, zweiter und dritter Stimme, die sich zu einem Background-Chor ergänzen.








Berlin, 21. Juni 2011


Liebe Kenner der kleinen Künste,

Sommeranfang ... daß ich nicht lache! Mitte April habe ich dieses Jahr – im Zwickauer Muldetal blühten die Obstbäume – schon meine erste Radwanderung unternommen, einschließlich Zelt-, bzw. Freiluft-Übernachtung. Mein Konzert im Renaissanceschloss Ponitz, auch das ein märchenhafter Ort, verschlug mich in die Gegend, die vor 150 Jahren vom jungen Karl May unsicher gemacht wurde. Seinen Geburtsort besuchte ich 2005; da war mir beim Blick auf die Landkarte bereits klar, daß der Mann bei der Behauptung, mehrfach nach Amerika gereist zu sein, niemals gelogen hat. Diesmal war ich selber dort, in Amerika, und darf verkünden: Die Amerikaner sind besser als ihr Ruf! Nur der sächsische Dialekt ist gewohnheitsbedürftig.

Geschichtsträchtig und magisch ist auch die Burg Waldeck im Hunsrück, vor 100 Jahren Pilgerstätte für Pfadfindergruppen und, dank seiner Internationalen Chansonfeste (Wikipedia-Link) in den 1960ern, die Wiege westdeutscher Liedermacherei. Dokumentiert übrigens hier (YouTube), in einem TV-Bericht von 1966. Ab 1967 machten sich dort die links-intellektuellen Dogmatiker breit und forderten, man möge diskutieren anstatt zu musizieren. Ein Aufruf, den sich Liedermacher und ihre Fans bis in die späten 70er hinein zu Herzen nahmen. Heute ahnen wir, daß beides wichtig ist, aber zu den heutigen Waldeck-Festivals pilgern nicht mehr Tausende, sondern nur noch wenige hundert. Ist ja auch nicht mehr nötig, denn Neuentdeckungen macht man ja heute im Internet.

Zum Eröffnungskonzert waren heuer Christof Stählin (in oben genannter TV-Doku ist er übrigens ab Minute 7'30'' mit seinem damaligen Bühnenpartner Michael Wachsmann zu sehen) und eine Auswahl seiner (ehemaligen) SAGO-Schüler eingeladen. Ich selber durfte Teil dieser Auswahl sein und war somit nicht nur involviert, sondern auch
lampenfiebernder Zeuge eines unfassbar schönen Gemeinschaftskonzertes: Philip Rhaesa spielte zu einigen Liedern Cello, Luise Enzian die Harfe. Mich begleitete Matthias Binner am Klavier, und ich durfte mich bei ihm als Gitarrist revanchieren. Christof Stählin moderierte geistreich und voller Elan.

Ich persönlich würde mich freuen, wenn Konzertbesucher gefilmt hätten und ihre Mitschnitte ins Netz hochladen (oder für eine solche Veröffentlichung zur Verfügung stellen) würden! 

Ich würde sie hier verlinken. Wer sonst noch dabei war, lest Ihr in meinem Konzert-Archiv.

Übrigens liegt die eigentliche Burg(ruine) Waldeck einen waldigen Steilhang unterhalb der Lichtung, auf der das Festival stattfindet. Das war auch schon in den 60ern so. Die Landschaft ist spektakulär und wetteifert mit dem Bühnengeschehen. Wohl ein Grund, warum vor 100 Jahren die Wandervögel Wandern und Singen von vornherein kombinierten.

Sommeranfang heißt in Berlin auch Fête de la Musique, und wenn wir dieses Jahr schon keine eigenes Bühnenprogramm präsentieren, so doch wenigstens einen Video-Querschnitt der Geschehnisse vor einem Jahr.

 



Gefilmt von Lena Aebli (frixos Videoproduktion)
vom ebenfalls gentrifizierungsgefährdeten Zebrano-Theater.


Herzliche Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann



Berlin, 5. April 2011


Liebe Kenner der kleinen Künste,

es ist schon eine Weile her, seit Ihr an dieser Stelle von mir gelesen habt. Konzerte kündige ich ja im Kalender oder per (meist regionaler) Rundmail an, und meine private Mitteilsamkeit im Netz hält sich, wie Ihr wisst, in Grenzen – und so soll es auch bleiben.

Aber nun ist es an der Zeit, auf einige Neuerungen hinzuweisen:

Facebook tritt an die Stelle von MySpace.

Mein MySpace-Profil werde ich in den nächsten Monaten aufgeben. Wahrscheinlich kommt mir der – mittlerweile (Juli) Ex- – Besitzer Rupert Murdoch damit sogar zuvor, denn laut Wikipedia wird der deutsche MySpace-Standort ohnehin geschlossen: Zu wenige Besucher (bzw. Klicks).

Kein Wunder: Ein neues Programmierer-Team verunstaltete das Design und der Musik-Player brauchte plötzlich Ewigkeiten zum Laden. Das Resultat: Kaum einer hat noch Bock auf dieses Forum. Es gibt schon Veranstalter, die verbitten sich den Verweis auf die MySpace-Profile ihrer Bewerber! Das geht dann natürlich gar nicht mehr, schließlich hatte ich das Profil für Bewerbungszwecke angelegt!

Gerade rechtzeitig fand ich heraus, daß man per "BandPage" des Anbieters Rootmusic auf Facebook auch Musik hochladen kann. Das heißt, man lädt sie auf Soundcloud hoch, und von dort aus ist sie über die "BandPage" abrufbar ... 

Das soll einer verstehen! Aus Verzweiflung beschloss ich zunächst, mein MySpace-Profil neu zu gestalten. Ist mir auch halbwegs gelungen. Facebook ist und bleibt für mich ein hochgradiges Ärgernis: Es gibt keinen Kunden-, bzw. Benutzerservice, der einem was erklärt! Zum Beispiel, warum meine BandPage-Seite nicht unter "www.facebook.com/saarmann", sondern nur unter dem Direktlink "http://listn.to/HolgerSaarmann" aufrufbar ist.

Wie dem auch sei: Ich habe mir das neue Profil zum Anlass genommen, neue Musik hochzuladen: Die Lieder "So kam ich zur Musik" (komplett von mir) und "Die Freude (A Felicidade)" (meine Eindeutschung eines Bossa Nova-Klassikers) sind neu. Am 4.11.2010 habe ich sie live in einer Interview-Sendung auf Radio Alex gesungen; leider wurden sie durch einen Kompressor dynamisch plattgemacht. Typisch Amateurfunk!
Professionell dagegen
ebenfalls auf Facebook ist eine kurze (von mir nochmals geschnittene) Interview-Passage aus der Deutschlandfunk-Sendung "Querköpfe" vom 11.8.2010: Sie umrahmt den "Stillen Schlager", der allerdings von CD eingespielt wurde. 

Hinzu kommen noch zwei altbekannte Titel vom Album "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen"

A propos: Dank meines Fans "deranderswer" auf YouTube sind jetzt endlich Mitschnitte unseres freundlichen Hildesheimer Konzertbesuchers Herbert Rahnenführer im Netz veröffentlicht, die Vivien Zeller und mich daran erinnern, daß wir unser "Winnetou-Programm" nun schon seit über fünf Jahren spielen! Natürlich können und wollen wir so kurz vor Karl Mays 100. Todestag nicht damit aufhören: Im Februar 2012 werden wir es sicherlich nicht nur in seiner Geburtsstadt Hohenstein-Ernstthal aufführen! Dazu werden sicherlich noch einige weitere Termine kommen. Zu erwarten sind wohl 2012 jede Menge Karl-May-Jubiläumsprogramme in der Kleinkunstszene, die sich an unserem, dem Original, messen lassen müssen!

Die besagten "Winnetou"-Videos könnt Ihr Euch auch hier auf meiner Webseite anschauen, da ist es gemütlicher als auf Facebook

Übrigens muss man auch nicht mehr MySpace besuchen, um "Meine Friseuse" zu schauen; das geht jetzt ebenfalls hier, in den eigenen virtuellen vier Wänden.

So, wie es aussieht, wird es
dieses Jahr keine hauseigene "Fête de la Musique" geben

Im Dezember musste ich der fortschreitenden Sanierung weichen und mich in ein benachbartes Haus umsetzen lassen. Einige meiner Nachbarn halten dem Druck noch immer stand. Die meisten, von denen ich weiß, haben inzwischen halbwegs akzeptable Modernisierungsvereinbarungen mit dem Investor ausgehandelt und werden sofern die Vereinbarungen eingehalten werden (!) in etwa einem Jahr wieder in ihren angestammten Räumen wohnen. Das gilt auch für mich.

Manchmal frage ich mich allerdings, was wir erreicht haben:
Bestimmte Luxus-Aufwertungs-Maßnahmen, wie Fahrstühle, dürfen uns nicht (oder nur bedingt) anteilig auf künftige Mieten/ Nebenkosten umgelegt werden. Das ist ein Erfolg, der andere Hausgemeinschaften zur Nachahmung anspornen sollte: Kämpft, Leute! Weist den Investoren ihre Grenzen!

Aber wenn wir auch erschwingliche Mieten nach der Sanierung durchgesetzt haben, so hat der neue Eigentümer doch das Recht, sie alle drei Jahre um 20% zu erhöhen und so der "ortsüblichen Vergleichsmiete" anzugleichen. Welche voraussichtlich ebenfalls steigt. Auf seiner Homepage wirbt der Investor damit, daß unsere "denkmalgeschützte Immobilie zahlreiche Geldvorteile" berge: "Besonders Toplagen und qualitativ hochwertige Immobilien sind in den letzten Jahren im Mietpreis stets gestiegen."
Das klingt für Mieter wie blanker Hohn.

Übrigens wurde unsere "Fête de la Musique" 2010 gefilmt doch einem äußerst ungünstig getimten Stromausfall ist es zu verdanken, daß der fast fertige Zusammenschnitt ins digitale Nirvana stürzte. Sonst wäre er hier oder im Blog meiner Hausgemeinschaft sicherlich schon veröffentlicht!

Steigende Miete
bedingt durch Hausbesitzerwechsel hat auch mein Berliner Lieblingstheater, das Zebrano in Friedrichshain, bewogen, seine Schließung im März bekanntzugeben. Dann erfuhr es jedoch in den letzten Wochen so viel Solidarität durch Freunde, Stammkunden und Künstler, daß man kurzerhand neuen Mut fasste: Das Zebrano macht weiter! Allerdings unter finanziell erschwerten Bedingungen, derer man nun durch einen Förderverein Herr werden will.


Herzliche Grüße aus Berlin

sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann











Zu Gast bei Finn Ritters Record Release Konzert,
 am 4.12.2010 im Zimmer 16, Berlin-Pankow.

So ähnlich sah das auch am 20.5.2006 aus, als wir spontan beschlossen, unsere schwach besuchten Konzerte (in benachbarten Häusern!) zusammenzulegen.

Berlin, 10. August 2010


Liebe Kenner der kleinen Künste,

habt Ihr schon von den Plänen der Bundesregierung gehört, die bisherigen TV- und Rundfunkgebühren zugunsten einer pauschalen Pro-Haushalt-Abgabe abzuschaffen? Das Modell stammt vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (das ist der, der gerade im Begriff ist, das Moseltal durch eine neue Autobahnbrücke zu verschandeln) und vom Juristen Paul Kirchhoff (dem CDU-Mann, der befürchtet, daß die Institution Ehe durch amtliche "Homo-Ehen" abgewertet werde).

Der Medien-Widerhall war tendenziell verständnisvoll; in einem Spiegel-Online-Artikel heißt es abschließend: "... Die neue Haushaltsabgabe darf also die aktuellen 17,98 Euro nicht übersteigen".

Anfang Juli quälte ich mich anlässlich des Tanz- und Folkfests bei 38 Grad im Schatten durch die Gassen der schönen, aber übervölkerten Stadt Rudolstadt. Beim Abschlusskonzert hörte ich zu meiner Verwunderung den Moderator Michael Kleff in einer Umbaupause verkünden, die Einführung einer Rundfunk-Abgabe (wie oben beschrieben) sei ja grundsätzlich zu begrüßen, wenn ...

Ich möchte das kommentieren aus der Perspektive eines Freiberuflers, der jenseits der Armutsgrenze lebt, dem es aber (dank niedriger Miete) ohne ALG II bislang zum Leben reichte, der für Radio und einen internetfähigen PC monatlich seine 5,76 Euro zahlt, aber – wie so viele andere aus meiner Generation – auf einen Fernseher verzichtet, weil er Besseres mit seiner Zeit anzufangen weiß:

Nach dem neuen Abgaben-Modell wäre nicht nur die Höhe meines Einkommens irrelevant: Dank des Beschlusses soll ich ab 2013 bis zu 18 Euro im Monat für den Betrieb eines Fernsehers löhnen, den ich gar nicht besitze. Ich profitierte ja – so die Argumentation der Politik – allein von dem Umstand, daß es das Fernsehen gäbe ...

Dem ehrlich-bürgerlichen TV-Konsumenten und dem Gutverdiener mag alles schnuppe sein, was ihn nicht nennenswert mehr kostet als bisher. Aber muss einer wie ich eine solche Abgabe, eine Verdreifachung (!) der bisherigen Gebühr, ebenfalls "begrüßen"? So, wie ich den Krankenkassen-Zusatzbeitrag von 8 Euro zu begrüßen habe?

Michael Kleff fuhr jedoch einschränkend fort:
"... wenn dann in den Programmen auch Folk, Lied und Weltmusik ein Platz eingeräumt wird."

Eine solche Haltung begegnete mir zuletzt 2004 in der Forderung einer Radio-Quote für deutsche Musik: Einige medial erfolglose Liedermacher engagierten sich per Unterschrift dafür – in der Erwartung, im Falle einer solchen Quote würde auch ihre Musik im Radio gesendet. Allein die Erinnerung an die Naivität meiner Kollegen tut noch weh!

Selbst wenn es engagierten und kompetenten Musikjournalisten wie Kleff gelänge, eine Folk-Lied-Weltmusik-Quote in den Medien durchzusetzen, wüsste ich aus meiner Erfahrung der letzten Jahre, daß sie mir beruflich nichts, aber auch gar nichts nützen würde.
Allerdings tut hier mein eigenes mediales Geltungsbedürfnis als Musiker argumentativ überhaupt nichts zur Sache.

Ich möchte mich als freiberuflicher Geringverdiener auch künftig nicht zum Bezug von ALG II zwingen lassen, nur weil die Politik offenbar glaubt, kränkelnde Branchen per Abgaben am Leben erhalten zu müssen.

Warum dann im Sinne der Journalisten nicht noch eine Presse-Abgabe einführen? Der Printmedien-Branche (von der doch jeder, egal ob Zeitungsleser oder nicht, potentiell profitiert) geht es ebenfalls schlecht! 

Oder, liebe Künstlerkollegen, wie wäre es in eigener Sache – mit der Durchsetzung einer Kleinkunst-Abgabe? Schließlich dürfte es jeden Abend weit mehr Kleinkunst-Veranstaltungen in Deutschland geben als Sendungen im öffentlich-rechtlichen Funk & Fernsehen! Höchste Zeit, daß diejenigen zur Kasse gebeten werden, die lieber daheim bleiben anstatt Eintrittskarten zu erwerben!

Absurd? Genau! Die Funkmedien sind – nicht erst seit dem Internet – nur eine von zahllosen Angeboten im Kultur- und Medienpluralismus. Und gerade die wollen ihre gefährdete Vorherrschaft durch Einführung von Abgaben behaupten! 

Und können dies sogar durchsetzen, weil ein  Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder und des ZDF-Verwaltungsrates zufällig der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz ist!

Abgaben sind unsozial! Weder für Politiker noch für Politikjournalisten linker Orientierung schickt es sich, solche zu fordern oder auch nur zu begrüßen!

Ein Journalist wie Kleff, der wohl von seinem Beruf gut leben dürfte, sollte bedenken, daß nicht nur ich, sondern auch manch anderer Folk-Lied-und-Weltmusiker, über den er schreibt, Schwierigkeiten haben dürfte, die von ihm befürwortete monatliche Abgabe zu leisten!

Und in der Tat versicherte er mir dann auch, er habe mit seinem kurzen Plädoyer eher an eine solidarische Beteiligung in Form einer sozial gestaffelte Steuer gedacht.
Beck und Kirchhoff haben das nicht.



* * * * * 



Wer mir bis hierher gefolgt ist, wird jetzt mit zwei
NEU!-en Liedtexten belohnt, deren Fertigstellung durch zwei Liedermacher-Treffen motiviert wurde: 

"So kam ich zur Musik" ist ein vollständig eigenes Lied, das ich künftig in mein Programm "So küsste mich meine Friseuse" mit einbauen werde.

"Solveigs Lied" ist eine freie Neuübersetzung des Liedes von Grieg und Ibsen, die zumindest mir viel Spaß macht zu singen.

Das eine Treffen, die Sommerwerkstatt Lied in Hohenbüssow, ist rechts mit zwei Fotos dokumentiert. Das andere war SagoGrande, ein leider viel zu kurzes Treffen alter und neuer Sago-Schüler und ihrem Meister Christof Stählin im thüringschen Wasungen. Vielleicht gibt's irgendwann auch davon noch ein Foto.


Herzliche Grüße aus Berlin

sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann

























































Impressionen vom Werkstatt-Konzert am 17. Juni 2010

im ProVie-Theater Hohenbüssow (Vorpommern)





Finale: Philipp Ohl-Tschech, Johanna Moll, Claudia Woloszyn, Qia Cado (Mandoline), Jörn Hühnerbein und ich (Glockenspiel) begleiten Qia bei ihrem Lied "Dreaming Girl".

(Fotos: Beate Ollermann)


Berlin, 25. Juni 2010


Liebe Kenner der kleinen Künste,

jetzt kann ich's ja offen bekennen:

Trotz aller positiven Erfahrungen unserer Innenhof- Fête de la Musique 2009 gab es in den letzten Wochen, ja eigentlich seit März, immer wieder Momente, wo ich nicht mehr daran glaubte, daß wir die Fête nochmals stemmen können: Engagierte Mieter sind inzwischen ausgezogen, der Innenhof ist eine einzige Baustelle und der Gehweg vorm Haus sollte es eigentlich auch schon sein; mental waren wir bereits darauf eingestellt, die Bühne auf die andere Straßenseite zu stellen (wo aber ebenfalls eine Baustelle drohte). Dann, am Montag Vormittag, noch eine Hiobsbotschaft: Der Verwalter vom "Technikpool Eliashof" teilte uns verlegen mit, die uns zugesicherten Bühnenpaletten seien nicht im Lager. Wider Erwarten fand sich aber Ersatz, so daß als Probleme schließlich nur noch schwächelnde Sicherungen und ein defektes Lautsprecherkabel blieben, was leider zu Verzögerungen bei der Offenen Bühne führte.

Dagegen war das Schreiben der Hausverwaltung, das uns wenige Tage zuvor das Feiern im Innenhof (!) verbat und uns, bzw. mich aufforderte, sämtliche Ankündigungen auf Blog und Website zu entfernen, eine Lachnummer: 
Nirgends war ein Hoffest angekündigt! Allein die Erwähnung der Hof-Fête vom Vorjahr ließ den Eigentümer befürchten, daß wir dieses Jahr im völlig aufgebaggerten Innenhof eine Bühne samt Zuschauerreihen errichten würden. Ein absurder Gedanke, bei dem sich auch die beiden netten Mitarbeiter der speziell engagierten Baustellenüberwachungsfirma an den Kopf gelangt haben dürften. Dann aber durften sie sich über unser Bühnenprogramm freuen:

Jehanne Boka war kurzfristig bereit, mit ihren teils keltisch, teils blues-geprägten Songs die Bühne zu eröffnen, während ich mich noch als Mischtechniker und Moderator übte. Noch ahnte man nur, welche Massen gegen Ende des Abends die Straße belagern würden. Christian Schmiedt übernahm und brachte zu flockigen Grooves Querverweise zwischen romantischen Motiven und Gegenwart. 

Kindgerechte mitsingtaugliche Liederlyrik gab es von Matthias Arndt und seinen Begleitern Julia (Stimme) und Detlev Henke (Percussion): Weniger seine akademische geprägten Themen ("Professor Tarantella") als vielmehr die herzerfrischende Trio-Besetzung sprach auch Kinder jenseits der 30 an. Der swingenden Auftritt des Blasorchesters Zehlendorf auf der Straßenseite gegenüber ließ sanierte und unsanierte Fassaden bröckeln. 

Das Duo Schwarz un Schmitz bot großes, teils groteskes deutsches Chanson und schien vokal (Meike Schmitz) und pianistisch (David Schwarz) allzeit bereit zum Abtauchen in die blauesten Tiefen des Jazz. Neben einem mitgeführten Aldi-Keyboard kam nun endlich auch mein E-Piano zum Einsatz. Spätestens jetzt ließ sich die Veranstaltung auch quantitativ als Publikumserfolg bezeichnen.
Neben der Schwerstarbeit am Mischpult hatte ich für meinen Auftritt mit Vivien Zeller eine spontane Auswahl von "Liedern, so deutsch wie der Wilde Westen" in eine öffentlich vermittelbare Reihenfolge zu bringen. Geprobt hatten wir zuletzt im Januar: Würde man sich nicht hin und wieder selber eine Bühne bauen, käme man mit diesem Repertoire gar nicht mehr an die Öffentlichkeit!
Ganz anders Danny Dziuk (ohne seine Küche), der mit jedem Lebensjahrzehnt nicht nur besser, sondern auch bekannter zu werden scheint: Lyrische Satire zu atmosphärischen Gitarrenklängen aus dem Fender-Verstärker, dazwischen Klavier-Arrangements mit überraschenden Bach'schen Kontrapunkt-Tupfern, so als säße Nina Simone am Klavier. Stattdessen enterte Dota, die Kleingeldprinzessin (ohne ihre Stadtpiraten) die Bühne und rockte, bis gegen halb elf die Polizei kam – "als gäb's kein Morgen".
Wir hätten gern noch mehr gehört!

Von jedem Lob für die tolle Programmzusammenstellung schneide ich mir jeweils eine dünne Scheibe ab und reiche den Rest an die eingeladenen Künstler weiter: Danke an alle, die sich auf dieses Abenteuer eingelassen haben!

Ich hoffe, daß ich hier in den nächsten Tagen noch einige Fotos präsentieren kann.

* * * * * 


Den Wettbewerb des Liederfestivals Geretsried hat – laut Publikumsentscheid – das Oldenburger Duo Spieltrieb gewonnen. Johanna Moll (Erlangen) belegte den zweiten, Martin Sommerhoff (Gießen) den dritten Platz. Ich wurde auf Rang vier gewählt, der Schongauer Kollege Gerhard Peter auf Rang fünf. Nette, gut besuchte Veranstaltung eines engagierten Organisationsteams, das auch ein offenes Ohr für zahlreiche Anregungen der angereisten Künstler hatte. Mich persönlich störte das Missverhältnis zwischen langer Anreise und kurzem Auftritt. Zudem erfuhren wir eingeladenen Künstler erst vier Wochen zuvor von unserer Nominierung (übrigens aus über 60 Bewerbungen), viel zu spät, um uns eventuell Anschlussgigs in (oder auf dem Weg nach) Bayern zu organisieren. Und daß man aus insgesamt 2100 Euro Preisgeld auch fünfmal 420 Euro Gage – für fünf abendfüllende Konzerte – machen könnte, erwähnte ich ja bereits.

Auf alle Fälle zeigt auch das Beispiel Geretsried, daß das Publikumsinteresse am Genre "Lied" letztlich eine Frage guter Werbung, konsequenter Pressearbeit und leidenschaftlicher Organisation ist. Danke nochmals an allen Beteiligten!


Herzliche Grüße aus Berlin

sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann










Das Duo Schwarz un Schmitz auf unserer hauseigenen 

Fête de la Musique am 21. Juni 2010






Lieder, bis die Bullen kommen:

Dota, die Kleingeldprinzessin beschließt das Programm.

Auf der Straße vorm Haus hat sich eine Menschentraube gebildet.



Berlin, 5. Juni 2010


Liebe Kenner der kleinen Künste,

eigentlich wollte ich mich schon in die Sommerferien verdrücken, da kommt mir eine Einladung zum Liedermacherfestival am 18. Juni in Geretsried (Bayern) dazwischen, ein Wettbewerb. Seit geraumer Zeit frage ich mich (und übrigens auch die Veranstalter), weshalb man eine Preisgeld-Gesamtsumme von über 2000 Euro nicht zu gleichen Teilen an alle eingeladenen Künstler (bzw. Acts) auszahlt: In Geretsried ergäbe das für jeden eine Gage von über 400 Euro. Ein Betrag, für den ich mit Freuden ein ganzes Konzert spielen würde, sofern mir durch Bahnfahrt und Übernachtung keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Wer mir dennoch in Geretsried zu einem der höher dotierten Preise verhelfen mag, kann das tun, denn allein das Publikum entscheidet per Wahlzettel darüber, in welcher Reihenfolge die fünf Künstler auf dem fünfstufigen Siegertreppchen verteilt werden.

 * * * 


Anschließend muss ich schnell zurück nach Berlin, denn dort, im Prenzlauer Berg, veranstaltet meine Hausgemeinschaft am 21. Juni wieder ein Konzert im Rahmen der 

Fête de la Musique.


Wer dabei war, erinnert sich:

Letztes Jahr begann der Sommer an einem Sonntag.
Wir, die Bewohner des Hauses Senefelderstraße 30 feierten unter dem Motto "Wir bleiben alle!" unsere Hoffnung, der Gentrifizierung zu widerstehen mit musikalischer Unterstützung zahlreicher erlesener Gäste. Niemand hatte unseren Innenhof je zuvor so gemütlich und so gesellig erlebt. Bis heute schwärmt man in unserem Haus und in der Nachbarschaft von diesem Hoffest. Als im Februar die Frage aufkam, ob man das nicht wiederholen wolle, stimmten alle mit Begeisterung zu.

 


Noch immer leben dreizehn Parteien im Haus, doch inzwischen haben die Bauarbeiten begonnen. Unser Hof, wo wir 2009 die "Fête" feierten, ist eine riesige Baugrube (siehe Bild rechts). Nichts gegen die Fundamentsanierung; sie mag ebenso notwendig sein wie die Reparatur des Dachstuhls oder die Erneuerung der Leitungen. Aber wer mit ansieht, wie in verwaisten Wohnungen, die von ehemaligen Mietern liebevoll renoviert wurden, die schönsten Holzfußböden herausgerissen werden, der ahnt, was vom Konzept Kernsanierung und Umwandlungsmodernisierung (= Umwandlung in Eigentumswohnungen) zu halten ist.

Die Pläne des Investors, unsere Kaltmieten nach der Sanierung (durch Umlage der Modernisierungskosten) zu verdreifachen, wurden zwar vom Bezirksamt vereitelt, aber auch eine Verdopplung der Miete (= Anpassung an den Mietspiegel) empfinden wir als Zumutung, zumal sie alle drei Jahre um 20% erhöht werden darf.

Auf seiner Homepage wirbt der Investor damit, daß unsere "denkmalgeschützte Immobilie zahlreiche Geldvorteile" berge: "Besonders Toplagen und qualitativ hochwertige Immobilien sind in den letzten Jahren im Mietpreis stets gestiegen."
Na toll!

Der Investor bietet dem Erwerber sogar "eine durch Bankbürgschaft abgesicherte Mietgarantie" und garantiert so eine Quadratmeter-Miete von 6 Euro. (Mietspiegel: 4,85 Euro!)

Was auch immer in der nächsten Zeit passiert: Es wird ein spannender Sommer!

Leider beginnt er dieses Jahr – zum Feiern etwas ungünstig an einem Montag, und so wird unsere FÊTE erst um 17 Uhr beginnen.

Auch diesmal haben mir hochkarätige Kollegen ihren Beitrag versprochen:
Matthias Arndt mit einem Kinderprogramm, das Blasorchester Zehlendorf, das Chanson-Duo Schwarz un Schmitz, und mit Danny Dziuk und Dota, der Kleingeldprinzessin dürfen wir sogar zwei echte Independent-Stars begrüßen!

Ich selber werde dieses Jahr gemeinsam mit Vivien Zeller (Geige) einige "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen" aufführen.


Das Programm wird vermutlich noch mehrfach verändert; den aktuellen Stand entnehmt Ihr bitte unserem Blog. Schaut auch am 21.6. noch mal rein, damit Ihr eure(n) Lieblingskünstler nicht versäumt, weil er eventuell vorverlegt wurde!

 * * * 


Nun werdet Ihr sicherlich noch wissen wollen, was denn aus dem Liederabend
"Politisch Lied ... garstig Lied?"
geworden ist, den ich im April angekündigte.

Nun, er war ein Erfolg in jeder Hinsicht:

Mit meiner Nürnberger Kollegin Ute Rüppel (in den 90ern Kopf und Stimme des Projektes Shalom-Musik) verbrachte ich eine intensive Probenzeit von zwei Wochen, zwischendurch aber auch einige erholsame Tage in meiner ehemaligen Wahlheimat Bamberg.

Zur Premiere im "Fenster zur Stadt" (einem vorbildlichen sozialen Projekt der Nürnberger Stadtkirche) reisten Gäste aus einem Umkreis von hundert Kilometern an und erfreuten sich sichtlich an dem bunten Repertoire und unserer fast pannenfreien Darbietung. 

Über die politische Botschaft und die Frage, wen sie erreichen will und kann, werden Ute und ich wohl weiter grübeln, aber mit der Auswahl der Lieder und Texte fühlen wir uns recht wohl. Zudem laden die Arrangements, wie wir meinen, zur Neuentdeckung einiger (weniger) oller Kamellen ein, unsagbar bereichert durch Utes Akkordeonspiel (und ihren Mut, sich mit diesem Instrument ihrer Kindheit auf die Bühne zu wagen).

Einzig die politische Gegenwart könnte sich beklagen, daß sie zu kurz kommt und daß ihr der Liedermacher Holger Saarmann kein eigenes Lied gewidmet hat. Aber der singt eben lieber zu (ausgewählten) politischen Anlässen als über sie.

An Aktualität mag es also gemangelt haben, an Überraschungen nicht: Höhepunkt der Premiere war
– unterstützt von Utes Chor, den Window Singers der "Gefangenenchor" aus Verdis Oper "Nabucco". Ein Programmpunkt, der tags drauf – beim Auftritt in der Paul-Gerhard-Kirche in Aichach – leider entfallen musste.


Herzliche Grüße aus Berlin

sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann





Wer am 21. Juni 2009 dabei war, erinnert sich:
Die Liederbühne zur Fête de la Musique

in einem Prenzlberger Innenhof vor der Sanierung:



Unser Publikum zu fortgeschrittener Stunde.


So sieht der Hof heute (Juni 2010) aus:



Wir werden einen Ausweichort finden, damit es so gemütlich wie im letzten Jahr wird!


 



Berlin, 5. April 2010


Liebe Kenner der kleinen Künste,

erinnert sich von meinen Lesern und Hörern noch jemand an Shalom-Musik?
Ein jiddischer Lieder-Projekt der Nürnberger Sängerin Ute Rüppel, mit dem Mitte der 90er meine hügelige Karriere als Musiker begann. Bis dahin hatte ich fast ausschließlich als (Amateur-)Schauspieler auf der Bühne gestanden.

Beinahe 12 Jahre sind vergangen, seit der letzte Schlussakkord der Shalom Musik verklungen ist, und da hat es einen besonderen Reiz, wieder gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten, zwei Temperamente, die man vereinfachend als impulsiv und als abwägend bezeichnen könnte, in Einklang zu bringen, beziehungsweise zu harmonisieren.

Die Harmonisierung im engeren, musikalischen Sinne wird diesmal nicht allein meine Aufgabe als Gitarrist sein, da sich Ute inzwischen auf das Lieblingsinstrument ihrer Kindheit zurückbesonnen hat. Eine ebenso entspannte wie inspirierend-ergiebige Probenwoche liegt hinter uns, deren Ergebnisse uns so vorzeigbar anmuten, daß wir sie in wenigen Tagen unter dem Titel

POLITISCH LIED ... GARSTIG LIED ?


präsentieren werden,

und zwar am 

15.4. im Fenster zur Stadt, Nürnberg

und am 

16.4. in der Paul-Gerhard-Kirche, Aichach

Details wie immer im Konzertkalender.

"Ein politisch Lied! Ein garstig Lied!" ... 
Gilt dieses geflügelte Wort, das Goethe nicht ohne Ironie aus Auerbachs Keller ertönen lässt, noch heute, in post-ideologischen Zeiten? Oder gerade heute wieder?

Ute Rüppel und ich haben ausgiebig darüber gestritten, welche politischen Lieder aus vier Jahrhunderten wohl heute noch auf der Bühne zu überzeugen vermögen, und wenn ja, wen und wovon? Sind soziale Mißstände so einfach zu beseitigen wie es Metrum und Reim der Parolen vermitteln?

Sei es Revolution, Arbeiterbewegung oder Ghetto-Aufstand, Partisanen- oder Arbeitslager, Oper oder Kabarett: Abseits vom Pathos der Barrikaden versammelt dieser Abend rebellische, anklagende und satirische Lieder, die gerade auch durch ihre historische Distanz ermutigen können, die sozialen Tücken der Gegenwart nicht widerstandslos hinzunehmen.


Herzliche Grüße aus Franken

sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann











Duo-Revival 12 Jahre nach "Shalom Musik":

Proben mit Ute Rüppel für politische, garstige Lieder 

Ende März 2010






Berlin, 1. März 2010


Liebe Kenner der kleinen Künste,

Neuigkeiten im Halbjahres-Rhythmus genügen, wie ich finde, vollauf!
Nichts gegen Künstler, die jedes Jahr ein neues Album mit Protestliedern gegen die Schnelllebigkeit unserer Zeit veröffentlichen, aber ich selber werde erst dann eine
neue CD produzieren, wenn die aktuelle verkauft ist.

Damit mir die Zeit nicht lang wird, unterrichte ich Gitarre, arbeite als Musikpädagoge im Klingenden Museum und gehe gelegentlich auf Konzert-Tour. Was natürlich geplant sein will; eine ziemlich mühevolle Arbeit: Ständig mit Kleinkunst-Veranstaltern zu telefonieren, die ihrem schwindenden Publikum außer Comedy bestenfalls noch Kreisler-Coverprogramme zu präsentieren wagen. Also, abwesendes Publikum, letztlich bist Du an allem schuld! Wo ist Deine Neugierde, wo Dein Pioniergeist? Wann hast Du das letzte Mal empfunden: "Wow, heute abend hat sich das Ausgehen gelohnt: Da hab' ich jemand ganz Neues entdeckt, einen, den man nirgends im Fernsehen sieht!" ... 
Schon lange her, nicht wahr? Jahre, bevor man entschuldigend auf die Wirtschaftskrise verweisen konnte.
Nicht, daß es mir an Verständnis mangelt: Als freiberuflicher Künstler habe auch ich kein Geld für Kultur übrig und besuche nur Veranstaltungen, bei denen ich selber mitwirke. So kann ich allen Opfern der überstandenen, sowie der kommenden Finanzkrise(n) mit aufrichtiger Sympathie begegnen: Kopf hoch! Finanzkrise kenn' ich seit Jahren! Stirbste nicht dran! Außer du hilfst nach, so wie vor einigen Monaten dieser Wirtschaftspromi, weil er von seinen drei Millionen eine im Banken-Crash verloren hat.
Aber ich will mich nicht in die Angelegenheiten der Kabarettisten mischen.

Ich will nichts weiter als meine Lieder über die Alltäglichkeiten der Welt singen
– einer Welt, die manchmal frappierend an die wirkliche erinnert! 
Darum freue ich mich, nach Monaten wieder einmal zwei kurz bevorstehende Auftritte in Berlin ankündigen zu dürfen:
Zunächst a
m 5. März im Literaturcafé des Periplaneta-Verlages, übrigens auch einer der wenigen Orte in der Realwelt, wo man meine CD erwerben kann, wenn ich mal nicht erreichbar bin.

Und nachdem ich vor einem Jahr die Petition für ein bedingungsloses Grundeinkommen bewerben half, darf ich am 11. März ein wenig mehr zur Durchsetzung dieser schönen Utopie beitragen: Da findet nämlich in Neukölln eine BGE-Party statt, die ich musikalisch umrahmen werde.
Details wie immer im Konzertkalender.


Erinnert sich von meinen Lesern und Hörern noch jemand an Shalom-Musik?
Ein jiddischer Lieder-Projekt der Nürnberger Sängerin Ute Rüppel, mit dem Mitte der 90er meine
hügelige Karriere als Musiker begann.
Nun hat mich meine Bühnenpartnerin von einst gefragt, ob ich Lust auf einen
gemeinsamen Abend mit politischen Liedern hätte: Revolutions- und Partisanenlieder, Spottlieder gegen die Obrigkeit, sowie
aus jüngerer Vergangenheit Mutmachendes und Scharfzüngiges gegen die soziale Kälte.
Nach Sichtung der ersten Liedauswahl war für mich klar, daß dies ein schwieriges Projekt sein würde: Der Kämpfer-Pathos und die agitatorischen Parolen vieler 68er Lieder hat zwar auf Schallplatte durchaus seinen Charme und seinen historischen Stellenwert, reibt sich aber spürbar an meinem eigenen lyrischen Empfinden: Ich selber habe überhaupt nicht den Anspruch zu singen, was mein Publikum denkt, den Applaus also für den Konsens anstatt für die Kunst zu erhalten. Bei den ehrenwerten Vertretern der alten Barden-Garde meine ich diesen Anspruch hinter jeder Zeile herauszuhören.
Leichter fällt mir der singende Zugang zu den demokratischen Liedern früherer Jahrhunderte
vielleicht wegen der zeitlichen Distanz.

"Politisch Lied, garstig Lied?" wird jedenfalls der Liederabend heißen, und alle Welt, einschließlich unserer selbst, darf gespannt sein, was wir am 15. April in Nürnberg unter diesem Titel präsentieren werden!


Herzliche Grüße aus Berlin

sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann






"Kleiner Buddha", Berlin-Neukölln, 11. März 2010:


Angekündigt als "BGE-Party", wird hier in kleinem Kreis über das Bedingungslose Grundeinkommen diskutiert,

eine Utopie, die ich gern mit einigen Liedern unterstütze!

Nicht im Bild: Die Piratenpartei, die separat dasselbe Thema diskutiert.



"Jockel will nicht Hafer schneiden" ... aber wer schneidet nach Einführung des BGEs den Hafer?

Auch kritische Einwände werden erörtert.

Fotos: Christian Förster


Mehr Infos zum Thema gibt es beispielsweise auf 

Götz Werners Webseite "Unternimm die Zukunft"



 



Berlin, 15. Oktober 2009


Liebe Kenner der kleinen Künste,

ab heute gibt es auf diesen Seiten eine wichtige NEU!-erung:

Wer den Hörproben lauschen will und zu diesem Zweck ein "" anklickt, wird umgeleitet zur Internet-Radio-Jukebox last FM.

Der Grund ist, daß spätestens seit Erscheinen meiner neuen CD der sogenannte Download- Traffic immer wieder die Grenze des (in dieser Preiskategorie) Erlaubten sprengt und mir Extrakosten zu verursachen droht. Was nicht sein muss, denn die Lieder liegen ohnehin, sogar nach Alben sortiert, auf meinem last FM-Profil. Manche sogar in ganzer Länge, wie auch auf MySpace. Im Prinzip kann man auf last FM jedes meiner Lieder in voller Länge hören, wenn man nur lang genug dranbleibt und dabei dem Programmgenerator seine stilistischen Vorlieben klarmacht. Wie gesagt: Eine Mischung aus Jukebox und Radio.
Es wird automatisch mitgezählt, wie oft jeder Titel angeblich in irgendwessen Programm gesendet wird. Neu eingestellte Titel haben es demnach äußerst schwer, vom Generator wahrgenommen zu werden. Mit diesem Ärgernis sollen die Musiker oder Labels vermutlich dazu gebracht werden, "Power Play" zu kaufen, 12 Euro für angeblich 100 Extra-Einsätze so funktioniert ja auch das Prinzip der käuflichen "Heavy Rotation" im öffentlich-rechtlichen und im privaten Rundfunk. (last FM wurde übrigens 2007 vom Medienkonzern CBS aufgekauft.)

A propos:
Habt Ihr die Lieder meines neuen Albums eigentlich schon im (herkömmlichen) Radio gehört?
Habt Ihr die Rezensionen in Feuilletons und Fachmagazinen entdeckt?

Nein?
Ich auch nicht.

Wisst Ihr, woran das liegt?
Weil Euch solche Musik nicht interessiert.
So zumindest glaubt man in den Redaktionen zu wissen.
Falscher Groove, falscher Sound, falsche Sprache:
Nicht mehrheitsfähig!

Es mag eine neue Singer-Songwriter-Bewegung geben, aber in den hiesigen Medien hat man beschlossen, daß sie auf Englisch zu sein hat. (Deutsche Lieder im deutschen Rundfunk stören die Wirkung der Wortbeiträge!) Und die winzige Fraktion der Förderer des deutschsprachigen Liedes ("Liederbestenliste") will offenbar klare (tages)politische Bekenntnisse. Wer diese, wie ich, zwischen den Zeilen versteckt, ist als Künstler irrelevant. In unserem Land gilt derjenige als politisch, der die lautesten Parolen ruft.
Klar: Humor hat ja auch derjenige, der die lustigsten Witze erzählt.
Aber so weit kommt's noch, daß ich Euch, meine lieben Hörer und Leser, auf den Sound meiner Zwischentöne aufmerksam machen muss!

Fakt ist: Die Medien boykottieren meine Musik:
Lieder, über die Menschen wie Ihr mir sagen, die sollte eigentlich jeder kennen.

Vielleicht bringt es was, wenn die eine oder der andere ein wenig nachhilft: Wozu gibt es Wunschkonzerte? 
Doch halt: WunschKONZERTE gibt es nur in der Schweiz und Österreich! Googelt man nach Wunschkonzerten im deutschen Rundfunk, so findet man nur Notizen zu einer populären Radiosendung der Nazi-Zeit. Offenbar ist der Begriff bei uns noch immer tabu
und rechtsextrem, wer ihn benutzt ...
Politisch korrekt ist "Hörerwünsche" und "Wunschsendung".
Leider gibt es sie fast nur noch im Schlager- und im Klassikprogramm.

Alle öffentlich-rechtlichen
Rundfunkstationen haben aber meine CD in ihrem Archiv oder können sie ebenso wie freie Journalisten über die Internet-Plattform MPN abrufen.


Noch besser ist natürlich, meine CD im eigenen Archiv zu haben!
Das sage ich ganz ohne Blick auf das Fest der Liebe, denn wer hat in dieser wirtschaftlich gebeutelten Zeit noch Geld für Weihnachtsgeschenke?

Herzliche Grüße aus Berlin

sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann






Berlin, 23. Juni 2009


Liebe Kenner der kleinen Künste,

manch einer hat schon nicht mehr daran geglaubt.

Andere glaubten noch nicht daran, denn ein neues Saarmann-Album, keine zwei Jahre nach dem letzten, das hat's ja noch nie gegeben!

Eine dritte Fraktion glaubte bereits vor zwei Jahren, daß meine damaligen Demo-Aufnahmen gut genug für eine offizielle CD seien.

Ich glaube, sie alle irrten sich.

Aber das ist jetzt egal, denn jetzt gibt es – als Pre-Release – das, wofür auf diesen Seiten schon seit Monaten geworben wird: Meine neue CD

"So küsste mich meine Friseuse"


Sie könnte auch schlicht "Holger Saarmann" heißen, denn zum ersten Mal veröffentliche ich hier ausschließlich meine eigenen Lieder. Während man in früheren Alben inmitten der Volkslieder mühsam nach Saarmann-Texten und -Kompositionen suchen musste, ist es hier umgekehrt: Eine einzige alte Melodie, ein amerikanisches Eisenbahnlied, habe ich mir für mein Gleisbesetzerlied geborgt, der Rest ist komplett selbsterdacht.

Manches davon kennt Ihr vielleicht schon von früheren CDs, teils aus eigener Brennerei, aber hier klingt alles anders. Hier kommt nämlich auch der Saarmann zum Zuge, der bereits in den Mitt-90ern, noch ganz ohne eigene Lieder, Gefallen am musikalischen Arrangieren jiddischer Lieder fand: Gesang zu Gitarre, Akkordeon und Geige. Diese Klangfarben bereichern im neuen Album nun meine eigenen Lieder:

Reinhild Kuhn (meine Duo-Partnerin bei "Songs an einem Sommerabend") spielt Akkordeon und ebenso wie Jan Gaensslen Klavier. 

Vivien Zeller ergänzt, wie schon in den "Liedern, so deutsch wie der Wilde Westen", die Geige.

Budi rundet das Ganze mit sensibler Perkussion und warmem Kontrabass ab. 

Und hier und da habe ich eigenhändig Instrumente und kleine Überraschungen hinzugefügt. Basteleien, die hoffentlich deutlich machen: 

CD und Konzert müssen und sollen nicht dasselbe sein.

Trotz des Aufgebots an Musikern muss aber niemand um die Eigenart meiner zarten Lieder fürchten. Zumal die Briefballade und der Bahnsteig gegenüber jeweils auch in ihrem originalen Solo-Arrangement zu hören sind. So, wie es die Ode ans Diesseits bereits 2001 auf "Hüt dich, schöns Blümelein!" war: Damals habe ich sie gesungen, heute zelebrieren wir sie; Lieder haben nun mal ihr Eigenleben.

Industriell veröffentlicht wurde außer der Ode bisher nur eine frühe Fassung von Meiner Friseuse auf dem Sampler "Songs an einem Sommerabend" (pläne 2007). Zwei der Lieder gab es bisher wirklich nur live zu hören: Der Gast und Treppen.

Querschnitt-Hörproben findet Ihr bei MySpace.

Die Mitwirkung der folgenden Musiker empfinde ich als große Auszeichnung:

Reinhild Kuhn, seit Jahren ein bekannter Name in der Berliner Varieté-Szene: Als klassische Pianistin, Akkordeonistin und Liedkomponistin begleitete sie sich und andere Chanson-Interpreten, ehe sie sich zusätzlich als Kuhn-Li eine zweite Bühnen-Identität schuf.

Vivien Zeller ist in der progressiven deutschen Folk-Szene als Geigerin der Gruppen Malbrook und Kwart bekannt, engagiert und beliebt.

Jan Gaensslen, als Liederpoet und als Pianist mit breitem improvisatorischen Spektrum, musiziert u.a. als eine Hälfte des legendären Duos Die zwei verrückten Stühle.

Budi ist Bassist und Trommler des progressiven Folk- & Country-Duos K.C. McKanzie.

Doch zum Geschäftlichen:

Die CD kann ab sofort bestellt werden ... und wird auch schon fleißig bestellt!

Sie kostet in meinem Online-Shop 13 Euro.

Teurer oder billiger wird sie nicht, aber für Bestellungen, die bis zum 5. Juli '09 eintreffen, berechne ich keine Versandkosten! Auch nicht, wenn weitere CDs hinzubestellt werden.

Wer bis dahin bei einer leibhaftigen Begegnung mit mir eine "Friseuse"-CD erwirbt, erhält 2 Euro Rabatt.

Soweit der inoffizielle Teil.

Offiziell erscheint die CD erst ab dem 1. September.
Die Musikjournalisten der Republik haben nämlich, wie es heißt, kein Interesse, nach dem Sommerloch eine Scheibe zu rezensieren, die bereits im Juni erschienen ist.
Allerdings hat mich diese CD-Produktion über 4000 Euro gekostet: Eine klaffende Wunde auf meinem Konto. Journalisten dürften klug genug sein zu begreifen, daß ich keine zwei Monate mit dem Verkauf warten kann.
Darum also jetzt "Pre-Release" und am 1.9. die offizielle Veröffentlichung.
Auch ein Release-Konzert wird es vorher nicht geben; mal schauen, wieviele der Musiker ich dafür gewinnen kann!

Ich freue mich über Eure und Ihre Bestellungen!

Herzliche Grüße aus Berlin

sendet Euch und Ihnen

Holger Saarmann










Vor dem Kuss:
Ein Haarschnitt, der Chansongeschichte schreibt!
Fotografiert von Linde Rohde bei Haarschmidt, Bremen.
Die Identität der Friseuse wird im CD-Booklet gelüftet.







 



Berlin, 22. Juni 2009


Liebe Kenner der kleinen Künste,

das Open-Air, das unsere Hausgemeinschaft zur Fête de la Musique veranstaltet hat, war sehr erfolgreich und vor allem ein schöner Tag! Es fand im Innenhof der Senefelder Straße 30 statt.

Auf einer 3x2 Meter großen Bühne (errichtet dort, wo der Hauseigentümer im Februar Bäume fällen ließ), unter einem 6x8 Meter großen Regendach (und abseits desselben) bot sich einem sommersonntagsgelaunten Publikum von 13 bis 22.30 Uhr ein ebenso anspruchsvolles wie abwechslungsreiches Musikprogramm, das nicht mehr allzu viel mit den Ankündigungen auf gedruckten Flyern zu tun hatte. Auch hatten wir uns zu diesem Fest erst entschieden, nachdem der Redaktionsschluss des offiziellen Fête-Programms schon verstrichen war.

Schwerpunkt unseres Bühnenprogramms war das Genre "deutsches Chanson" leicht erklärlich, da die meisten Musiker auf meine Einladung hin gekommen waren. Organisation und Technik rund um das unmittelbare Bühnengeschehen lag ebenso in meinen Händen wie seine Moderation. Was ohne die Nachbarn und die Focacceria, die sich um die äußeren Rahmenbedingungen kümmerten, nicht möglich gewesen wäre.

So war es eine ansprechende Herausforderung und eine schöne Erfahrung. Das insgeheim befürchtete Chaos (allein was die Einhaltung des Zeitplans anging) blieb aus.

Auch an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle künstlerisch Beteiligten!

Das Blasorchester Zehlendorf eröffnete die Feier im Big-Band-(ohne-Blechbläser)-Sound. 

Die Friedrichshainer Barden MütterStärkenFreundSeligkeiten und Cosmic vereinbarten politisches Engagement mit eigenen Vertonungen des Lyrikers Friedrich Rückert. 

Melanie Newton und Monta Klavina schufen mit virtuosen klassischen Beiträgen auf Querflöte und Violine große atmosphärische Dichte.

Klavierkabarett mit großartiger lyrischer Artistik boten Tom van Hasselt und Martin Betz.

Das legendäre Duo Die zwei verrückten Stühle, heute besser bekannt als Jan Gaensslen & Jörg Sieper und der noch legendärere Christof Stählin boten sensibles lyrisches Chanson. Satirischere Saiten brachten die beiden Urberliner Lutz Keller und Hornberger zum Klingen.

Originelle Coversongs für Jung und Alt sang Rock-Gitarrist RedCurlyHead mit seinem Trio.

Irisches Flair verbreiteten Clover, die ebenfalls in Trio-Besetzung auftraten.
Zwischen Trio und Quartett changierend überzeugten die Lautmaler, die gefühlvoll die leise Poesie der Sängerin Miriam Menina kolorierten.
Mein eigener Auftritt wurde von fetten Gewitterwolken überschattet, deren Entleerung das verbliebene Publikum erstmals eng unter dem Regendach zusammenrücken ließ.
Zwei spontane Bühnenhelfer sorgten mit Besenstielen dafür, daß sich nicht zu viel Wasser in der Plane sammelte. Der Schauer wurde zum Dauerregen, ein Hintergrundrauschen, das allerdings vor und auf der Bühne als atmosphärische Verdichtung empfunden wurde. Das feuchte Seil verlor zusehends an Spannung, das Dach somit an Höhe.

Mein Nachfolger Sven Tjaben eröffnete die Offene Bühne kabarettistisch mit Stand-Up-Oper. Das Aufrechtstehen bedeutete jedoch eine zunehmend heiklere Nähe zum Regendach. Die Offene Bühne nach seinem Auftritt zu beschließen und die Technik in Sicherheit zu bringen, lag nahe: Wer käme auch bei so einem Wetter noch auf die Idee, hier spielen zu wollen? Akeli-Friedenssonne & Mick ließen sich jedoch nicht abschrecken und hielten ihren für 22 Uhr angekündigten Gig ein, wenn auch von mir zunächst unbemerkt in der Focacceria.

Einige Fotos, sowie Links zu den Künstlern findet Ihr im Blogspot der Hausgemeinschaft.

Es grüßt Euch

Holger Saarmann











Fête de la Musique am 21. Juni 2009:
Unser Publikum zu fortgeschrittener Stunde.



Berlin, 12. Juni 2009


Liebe Kenner der kleinen Künste!

MySpace-Leser wissen es schon:
Meine neue CD ist im Presswerk; ich erwarte sie Mitte nächster Woche!
Hörproben gibt es jetzt auch hier, im Shop!

Die Hintergründe habe ich letzten Monat erläutert, inzwischen hat das Projekt Form angenommen:

Die
Fête de la Musique am Sonntag, 21. Juni ab 13 Uhr 

in der Senefelder Straße 30 (Berlin-Prenzlauer Berg)!

Das Programm findet Ihr, einschließlich kurzfristiger Änderungen, in unserem Blog. Schaut Sonntag vormittags lieber noch mal rein, damit ihr eure(n) Lieblingskünstler nicht versäumt, weil er vorverlegt wurde!

Beachtet bitte auch unseren Flyer!


Zum Abschluss möchte ich noch darauf aufmerksam machen, daß die Petition für mehr Transparenz und Fairness bei der GEMA, deren Entwicklung ich seit Monaten verfolge, jetzt offiziell gezeichnet werden kann: Online hier auf der Website des Deutschen Bundestages.

Und nun werde ich meine Wohnung entrümpeln, um Stauraum für 1000 CDs zu gewinnen.

Bitte helft mir, daß es bald weniger werden!


Es grüßt Euch

Holger Saarmann









Und so sieht unser Hof am 22. Mai 2009 aus:








Berlin, 13. Mai 2009


Liebe Kenner der kleinen Künste
!

In meinem Leben zuvor habe ich nie so viele Frisiersalons von außen und innen gesehen wie im März und April! Einige Berliner Bekannte gaben mir auf meinen Rundruf hin Tips, wo das Foto-Shooting für meine CD stattfinden könnte, und schließlich entdeckte ich selber den neuen Salon Schnittweise in der Kollwitzstraße mit seinem netten, aufgeschlossenen Team. Blieb eigentlich nur noch die schwere Aufgabe, einen Termin zu koordinieren.
Aber es kam alles anders:

Meine "Friseuse", Beate Weidenhammer (den Bremern bekannt als Mitglied der Shakespeare Company), die ich nach Ostern zum Foto-Shooting nach Berlin einladen wollte, empfahl mir den gemütlichen kleinen Salon Haarschmidt in ihrer Nachbarschaft, also in Bremen, wo ich ohnehin zu Besuch weilte. Mit Linde Rohde war auch bald eine kompetente Fotografin gefunden, und so entstand recht kurzfristig eine Serie von Bildern, die so ansehnlich sind, daß das CD-Booklet, an dessen Gestaltung ich zur Zeit noch feile, vier Seiten stärker werden wird als eigentlich geplant. Nur noch wenige Tage (voller kniffliger kleiner Entscheidungen), dann geht's endlich ins Presswerk!

Im Vertrauen darauf, daß meine Leser diesen Link zu meinem Konzertkalender beachten, sei hier nur kurz erwähnt, daß ich im Mai nach längerer Pause wieder mehrfach auftrete (bzw. -trat). Am 16. in Berlin-Mitte und am 31. in Frankfurt (Oder). Details würden an dieser Stelle nur das Lesevergnügen stören. 


Ein Konzertereignis von politischer Dimension bahnt sich gerade in meinem eigenen Zuhause an: 
Eine inoffizielle Beteiligung an der Berliner FÊTE DE LA MUSIQUE am 21. Juni.

Ich lebe in einem Haus, das nach einem Besitzerwechsel kernsaniert und zu Eigentumswohnungen umgewandelt werden soll. Die Mehrheit der verbliebenen Bewohner, darunter auch ich, wehrt sich gegen die soziale Verdrängung, die insbesondere durch willkürlich steigende Mieten auf bis zu 9 Euro pro Quadratmeter droht. Seit Herbst 2007 wirbt unsere Mietergemeinschaft um Interesse und Beistand von Öffentlichkeit und Politik und bemüht sich um Vernetzung mit Bewohnern von Häusern mit ähnlichen Problemen.

Über das MieterEcho, die Zeitung der Berliner MieterGemeinschaft e.V., wurde unser Fall auch außerhalb des Helmholtz-Kiezes bekannt. Wir selber präsentieren uns unter dem Motto "Wir bleiben alle!" u.a. in unserem Web-Blog. Und, da uns dies nicht genügt, mit musikalischer Beihilfe vieler hochgeschätzter Musiker, bei der FÊTE!

Unser Haus ist zwar ästhetisch eher bescheiden, aber wir werden den Ort für das Event schon herausputzen. Leider hat der Hauseigentümer vor einigen Wochen die Bäume im Innenhof fällen lassen, weil er untendrunter eine Tiefgarage plant (siehe Fotos rechts) *. Die Focacceria, unsere Kneipe, in der während der FÊTE Künstler und Besucher verköstigt werden, soll der Einfahrt weichen. Vor Ort werden wir mit geeigneten Mitteln (etwa Fotos auf Stellwänden) auf Art und Ausmaß der Bedrohung hinweisen.


Es grüßt Euch

Holger Saarmann



PS:
GEMA-Petition

Über 1400 Einsendungen von Musikern und Veranstaltern, die ihre Ärgernisse mit der GEMA artikulierten, hat Monka Bestle, Kulturveranstalterin in Sonthofen nach eigenen Angaben gesammelt und gebündelt an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages geschickt. Auch die eigentliche Petition liegt nun formuliert und mit Fallbeispielen angereichert vor.

Im Sinne dieser Petition lädt die Veranstalterin Nina Zober am 9. Juni zu einer Diskussionsveranstaltung nach Buxtehude ein.






Gar nicht lustig:



Der neue Hausbesitzer plant Eigentumswohnungen mit Tiefgarage da bleibt kein Platz für Bäume! *

Fällarbeiten in unserem Innenhof am 26. Februar 2009.




Nistplatz für Amseln: Vom Hof in den Häcksler.

Hier waren es "nur" kleine Bäume und Büsche, aber auch hundertjährige Bäume dürfen, falls es die Kernsanierung erfordert, mit bezirksämtlicher Genehmigung gefällt werden.
Details in unserem Web-Blog.



* Nachtrag: Der Plan einer Tiefgarage taucht in der Modernisierungsankündigung von Juli 2009 nicht mehr auf.

 



Berlin, 13. März 2009


Liebe Kenner der kleinen Künste
,

bitte beachtet auch den Eintrag vom 19. Januar, den ich ins Netz zu stellen vergaß!

Hier ein weiteres Lebenszeichen auf dem langen, beschwerlichen Weg zur neuen CD.

Sie ist inzwischen durch Arne Wouk ("No Empty Feeling") fast komplett gemastert und müsste eigentlich nur noch gepresst werden ...

Wenn da nicht das Artwork, also die Hüllengestaltung wäre.

Da die CD "So küsste mich meine Friseuse" heißen soll, möchte ich gern entsprechende Fotografien in einem Friseursalon machen lassen, am liebsten mit allen beteiligten Musikern: Reinhild Kuhn, Vivien Zeller, Budi Butenop und Jan Gaensslen.

Nun suche ich in Berlin einen möglichst klassisch gestalteten, hellen Salon (am besten in einem Eckhaus, wegen größerer Fensterfront), der uns von seinem aufgeschlossenen Inhaber an einem Sonn- oder Ruhetag für zwei, drei Stunden für eine Foto-Session zur Verfügung gestellt werden könnte. Eine küssende "Friseuse" würden wir selber mitbringen.

Das fertige CD-Booklet würde also das Interieur eines real existierenden Friseursalons zeigen, der selbstverständlich namentlich in den CD-Credits erwähnt wird.

Wenn also
– was zu hoffen bleibt – die CD ein Hit wird, wäre dieser Salon überregional bekannt: Kunden kämen von fern und nah, um sich die Haare dort schneiden zu lassen, "wo dieser Barde von seiner Friseuse geküsst wurde". Das sind doch hoffentlich verlockende Aussichten für jede/n Berliner Friseursalon-Betreiber/in, der diese Zeilen liest!

(Ja, ich bin inzwischen darüber aufgeklärt, daß man heute nicht mehr "Friseuse" sagt! Aber die Poesie des Wortes "Friseurin" hätte mich vermutlich nicht zu dieser Ballade inspiriert!)

Was das Hit-Potential angeht, so habe ich meine CD diversen Labels angeboten, die überregional einen Namen für deutschsprachiges Chanson haben. Natürlich zählt auch dort nicht nur die Qualität, sondern vor allem die Frage, ob sich für das Produkt Käufer finden. Und da ist man als Mann über 30, der frei von Ulk und Alltäglichem zur Gitarre singt, nicht gerade zielgruppengerecht. Zumal es – den Geiz-Discountern sei Dank außerhalb der Metropole ohnehin kaum noch Plattenläden gibt, wo man meine und meinesgleichen Musik entdecken und kaufen könnte. Wird also wohl doch wieder ein Selbstvertrieb-Projekt. 

Bitte nervt mich mit Bestellungen!

Erscheinen wird das neue Album dann wohl im Mai. Und Auftritte habe ich da auch wieder.

Es grüßt Euch

Holger Saarmann



PS:
GEMA-Petition
Das Sammeln von Meinungen und Fallbeispielen für die Petition "Mehr Transparenz in der GEMA", auf die ich am 28.8. hinwies, läuft noch bis Ostern!

Auf der Website der Kulturwerkstatt Sonthofen (Stichwort "Die GEMA ein Reizthema) findet man inzwischen nicht nur die Protestbriefe der Initiatorinnen, sondern auch zahlreiche kontroverse Reaktionen, die sich zu lesen lohnen!







Vivien Zeller & Holger Saarmann im nuphobia-Studio, Kreuzberg

Auch bei der aktuellen CD-Produktion wieder mit dabei:

Vivien Zeller, hier bei einer Aufnahmesession im nuphobia-Studio Berlin-Kreuzberg.

Foto: Phil Freeborn






 



Berlin, 19. Januar 2009


Liebe Kenner der kleinen Künste
!

Mal angenommen, Ihr lest soeben nicht nur zum ersten Mal diese "News", sondern habt auch nie zuvor den Begriff "Liedermacher" gehört. Ihr werdet Euch fragen, ob denn das überhaupt ein Beruf ist.
Aber sicher! Das weiß inzwischen auch die Bundesagentur für Arbeit und hat meine Profession auf ihrer Website wie folgt beschrieben:

Liedermacher/in

Die Tätigkeit im Überblick

Liedermacher/innen komponieren und gestalten Songs, die sie vor Publikum präsentieren. Die musikalische Begleitung übernehmen sie in der Regel selbst.Liedermacher/innen sind in der Regel selbstständig tätig. Sie werden zumeist von Konzertveranstaltern gebucht. Sie treten auf Kleinkunstbühnen ebenso auf wie bei Festivals oder größeren Konzerten.

Zugang

Um als Liedermacher/in tätig zu sein, muss man über instrumentales und sängerisches Können und gute Kenntnisse der Musikszene verfügen. Ein entsprechendes Studium im Bereich Musik und/oder Gesang ist von Vorteil.


Die Frage, ob man denn von diesem Beruf leben kann, lässt sich mit einem klaren "Ja, wenn ..." beantworten.
Zu diesem Wenn gehört u.a. ein aufgeschlossenes Publikum, wie man es etwa in Neutornow im Oderbruch finden kann. Und eine engagierte Pastorin, in diesem Falle Kathrin Herrmann, die einen einlädt und überall in ihren Gemeinden bewirbt. Schöne Aktion! Danke allen, die dabei waren, Ihr habt mir in jeder Hinsicht gezeigt, daß Ihr meine Anwesenheit zu schätzen wisst.

Einzig die in malerische Anhöhen gebettete Kirche, die bei Außentemperaturen bis zu 20°C einfach nicht innerhalb eines Tages zu heizen war, hat uns und manchen Besuchern einige Lauferei abverlangt. Bis man sich schließlich im Gemeindehaus zusammenfand.

Ein schöner Abend! Nächstes Mal wird's noch gemütlicher!

Viele Grüße,

Holger Saarmann






Berlin, 20. Dezember 2008


Liebe Kenner der kleinen Künste
,

ich hatte es ja schon angedeutet: Den Erscheinungstermin "Herbst 2008" für meine neue CD kann ich leider nicht einhalten. Phil Freeborns nuphobia-Studio ist im Dezember dermaßen ausgelastet, daß sich die Endabmischung länger hinzieht als geplant. Egal, denn auch die graphische Gestaltung der Umhüllung ist noch nicht spruchreif. Natürlich bin ich untröstlich, das aktuelle Weihnachtsgeschäft nicht mit einem neuen Produkt aufmischen zu können. Heuer bleibt mir nur, verschämt auf die kargen Restbestände meiner alten CDs zu verweisen. 

Aber warum soll ich mit einer neuen CD pro Jahr Erwartungen meiner Kunden schüren, die ich über längere Zeit gar nicht einhalten könnte? Es gibt so viel gute Musik auf der Welt, da kann man sich doch problemlos länger als ein Jahr bis zur nächsten Saarmann-CD gedulden!

Die Höhepunkte im November waren die CASTOR-Blockade im Wendland und das Liederfest in Hoyerswerda.

Der Atommüll-Transport aus La Hague traf erst in der Nacht vom 10. auf den 11.11. in Gorleben ein, über 24 Stunden später als geplant. Die wirkungsvollsten Protestaktionen veranstalteten jene Menschen, die ihre Knochen und Gliedmaßen riskierten und sich auf Gleisen und Zufahrtstraßen in Betonklötzen verketteten in der vagen Hoffnung, daß die Polizisten, die die Strecke zu räumen hatten, behutsam bei der Befreiung seien.

Derweil sitzen und musizieren Reinhild Kuhn und ich als Teil eines Kultur-Marathons meist im Theaterzelt "Musenpalast" in Laase, wo die Aktivisten hinkommen, um sich aufzuwärmen. Erst am Sonntag Nachmittag kann ich mich dort losreißen, um dem Aufruf von X-tausendmal quer zu folgen, auch für die Sitzblockierer vor Ort, also vor dem Gorlebener Zwischenlager, zu musizieren. Und bei all dem technischen Provisorium muss ich sagen: Wendland-Aktivisten können echt die Ohren spitzen. So gute und dankbare Zuhörer kann sich jeder Liedermacher nur wünschen! Und es ist gar nicht schlimm, wenn man nur ein einziges Anti-AKW-Lied im Repertoire hat, denn man muss es ohnehin nicht unbedingt singen. Friseuse und Bahnsteig gegenüber, aber auch diverse Volkslieder werden ebenso gern gehört. Eigentlich will man mich gar nicht mehr weglassen, aber im "Musenpalast" bin ich eingeplant, also verspreche ich, am nächsten Tag wieder hierher zu kommen.
Montag morgen (Reinhild musste schon Sonntag nachmittag wieder nach Berlin) sind fast nur noch Polizeifahrzeuge auf der Landstraße nach Gorleben unterwegs; kaum Aussicht, als Tramper (mit Rucksack & Gitarre!) aus Laase fortzukommen. Zwei Angler nehmen mich mit bis nahe der Zwischenlager-Zufahrtsstraße. "Halt!" tönt es uniformiert, als wir einem Trampelpfad in Richtung Sitzblockade folgen wollen. Man erklärt uns, die Blockade werde soeben aufgelöst und weist uns in die Gegenrichtung. Die Angler parieren, aber ich, ich habe ein Versprechen einzulösen! Ich bin aus Berlin angereist: Ich habe einen Anspruch auf meine Sitzblockade!
Durch kahle Bäume einem Waldweg folgend sehe ich immer wieder Polizei patroullieren. Schließlich schlage ich mich in ein Nadelwäldchen und folge den fernen Lautsprecherstimmen quer durchs spärliche Unterholz. Hin und wieder kreuze ich einen Fahrweg und stolpere einige hundert Meter im Laufschritt, um mich hinter der nächsten Bodenwelle, dem nächsten Gestrüpp den Blicken aus einer nahenden Polizeiwanne zu entziehen. Nach einer knappen halben Stunde erreiche ich, geradezu überglücklich, mein Ziel. Gerade hier, einen Steinwurf vom Zwischenlager entfernt, hindert die Ordnungsmacht niemanden, die mit Stroh, Säcken und Planen bedeckte Straße zu betreten.

Ans Mikrophon lassen mich die Jungs aus Jena diesen Vormittag nicht mehr; die Lautsprecher übertragen jetzt regelmäßig die Kommentare von Radio Wendland und die von X-tausendmal quer. Jede Viertelstunde wird über Polizei-Megaphon die Aktion für aufgelöst erklärt, aber das kennt man hier. Die Stimmung ist gelassen, auf keiner Seite rechnet man mit einer Eskalation. Ich hocke am Straßenrand unter einem Planendach im Stroh und zücke die Gitarre, um (auf Deutsch) High Noon anzustimmen: Es passt auf ganz eigenartige Weise hierher, nicht nur, weil es kurz vor zwölf ist.
"Wir beginnen jetzt mit der Räumung!"
Am Straßenrand haben sie Sperrgitter aufgebaut. In Zweierreihen, mal in schwarz, mal in grün, marschieren Polizisten in den Blockadebereich. Die umsichtigeren Beamten tragen keine Helme und nehmen sich Zeit, die Demonstranten zunächst anzusprechen, ehe sie sie wegtragen. Ihre behelmten Kollegen nahen im Laufschritt und zerren die Menschen an den Beinen fort, was gnadenlos von zahlreichen Journalisten dokumentiert und erbosten "Helm ab!"-Rufen quittiert wird.
"Müssen wir Sie tragen?", fragt man mich. Wegen meines empfindlichen Gepäcks lasse ich mich von zwei Beamten lieber auf meinen eigenen Füßen abführen. "Ist da eine Gitarre drin?", fragt der andere, offenbar in Sachen Deeskalation geschult. Glück gehabt. Nicht mal Personalien nehmen sie mehr auf; die ganze Aktion erscheint eher ein Spiel leider eins zwischen ungleichen Kräften um ein ernstes Thema. Was haben wir eigentlich erreicht seit den Siebzigern (als AKWs für mich noch die Türme an der Autobahn nach Bielefeld waren, wo die Wolken drin gemacht werden)?
Immerhin, der Widerstand geht in die dritte Generation!


In einem anderen Winkel der Republik, in der Lausitz, auch Sorbenland oder Krabat-Land genannt, haben sie zur Energiegewinnung unfassbar große Gruben in die Landschaft (und so manches Dorf aus ihr heraus-) gerissen. Mit daran beteiligt war der Baggerführer Gerhard Gundermann, der kurz vor seinem Tod nicht nur zum Tischler umsattelte, sondern auch ein Liedermacher-Treffen in Hoyerswerda mit initiierte. Inzwischen werden die Braunkohlegruben geflutet; es entstehen riesige Seen. Das Treffen heißt heute "Liederfest Hoyschrecke" und wird von Kollegen und Publikum mal mehr, mal weniger zahlreich besucht. Die Begegnung mit netten Leuten (neben Kollegen und Veranstaltern vor allem Anja, Eva und Steffi, die ehrenamtlichen Café-Betreiber der KuFa, sowie Frank Reglin und Dirk Schauer von PROFOLK e.V.) ist jedesmal ein letztes wärmendes Feuer vor dem langen Winter.
Der Workshop-Idee meines Leipziger Kollegen Christian Haase verdanke ich, daß Meine Friseuse am frühen Nachmittag des 29. Novembers erstmals dort aufgeführt wurde, wo es eigentlich hingehört: Im Friseursalon! Aus dem Korridor des Einkaufszentrums hatte man uns nämlich vertrieben, ehe wir nur die Instrumente auspacken konnten.

Zwar warte ich noch auf Fotos aus Hoyerswerda und dem Wendland, aber so lange will ich euch nicht warten lassen, denn wer braucht Weihnachtsgrüße im Januar?

Da wage ich übrigens ein vereinzeltes Solo-Konzert in einem gemütlichen kleinen Kirchlein im Oderbruch: Am Samstag, 17. Januar 2009 in Neutornow (bei Bad Freienwalde). Gern hätte ich Kollegen wie Hornberger, Vivien Zeller oder Reinhild Kuhn mitgenommen, aber erst mal solo schauen, ob die Oderbrecher sich überhaupt für Chansonabende interessieren.

Schöne Weihnachten und einen lichten Winkel zwischen den Jahren

wünscht euch

Holger Saarmann


PS:
GEMA-Petition
Der Einsendeschluss für die Petition, auf die ich am 28.8. hinwies, ist verlängert worden!

Auf der Website der Kulturwerkstatt Sonthofen (Stichwort "Die GEMA - ein Reizthema) findet man inzwischen nicht nur die Protestbriefe der Initiatorinnen, sondern auch zahlreiche kontroverse Reaktionen, die sich zu lesen lohnen!

Die GEMA unternahm zwar in den letzten Monaten einige Schritte (z.B. Seminare, Internetpräsenz und neuerdings das Hochglanzmagazin "virtuos", dessen Papierwert bei weitem den Informationswert übertrifft), um ihr Ansehen zu verbessern, in Wirklichkeit ist sie jedoch weiterhin ein alltägliches Ärgernis, für Musiker wie für Veranstalter.






Berlin, 3. November 2008


Liebe Kenner der kleinen Künste
!

Herzlich willkommen auf diesen Seiten, insbesondere wenn Ihr nach meinen Auftritten in Basel, Staufen, Deißlingen, Aichach, Rauenberg, Weisenheim, Trier, Friedberg, Bolanden und Dresden erstmals hier hereinschaut! Es war schön, für Euch zu spielen, und ich hoffe, wir sehen und hören uns wieder! Bis dahin findet Ihr hier Texte, Hörproben und Links, die irgendwie mit mir und meiner Kunst zu tun haben.
Nebenan seht Ihr einige Impressionen aus Dresden, gerade mal zwei Monate her. Inzwischen fault das Laub; die Bäume sind schon fast ebenso kahl wie mein Konzertkalender. Für den Herbst versprach ich das Erscheinen meiner neue CD und darf nun immerhin verkünden, daß große Teile davon im Kasten sind. Wann genau das Werk fertig sein wird, ist schwer zu sagen, denn lieber werde ich beim Erscheinungstermin wortbrüchig als daß ich was Halbgares ins Presswerk gebe. Wer am 24.9. dem SAGO-Konzert in der Rheinland-Pfälzischen Landesvertretung Berlin beiwohnte, hat immerhin schon eine Vorstellung davon, was die Musik auf der CD von der, die man sonst von mir zu hören gewohnt ist, unterscheidet:

Befreundete Musiker wirken mit: Reinhild Kuhn (alias Kuhn-Li) an Akkordeon und Piano, Budi Butenop (vom Duo K.C. McKanzie) an Percussion und Kontrabass, Jan Gaensslen am Piano und auch Vivien Zeller wird in zwei Titeln wieder Geige spielen. Ein echtes Sound-Fest!

Meinen Klassiker "Ode ans Diesseits" gibt es wegen anhaltender Nachfrage in einer neuen, sehr stimmungsvollen Version mit Band, obwohl mein Debut-Album "Hüt dich, schöns Blümelein!" weiterhin lieferbar bleibt.

"Schade, am besten gefallen mir deine Lieder pur, so wie du sie solo auf der Bühne singst!", höre ich einige maulen, aber keine Sorge: Einige Lieder werden der CD auch in Solo-Fassungen angehängt, so kann dann jeder seine Lieblingsversion auswählen.

Der Oktober war ein Monat der Begegnungen. Um nur einige zu nennen:
Gemeinsamer Auftritt mit Martin Betz und Sebastian Krämer in Basel (Denkwürdig: Sebastians "Gelnhausener Riesenrad" löste sich zu meiner Gitarrenbegleitung kurz vor dem Halt aus seiner Aufhängung und stürzte in die Menge der von Markus Heiniger & Yvonne Reisner geladenen Gäste.) Raphael Gottlieb, Schöpfer des "Linsenboldes", erkundete mit mir eine Offene Bühne in Staufen, die sicherlich eines Tages auch für Chanson & Lied geeignet sein wird. Und endlich, in Bad Wildbad, durfte ich das Stuttgarter Duo ZU ZWEIT meinen "Bahnsteig gegenüber" auch einmal live interpretieren hören! Danke, Tina & Fabian!

Was gibt's nun noch dieses Jahr?
Kommendes Wochenende reise ich mit Reinhild Kuhn ins Wendland, wo wir unserer energiepolitischen Gesinnung Ausdruck verleihen, indem wir im Laufe eines kulturellen 30-Stunden-Marathons im Laaser Musenpalast (ein beheiztes Zelt!) immer wieder einige Lieder, vorrangig aus unserem gemeinsamen Repertoire, zu Gehör bringen werden. So kommt mein "Gleisbesetzerlied" endlich wieder einmal an den Ort und zu den Menschen, für die ich es 2004 schrieb.
Details
im Konzertkalender.


Viele Grüße, 

Holger Saarmann





Spätsommer-Wochenende in Dresden:



Live mit Steffen Haas in der St. Pauli-Ruine Dresden

bei "Inseln im Hecht" am 30. August 2008,

vor kleinem Publikum:




"Ich höre ein Kind, wie es weint, wie es wimmert,

und summ' meine Kennmelodie ...

Einmal bin ich wieder der Herr aller Zimmer -
Ein Butzemann stirbt nämlich nie!
"

Holger Saarmann, ein Kinderliedermacher??

(Diese beiden jungen Dresdenerinnen, bislang nicht Butzemann-gläubig, wurden vermutlich noch nächtelang 

von Alptrräumen geplagt!)



Berlin, 28. August 2008


Liebe Kenner der kleinen Künste
!

Es scheint als hätte mein Auftritt beim Nürnberger Bardentreffen meiner Musik einige neue Freunde beschert: Herzlich willkommen!

Und ebenso herzliche Grüße an dieser Stelle an all die alten Freunde, die vor Ort waren. Euch im Publikum zu wissen (und zu sehen, denn es war ja heller Nachmittag), hat mich sehr angespornt, nicht in alte Marotten meiner schönen Frankenzeit zu verfallen!
Eigentlich wollte ich nur eine Stunde spielen, aber Ihr habt mir durch Eure Beharrlichkeit und Aufmerksamkeit insgesamt über 80 Minuten entlockt, und das ohne Pause. Danke für Euer Vertrauen angesichts all der anderen tollen Musik auf den Nachbarbühnen!

Dank geht auch an PROFOLK, die u.a. meinen Auftritt ermöglicht haben.
Einige Fotos gibt es hier, auf der Bardentreffen-Website.

Hier in den "News" (weite Teile dieser Website sind bilingual!) und im Konzertkalender werdet Ihr immer zuverlässig über Neuigkeiten in Kenntnis gesetzt. Wer darüber hinaus per Rundmail informiert sein möchte, schreibe mir (mit Angabe seines Wohnortes) bitte übers Kontaktformular. Rundmail und "News" ergänzen einander. Die folgenden Absätze sind Rundmail- Empfängern schon bekannt:


Wer in Dresden & Umland wohnt, der kennt sicherlich das Stadtteilfest "Inseln im Hecht". Mein lieber Kollege Steffen Haas (bekannt auch als Veranstalter des Dresdner "Song-Slam" und der "Offenen Bühne im Hecht") hat uns beiden im Rahmen dieses liebevollen, bunten Kulturprogramms drei Auftrittsmöglichkeiten an zwei Tagen organisieren können, die wir uns jeweils teilen werden.

Wie die Teilung aussehen wird, wissen wir allerdings noch nicht: Vielleicht wird Steffen meine Lieder und ich Steffens singen? Vielleicht sagen wir einander auch bloß an? Oder irgendwas dazwischen. Die entspannte Atmosphäre wird uns schon zum Bestmöglichen anspornen.

Das letzte Jahresdrittel ist musikalisch geprägt von weiteren Gemeinschaftsprojekten, auf die ich sehr gespannt bin:

Gemeinsam mit meiner "WINNETOU"-Geigerin Vivien Zeller folge ich einer doppelten Einladung in die Pfalz. Mit unseren Liedern, so deutsch wie der Wilde Westen werden wir den Deutsch-Pennsylvanischen Tag in Bolanden umrahmen, und da wir wegen des weiten Weges ohnehin früher anreisen müssen, war es naheliegend, Vivien auch mit im diesjährigen Abschlusskonzert von Christof Stählins Lieder- und Lyrik-Akademie SAGO einzuplanen. Da werden wir dann sicherlich auch auf ein bis zwei Lieder aus dem Winnetou-Programm zurückgreifen.

Nur wenige Tage später folgt dann - mit anderer und kleinerer Besetzung als das Konzert in Mainz - die SAGO-Tournee. Mit dabei sind Musiker, die (teils zeitgleich mit Judith Holofernes und Bodo Warkte) schon vor Jahren bei Christof Stählin ihr Handwerk verfeinerten; Ehemalige, wenn man so will, Kollegen, die (wie ich vor einem knappen Jahr) irgendwann ihre Plätze bei SAGO dem Nachwuchs räumten.

Wenn alles klappt, werde ich bei meinem Auftritt in Berlin von den beiden Freunden unterstützt, die mir gerade als Begleiter beim Aufnehmen meiner CD "So küsste mich meine Friseuse" zur Seite stehen: Reinhild Kuhn (Akkordeon) und Budi Butenop (Percussion). Eine Woche später gehen wir dann gemeinsam ins Tonstudio.

(Reinhild Kuhn ist u.a. auch als Kuhn-Li, Erfinderin der Finger-Comedy, bekannt. Budi (auch Joe Budinsky) ist Bassist und Drummer bei K.C. McKanzie und (zeitweise) Larkin. Ich bin sehr dankbar, daß sie mich in ihrer knappen freien Zeit unterstützen und mir helfen, meinen Sound zu erweitern!)

Die SAGO-Tournee führt uns von Berlin nach Bayern, und dann (nochmals) in die Pfalz.

Und wenn es schon Herbst ist, mache ich mich noch zweimal mit Vivien auf den Weg dorthin, wo der Westen am wildesten ist: In den Süden.


Details und Links zu allen Auftritten findet Ihr, wie immer, im Konzertkalender.



Und nun höre ich einige von Euch schon wieder anerkennend kommentieren: "Du bist ja viel unterwegs!"

Aber wenn Ihr in meinen Tourkalendern zwischen den Zeilen lest, findet Ihr dutzende Kleinkunst-Veranstalter, die mich wissen ließen, daß es bei ihnen für lyrische Chansonprogramme und literarische Liederabende, also für mich und meine Musik, kein Publikum gäbe.

Daß ich meine Bescheidenheit bezwinge und auf meine Festival- und Fernseh-Erfolge verweise, nützt nichts: Die Veranstalter kennen ihr Publikum. Sagen sie.

Aber was kennt das Publikum?

Zur Illustration:
Pfingsten war ich (zum Zuhören) auf der Burg Waldeck. Das Revival der Chanson-Festivals der 60er ist eher ein öffentliches Familientreffen von (ausgesprochen netten) Alt-68ern, die sich zwar auch um Nachwuchskünstler, aber offenbar wenig um Nachwuchspublikum bemühen.

Einer der wenigen Besucher im studentischen Alter sprach mich dort an:

"Kann es sein, daß ich dich im TV bei 'Songs an einem Sommerabend' gesehen habe?"

Als ich überrascht bejate, fuhr er fort, er sei damals nur zufällig über diese Sendung gestolpert, aber das sei der Grund, warum er heute hier, auf einem Festival mit ähnlicher Musik sei:

"Ich hatte bis dahin nicht gewusst, daß es auch junge Liedermacher gibt."

Und genau das ist das Problem:

Während Funk und TV uns weitgehend ignorieren, setzen Veranstalter auf das, was das Volk bereits aus den Medien kennt. Die Entdeckung neuer Künstler mit neuer Ästhetik überlässt man anderen.

Von diesen Anderen möchte ich dringend noch einige kennen lernen.


Viele Grüße, 

Holger Saarmann



PS:
GEMA-Petition

Zwar unternahm die "Konzert-GEZ", von manchen auch "Mafia" titulierte, also unterm Strich eher wenig geliebte GEMA in den letzten Monaten einige Schritte (z.B. Seminare, Internetpräsenz), um ihr Ansehen zu verbessern, in Wirklichkeit ist sie jedoch weiterhin ein alltägliches Ärgernis, für Musiker wie für Veranstalter.

Ich unterstütze darum die Petition zweier Kleinkunst-Veranstalterinnen und bitte alle Musiker-Kollegen sich ebenfalls mit den beiden geschilderten Fällen aus Sonthofen und Buxtehude auseinanderzusetzen.

Die aktuellen Protestbriefe, die vielfach als Rundmails versendet wurden, findet Ihr auch auf der Website der Kulturwerkstatt Sonthofen (Stichwort "Die GEMA - ein Reizthema).







Obgleich, wenn schon nicht seine Lyrik, so doch seine Instrumentierung durchaus kindgerecht erscheint.
Hier wieder gemeinsam mit "Eiskrokodil" Steffen Haas 

beim dritten Auftritt an jenem Wochenende auf der 

Offenen Bühne im Hecht.

Alle Fotos oben von Ramona Bechler (Dresden).











SAGO auf Tour 2008:



Holger Saarmann, Martin Betz, Christof Stählin, Jan Gaensslen & Jörg Sieper. Es fehlt Martina Gemmar.
>> Konzerttermine




Berlin, 17. Juli 2008


Liebe Kenner der kleinen Künste
!

Geschwind ein Lebenszeichen zwischendurch, für alle, die meine Rundmails nicht erhalten:

Zwei Tourneen gab es seit der letzten "News", groß an zurückgelegten Kilometern und besuchten Freunden, eher klein hinsichtlich der Anzahl gespielter Konzerte, aber in jeder Hinsicht reich an positiven Erfahrungen und an Bestätigung: Du musst nicht viele Worte machen, um dein Publikum zu gewinnen oder bei Laune zu halten. Du musst dein Publikum nicht mit einem lustigen Lied da abholen, wo es vermeintlich gerade ist, um es dann langsam an dein wahres Anliegen heranzuführen.

Also, liebe, hochgeschätzte Zeugen meiner Auftritte in Deißlingen und Möhringen, in Halle, Hamburg und Oberhausen: Es war schön, für Euch zu singen und ich hatte das Gefühl, wir sind einander ein Stück näher gekommen! Ich werde allen meinen Freunden von Euch erzählen, und vielleicht erzählt Ihr Euren ja von mir.
Danke, Annett Kuhr, Matthias Reuter, Frank Bode und Martin Betz für die gute kollegiale Zusammenarbeit, allen anderen für Gastfreundschaft, Rückmeldung oder einfach Da-Sein.

Nächste Woche werde ich mit Reinhild Kuhn und Budi Butenop (von K.C. McKanzie) die Arrangements proben, in denen einige meiner Lieder im Herbst auf CD veröffentlicht werden sollen. Leider zu spät, um sie Anfang August beim Nürnberger Bardentreffen zu verkaufen, aber früh genug fürs Weihnachtsgeschäft. Melde mich aber vorher nochmal. Vorbestellungen bitte hier einwerfen!

Übrigens fühle ich auf jeder Tournee, wie gern ich aus Berlin fort bin. Und nicht erst neuerdings rede ich häufig davon, mich anderswo niederlassen zu wollen, am liebsten in ländlich- gebirgiger Gegend mit nahem Bahnhof (um weiterhin ohne Auto leben zu können). Habe schon das Erzgebirge in Betracht gezogen, aber das schien mir dann doch (und darin hat mich erst neulich Kollege Stellmäcke bestätigt) zu abgelegen. Wohin dann? Saaletal Thüringen? Zurück nach Franken? Oder in den Harz?
Haben Sie ein (sehr) günstiges leerstehendes Häuschen in künstlerfreundlichem Umfeld zu vermieten? Ich hätte darüber hinaus einige Ideen und gute Kontakte, um mehr Musik in Ihre Region zu bringen!
Landkommune wäre auch eine Idee.


Viele Grüße, 

Holger Saarmann






Berlin, 8. April 2008


Hallo, liebe Liederhörer!

Die meisten von Euch wussten es vermutlich schon lange und fragten sich insgeheim, wann denn wohl endlich auch der Saarmann dahinter kommt:
Viel wichtiger als die Musik, die man anzubieten hat, ist heutzutage die Präsenz im interaktiven Boulevard-Feuilleton des WWWs: "MySpace". In diesem Sinne wurde vor kurzem mein Kollege Hornberger von seinen Hochschul-Kommilitonen belehrt, und die müssen's ja wissen. Jedenfalls haben wir (die wir sehr bald unser nächstes gemeinsames Konzert in Berlin geben) prompt reagiert und sind somit nun jederzeit bereit, ganz in die virtuelle Welt auszuwandern, falls man uns in der ursprünglichen nicht mehr braucht. Mit einer LSD-Telefonleitung kann man dort sechs Lieder in voller Länge anhören; das gab's zuvor nur auf Bühne und CD! Also schaut Euch das mal an unter:
www.myspace.com/holgersaarmann

Es kommt aber noch besser: Die größten Hits von Saarmann, einige zusammen mit Vivien Zeller, gibt's nun auch in einem ganz speziellen Internet-Radio zu hören:
"Last FM" heißt die Station, und das Besondere daran ist, daß sie ihren Hörern individuellen Einfluss auf das Programm erlaubt. Teils wählt man, wie bei einer Jukebox, ganz bestimmte Künstler und Titel an, teils kann man seine bevorzugten Genres angeben und sich dann von einem Zufallsgenerator aus einem Pool "ähnlicher Künstler" die nächsten Lieder auswählen lassen. Dabei kann man, ungestört durch Werbung oder geistlose Moderation, zahllose neue Entdeckungen machen, denn die meisten Musiker, die ihre Musik auf "Last FM" präsentieren, dürften Geheimtips sein. Gefällt einem ein Titel nicht, klickt man auf "Weiter" und verbannt somit den Song aus seinem zukünftigen Individual-Programm. Wer mag, kann
am Bildschirm lesen, was gerade läuft, kann sich mit anderen Hörern in diversen Foren zu seiner Lieblingsmusik austauschen, Empfehlungen verschicken, Konzerttermine bekannt geben, die Homepage des jeweiligen Musikers aufrufen, Nutzer-Profile anlegen und vieles mehr
Das Angebot von
"Last FM" ist für Musiker und Hörer kostenlos; die Urheber der gesendeten (d.h. gestreamten) Werke erhalten angeblich sogar Tantiemen (und zwar unabhängig von einer GEMA-Mitgliedschaft). 
Das System hat noch einige Macken in der Bedienungsfreundlichkeit, die aber laut Aussage der Betreiber bald behoben sein werden.
Soweit meine Erfahrungen aus der Erprobungsphase. Ich selber kann momentan nicht mit allzu vielen Internetradio-Erfahrungen prahlen, weil ich noch immer mit einem langsamen 56 kBps-Modem surfe. Ich würde mich daher freuen, wenn mir von Euch jemand bei Gelegenheit seine Erfahrungen berichtet. Dies ist ein guter Link, um zu beginnen: www.lastfm.de/music/Holger+Saarmann


Viele Grüße, 

Holger Saarmann






Berlin, 17. März 2008


Hallo, liebe Liederhörer!

Keine Sensationen diesmal: Ich arbeite an einer neuen CD, diesmal einer nur mit eigenen Liedern. Das heißt: Alle Nebenstraßenbühnen-Hits der letzten Jahre (die ich teils schon in nicht mehr erhältlichen Demoaufnahmen verbreitet habe) und einige neue Lieder werden darauf versammelt sein. Dauert aber, realistisch eingeschätzt, bestimmt noch ein halbes Jahr.

Berlin in Realität und Fiktion hat die letzten vier Wochen geprägt:

Mittels DVD habe ich mir die geballte Ladung von 86 Folgen der TV-Serie "Berlin, Berlin" gegeben. Mit einigem Genuss.

Das reale Berlin sieht allerdings ganz anders aus: Der ehemalige Szene-Kiez Prenzlauer Berg, in dem ich zufällig wohne, verkommt zunehmend zum Kies-Kiez. Millionenschwere Investoren aus der ganzen Welt kaufen reihenweise Wohnhäuser, um mittels Kernsanierung und diverser Ausbauten teure Eigentumswohnungen zu schaffen, die dann von reichen Nichtberlinern als Steuer-Abschreibungsobjekte erworben werden. Ende letzten Jahres hat es auch mein Haus erwischt: Nach dem Plan des neuen Besitzers müssten wir schon alle in Umsetzwohnungen hocken, aber wir sind stur!

Schon allzu oft nämlich haben sich die üblichen Zusicherungen der Firma, man dürfe nach der Sanierung seine Wohnung zum geringfügig erhöhten Mietpreis wieder beziehen, als Lügen erwiesen: Die neuen Eigentümer hatten bereits an Leute vermietet, die mit Vergnügen das Dreifache der bisherigen Miete (ca. 9 € Kaltmiete pro Quadratmeter) zahlten. Bei solchen Einnahmen ist eine fünfstellige Vertragsstrafe im Nu wieder auf dem Konto.


Wir berichten in unregelmäßigen Abständen über die Lage auf www.s30a.blogspot.com

Wer weiß: Vielleicht entsteht ja noch ein Lied zum Thema!

Holger Saarmann


PS: Weil ich immer wieder danach gefragt werde:
Das "Klingende Museum", ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche unter Anleitung sinnlichen Erstkontakt mit Musikinstrumenten erleben können, ist in der Zingststraße 15 im Stadtteil Wedding, nahe dem Gesundbrunnen-Center.
Ich arbeite dort gelegentlich als musikpädagogischer Instruktor. Wer sich näher für den Laden und sein Angebot interessiert, nehme bitte über den obigen Link Kontakt zur Zentrale auf!






Berlin, 17. Februar 2008


Hallo, liebe Liederhörer!

So langsam entsteht ein Konzertkalender für das Jahr 2008, das ja nun auch schon nicht mehr ganz neu ist. Es ist nicht immer leicht, Veranstalter für Programme namens "So küsste mich meine Friseuse", "Winnetou ist ein Christ ...", oder "Glaubt uns kein Wort!" zu finden. 

Obwohl ich meinen Berliner SongSlam-Titel im Dezember an Johanna Zeul abtreten musste (was ich aber gern tat), begann das neue Jahr eigentlich so vielversprechend, wie das alte endete:

Mein "Wanderlied" aus der CD "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen" wurde überraschend für die Liederbestenliste nominiert, das ist eine Art Lieder-Hitparade, die monatlich von einer 20-köpfigen Jury zur Förderung des deutschsprachigen Liedes ausgelobt und von diversen öffentlich-rechtlichen Radiosendern ausgestrahlt wird. Ob sich mein Lied da tatsächlich platziert, bleibt abzuwarten; es sind immer zahlreiche gute, teils prominente Interpreten im Rennen.

Meine "Ode ans Diesseits" wurde, wie ich leider nur zufällig mitbekam, vom Humanistischen Verband Deutschland entdeckt und in seiner Vereinszeitschrift abgedruckt.


Dagegen hat mit meiner Genehmigung ein Freund seinen Berlin-Besuch vor einem Jahr mit der Kamera dokumentiert und hier, bei youtube.com eingestellt; darin ist ausschnittsweise "Meine Friseuse" live bei einem privaten Küchenkonzert zu sehen.

Ferner kam mir zu Ohren, daß es in Berlin-Reinickendorf einen Männerchor namens "Saarmann'sche Liedertafel 1873" gibt. Außer dem Namen und der öffentlichen Darbietung von Liedern haben wir zwar nichts miteinander zu tun, aber der Name Saarmann ist so selten, daß einige Monate vertiefter Ahnenforschung vielleicht eine weit entfernte Verwandtschaft mit den Chorgründern ans Licht bringen würde. Allerdings leben die nicht mehr. Also, was soll's ...


Holger Saarmann






Berlin, 29. November 2007


Hallo, liebe Liederhörer!

Das Jahr verklingt eher still: Kurzauftritte im Rahmen zweier SAGO-Konzerte in Bern, kurz vor Silvester, stehen noch bevor. Die geplanten Karl-May-Lesungen mit Dr. Johannes Zeilinger am 1. und 3. Advent wurden vom DHM ohne Begründung abgesagt.

Am Tourplan für das nächste Jahr wird noch gebastelt: Im Mai gibt es ein paar Konzerte im Schwarzwald, einige zusammen mit meiner Kollegin Annett Kuhr aus Rottweil.

Der Herbst war sehr nett zu mir:
Am 27. Oktober gewann ich den 1. Song-Slam im Friedrichshainer Zebrano-Theater, moderiert und veranstaltet von Sebastian Krämer, musikalisch flankiert von Danny Dziuk. Meinen Titel werde ich am 4. Dezember, beim 2. Song-Slam verteidigen; da wird Bodo Wartke mit beteiligt sein, zum Glück außer Konkurenz!

Ein Auftritt auf der Offenen Bühne beim Liederfest Hoyerswerda (früher Liedermachertreffen) bescherte mir nach Publikumsabstimmung überraschend einen zweiten Auftritt beim abendlichen Preisträgerkonzert mit dem vierköpfigen Duo Hasenscheiße (Potsdam), Vanessa Maurischat, McKinley Black und Manfred Maurenbrecher (alle Berlin).

Am Sonntag folgte ich dann der freundlichen Einladung meines Kollegen Steffen Haas nach Dresden, denn der veranstaltet seit über einem Jahr die "Offenen Bühne im Hecht". Absolut kultig und allerliebst! Eine beispielhaft engagierte Organisation und, liebe Dresdener, Ihr seid ein ganz tolles Publikum! Demnächst gibt's hier Fotos.

Angenehme Vorweichnachtszeit

wünscht

Holger Saarmann





Berlin, 13. Oktober 2007


Hallo, liebe Liederhörer!

Endlich:
Am 11. Oktober ist unsere CD "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen" erschienen
und hat bereits bei zwei Konzerten im Rahmen des Berliner Karl-May-Kongresses reißenden Absatz gefunden.

Wir sind sehr froh, denn der größte Teil der Aufnahmen war eigentlich schon im Frühling 2006 im Kasten. Zuletzt sind Vivien und ich mit all unseren Aufnahmen noch zu nuphobia (Kreuzberg) ins Studio gegangen, um zu schauen, ob da ein Mischkünstler wie Phil Freeborn nicht noch mehr herausholen könne. Er konnte. Und so konnte ich meine eigenen Rauhmixe der letzten Monate getrost in die Tonne treten.

Die CD hat ein 16-seitiges Booklet mit Fotos, allen Liedtexten, sowie historischen und persönlichen Hintergründen. Und weil die CD mit 18 Titeln noch nicht voll war, haben wir noch zwei versteckt ... aber das ist geheim!

Die CD wird nicht nur über meinen Online-Shop (wo die Hörproben nur darauf lauern, von Euch angeklickt zu werden) erhältlich sein, sondern auch beim Karl-May-Verlag Bamberg, beim Bluebird Shop Berlin (das ist quasi der Online-Shop zum Label, auf dem sie erscheint) und außerdem, solange (bis 6. Januar) die Karl-May-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin läuft, ebenda im Cedon-Museumsshop. Und natürlich auf allen Konzerten, die ich mit und ohne Vivien gebe. So etwa am 20.10. in Bad Bentheim (solo) und am 21./ 22.11. in Berlin-Friedrichshain (mit Vivien). Näheres hier, im Konzert-Kalender.

Bis demnächst!

Holger Saarmann










Auf CD: Die musikalische Essenz aus dem

Bühnen-Dauerbrenner "Winnetou ist ein Christ ..."

Erhältlich u.a. hier, in meinem Shop.



 



Berlin, 24. Juli 2007


Hallo, liebe Liederhörer!

"Songs an einem Sommerabend", was für ein Erlebnis!

Angesichts der riesigen Freilichtbühne und der erwarteten 9000 Zuschauer (an drei Abenden) hatte man mich eingeladen, meine Musiker mitzubringen, nicht wissend, daß ich Akkordeon, Flöten und Percussion auf der Demo-CD selber spiele. Ich besann mich auf meine liebe Kollegin Reinhild Kuhn, die ein oder zwei Nullen bei der Zuschauerzahl überlas und sorglos zusagte. Sechs Wochen probten wir Gitarre-Akkordeon-Arrangements für "Meine Friseuse", "Begleiter", "Bahnsteig gegenüber" und "Ode ans Diesseits" und zuletzt die "Briefballade" zur Klavierbegleitung. Die ersten drei Lieder für die beiden Open-Air-Konzerte, die restlichen für das Preisträger-Konzert.

Am Mittwoch schlagen wir der streikenden Bahn ein Schnippchen und erscheinen pünktlich zum Soundcheck auf der Klosterwiese bei Banz (Oberfranken), dicht gefolgt von düsteren Gewitterwolken, die den ganzen Zeitplan des äußerst freundlichen und geduldigen BR-Teams durcheinander bringen. Man befürchtet die völlige Versumpfung der Publikumswiese.

Wie gut, daß unser erstes Konzert, nämlich das der Preisträger der Hanns-Seidel-Stiftung, moderiert von Roland Leitner, am Donnerstag, im Innern von Kloster Banz stattfindet. Die ca. 500 Eintrittskarten hierzu, so heißt es, waren, wie in den Jahren zuvor, über eine Telefon-Hotline innerhalb eines einzigen Vormittags ausverkauft. Hier, so die Banz-Legende, begannen Stars wie Rosenstolz und Willy Astor ihre Karrieren. Wenn man die 19 Namen des frisch erschienenen pläne-Samplers optimistisch liest, so bekommen sie dieses Jahr ernstzunehmende Konkurenz von Anna Piechotta
& Niklas Turmann, Tom van Hasselt, vom Aluna-Quartet, dem Singenden Tresen, sowie von Holger Saarmann & Reinhild Kuhn!
Seltsam: Landauf, landab sind Veranstalter der Meinung, für Lieder(macher)konzerte abseits der Gute-Laune-Schiene gäbe es kein Publikum mehr. Und ausgerechnet eine Stiftung der CSU (nicht gerade die politische Heimat der Liedermacher-Tradition, oder gar meiner selbst) erbringt seit 20 Jahren immer wieder den Gegenbeweis – nicht mit Star-, sondern mit Nachwuchskonzerten! Der einzige, der das sonst noch schafft, nämlich alljährlich im bayerischen Friedberg, ist Christof Stählin mit SAGO, seiner Akademie für Poesie und Musik.


A propos Tradition: Neben den Konzerten bleibt viel Zeit im Versorgungszelt, um meinen Nachwuchs-Kollegen das korrekte fränkische Anstoßen, sowie das ungefähre Rezept zur Zubereitung eines Gerupften zu erklären, derweil Reinhild von der Beeren- und Kräutervielfalt fränkischer Wälder schwärmt. Unterdessen trudeln die Stars des Hauptprogramms ein: Bodo Wartke und Sebastian Krämer, hochgeschätzte Bekannte aus Berlin, Viva Voce, kontaktfreudige Jungs aus Franken, aber auch die unnahbar wirkenden Pop- und Altstars: Kühle Blicke von den Seern, keinerlei Regung in der Mimik Kunzes oder der Thalheim. So wird man wohl in über dreißig Jahren Konzert-Routine. Reinhard Mey immerhin grüßt mit einem freundlichen Blick in die Runde; dem möchte ich doch wenigstens die Hand schütteln!

Freitag eignet sich das Wetter bestens zur Illustration des Wortes "unbeständig". Wir erhalten einen Regenwetter-Ablauf, der das Programm aller Mitwirkenden jeweils um mindestens ein Lied kürzt. Es gibt kein Schutzdach auf der Bühne: Musiker, Moderatoren und Publikum sitzen im selben Boot! Unwetter gehören nach 20 Jahren zur Festivaltradition: Bodo Wartke kommentiert sie später treffend mit dem Hinweis auf die angeblich am Verkaufsstand angebotenen T-Shirts mit der Aufschrift: "Banz – ich hab’s überlebt!"

Eigentlich Wahnsinn: Abgesehen von drei öffentlichen Proben im Berliner "Scheinbar"-Varieté, sowie einer auf dem Kreuzberg, bringen Reinhild und ich die neuen Arrangements sofort einem kaum überschaubaren Publikum zu Gehör ... und es gelingt! Einzig meine Finger sind wetterbedingt so klamm, daß ich kaum den neuen "Bahnsteig gegenüber"-Groove halten kann. Aber wir verbreiten Freude, haben Spaß und zudem (um gerade mal 19.40 Uhr) den Vorteil, unserem Publikum noch in die Gesichter sehen zu können.


Meinen Unmut erregt viel später das Finale, weniger weil ich es kitschig finde:

Guten Glaubens reihe ich mich am Bühnenrand hinter Preisträger Aluna ein, doch als die Musiker-Schlange auf ein Zeichen hin zum gemeinsamen Finale die Bühne betritt, packt mich plötzlich jemand am Ärmel und sagt: "Sie nicht!"

Die Information, daß Nachwuchskünstler nicht am Finale teilnehmen, hat mich nicht erreicht. Vorprogramm und Hauptprogramm gelten beim BR als zwei Konzerte und werden auch separat voneinander ausgestrahlt. Da darf der TV-Zuschauer bei "Gute Nacht, Freunde" keine Musiker auf dem Bildschirm sehen, die in der Sendung am Vorabend aufgetreten sind. Klingt einleuchtend, was Regisseur Heinz Lindner mir da erklärt. Wahrscheinlich hätte uns dies Festivalchef und Vorprogramm-Moderator Ado Schlier sagen müssen, der dieses Event seit 21 Jahren stemmt.

Einlass aufs Festivalgelände ist erst um 17 Uhr, aber wie schon am Freitag strömen bereits am Vormittag die Festival-Pilger die Straße unter meinem Klosterzellenfenster hinauf und versammeln sich mit ihren Liegematten und Provianttaschen in der Allee der Wartenden.
An diesem sonnigen Samstag eröffnet uns Herr Schlier, man sei mit dem gekürzten Programm vom Vortag so zufrieden gewesen, daß wir auch heute abend jeweils auf ein Lied verzichten sollen; ob wir einverstanden seien? Meine Antwort ist ein klares Nein, und der übrige Nachwuchs sieht das genauso. So singen wir schließlich alle das, was abgemacht war und verkürzen damit unserem Publikum die Wartezeit bis zum Hauptprogramm.

Hauptprogramm? Im Publikum ist niemand, der nur wegen des Hauptprogramms hier wäre. Alle 5000 Menschen scheinen aufs Höchste konzentriert, und das bei einem Open Air – es ist die reine Freude, hier zu spielen! "Schau", sage ich zu Reinhild, "das sind die Franken! Mit denen habe ich neun Jahre zusammengelebt!" Die "Franken", die da zahllos vor uns auf der Wiese sitzen, reagieren fröhlich auf die Widmung.
Beim Abtreten erwartet mich Kunzes Manager und Mitmusiker Wolfgang Stute, ein sehr netter Gesprächspartner, der wie ich Jahre in Bamberg gelebt hat. Grinsend reicht er mir den "Fränkischen Tag" (Ausgabe Lichtenfels). Die Schlagzeile auf der Titelseite lautet: "Große Stars auf Banz", aber darunter nicht etwa ein Bild von Kunze oder Mey, sondern von mir! Nicht zu fassen! Glaubt Ihr nicht? Den Beleg hat Gerhard Müller aus Bamberg hier auf seine Website gestellt.

Nicht belegen kann ich das Lob, das ich von Reinhard Mey für "Meine Friseuse" erhielt:

Das Lied habe ihn den ganzen Tag verfolgt!

Also, die wenigen Anlässe zum Unmut verblassen rückblickend fast gänzlich vor der beinahe magischen Gesamtatmosphäre. Dafür allen offiziell Verantwortlichen, insbesondere Monika Schlier, Roswitha Weiß, Hans-Peter Niedermeier und Roland Leitner herzlichen Dank!

Auch private Dankbarkeit empfinde ich anlässlich des Festivals für einige Menschen, aber das geht im Internet niemanden was an. Außer Reinhild: Es war ganz wunderschön, mit Dir zusammen diese Auftritte zu bestreiten! Lass uns das bald wiederholen: Es warten weltweit sicher noch viele Festivals auf uns beide!



Den ersten längeren Radio-Mitschnitt der
"Songs an einem Sommerabend 2007" gibt's am 15. August von 19.45 bis 22 Uhr auf RAI - Radio Bozen, das nicht nur in Südtirol, sondern per Internet weltweit zu hören ist. (Auf www.senderbozen.rai.it rechts oben "Radio LIVE" anklicken, dann sollte sich ein Realplayer öffnen ...)

TV-Mitschnitte folgen im BR am 17. August von 23.30 bis 1 Uhr (Viva Voce, Heinz Rudolf Kunze, Sebastian Krämer, Reinhard Mey, Bodo Wartke, Barbara Thalheim und Seer) und am 23. August von 22.45 bis 23.15 Uhr (Der Singende Tresen, Tom van Hasselt, Anna Piechotta, Holger Saarmann und Aluna).

Eine etwas andere Auswahl aus der ursprünglich sechsstündigen Veranstaltung gibt’s dann am 2. September von 15 bis 17 Uhr auf Bayern2Radio.

Und zur Einstimmung werden im BR (TV) noch drei Sendungen über Konzerte der Vorjahre wiederholt, jeweils Freitags ab 23.30 Uhr: 3. August (2005), 10. August (Best of 1991-2002) und am Donnerstag, den 16. August ab 22.45 Uhr (2006).



Beste Grüße aus Berlin sendet Euch


Holger Saarmann



PS:
Das nächste öffentliche Saarmann-Konzert ist mit Hornberger am 1. September in Pankow.
Hier gibt's Näheres.










"Songs an einem Sommerabend": Ein kleiner Teil unseres Publikums am Samstag, 7. Juli 2007
















Blick von meinem Klosterzellenfenster aufs Festivalgelände: Pilgerscharen sammeln sich in der Allee der Wartenden.



















Die Allee der Wartenden, Stunden vor Einlass auf das Festivalgelände.









Berlin, 22. Juni 2007


Hallo, liebe Liederhörer!

In einer knappen Woche ist es so weit:

Hornberger & Saarmann feiern Premiere mit ihrem gemeinsamen Programm "Glaubt uns kein Wort!" hoffentlich mit Euch, Ihnen und Dir!

Donnerstag, 28. Juni, 20.30 Uhr

im Zebrano-Theater am Ostkreuz, Sonntagstraße 8 in Berlin-Friedrichshain.

Letzten Montag hatten wir am selben Ort bereits das Vergnügen, einen kleinen Auszug unseres Liederabends vor großem Publikum zu präsentierenals Gäste von Bodo Wartke. So wie seine Fans uns beklatscht haben, werden sie wohl alle kommen, und dann wird es wirklich voll in Friedrichshains gemütlichstemund bestemMusiktheater! Bloß gut, daß wir noch einen zweiten Termin haben: Freitag, 29. Juni, 20.30 Uhr am selben Ort.

Hier zu erklären, was genau hinter dem wahrhaft unglaubwürdigen Titel steckt, hieße Athen zu den Eulen zu tragen, drum lest lieber dies hier.


Allen, die meine Lieder schon zu kennen glauben, sei gesagt: Ich selber habe sie durch Hornbergers musikalische Zutaten von völlig anderen Seiten (oder überhaupt erst richtig) kennen gelernt! Und wer diesem berlinerischsten aller Berliner Liedermacher noch nie begegnet sein sollte, der hat bei "Glaubt uns kein Wort!" die beste Gelegenheit dazu - während Hornberger-Kenner erstmals Hornbergersche Liedkunst mit Saarmannscher Note erleben können. Und nicht auszudenken, was alles zwischen den Liedern passieren wird!

Wir empfehlen Euch, Karten zu reservieren. Kontaktdaten hier, im Konzertkalender.



Als das Jahr der Kolaborationen habe ich 2007 angekündigt und dabei an Hornberger und Claudia Gorr gedacht.

Reinhild Kuhn (auch bekannt durch ihre Finger-Comedy als Kuhn Li) ist aber nun diejenige, die mich vom 5. bis 7. Juli beim oberfränkischen "Songs an einem Sommerabend" mit Akkordeon, Klavier und Singstimme begleiten wird. Wir waren 2004 als Asphaltbarden so verblieben, daß wir mal wieder was zusammen machen würden, und ich wusste seither, daß ich Reinhild bei einer neuen Solo-CD gern dabei haben würde. Nun haben wir eine Handvoll meiner Lieder neu arrangiert, und wenn wir uns auf diesem Liederfestival nicht vor Lampenfieber ständig verspielen (erwartet werden immerhin ca. 8500 Besucher an drei Abenden), so wird es auf meiner geplanten CD vielleicht auch Live-Aufnahmen geben.

Wäre meine Winnetou-Partnerin Vivien Zeller nicht durchs TFF Rudolstadt verhindert, hätte man vielleicht sogar als Trio anreisen können ...

Bitte beachtet, daß die Liste der auftretenden Künstler seit der Ankündigung Ende April länger geworden ist!

Die Ausstrahlungstermine für Radio & TV wurden leider noch nicht bekanntgegeben.

Herzliche Grüße aus Berlin sendet Euch

Holger Saarmann











Albern! Hornberger und Saarmann, hier in umgekehrter Reihenfolge. "Glaubt uns kein Wort!" feiert am 28.6. seine Premiere im Zebrano-Theater (Berlin-Friedrichshain)




















Reinhild Kuhn begleitet mich bei "Songs an einem Sommerabend" auf Kloster Banz (Oberfranken)






Berlin, 28. April 2007


Hallo, liebe Liederhörer!

In den neun Jahren, die ich in Franken gelebt habe, wusste ich zwar vom Hörensagen, daß es auf Kloster Banz bei Bad Staffelstein das Festival "Songs an einem Sommerabend" gibt, habe es aber immer versäumt oder fuhr stattdessen zum Folkfest nach Rudolstadt.

Dieses Jahr allerdings führt kein Weg an Kloster Banz vorbei: Die Hanns-Seidel-Stiftung hat Tom van Hasselt, dem "Singenden Tresen" (beide aus Berlin), Anna Piechotta & Band (Hannover), "Aluna" (aus Südtirol) und mir jeweils den Nachwuchsförderpreis für Liederpoeten zuerkannt. Er wird auf dem Festival überreicht und ist verbunden mit Kurzauftritten an drei Abenden, an denen außer den Preisträgern Reinhard Mey, Barbara Thalheim, Heinz Rudolf Kunze, Sebastian Krämer, Viva Voce und Seer mitwirken. Es moderieren Bodo Wartke und Ado Schlier.
Das alles findet statt vom 5. bis 7. Juli. Der Bayrische Rundfunk zeichnet die Konzerte fürs Fernsehen auf. Genaueres teile ich Euch hier, im Konzertkalender mit, sobald ich es selber weiß. Allerdings kam mir zu Ohren, daß Eintrittskarten sehr begehrt seien. Sicherlich auch, weil Reinhard Mey die Veranstaltung von 1987-96 moderiert hat.

Bis Juli bleibt noch etwas Zeit für einige Auftritte in Berlin:

20.5.  "Gnadenlos handgestrickt", neben Blanca Núñez und (Gastgeber) Lutz Keller

30.5.  "Winnetou ist ein Christ" mit Vivien Zeller

28./ 29.6.  "Glaub uns kein Wort" (Arbeitstitel) mit Hornberger (Premiere!)

Die genauen Orte und Zeiten findet Ihr ebenfalls im Konzertkalender.

Mein gemeinsames Programm mit dem Berliner Urgestein Hornberger beginnt zur Zeit, Gestalt anzunehmen: Viele unserer alt(bekannt)en Lieder werden wir zusammen spielen und somit völlig ungewohnt interpretieren. Ganz neue Lieder, die zuvor nie aufgeführt wurden, sind ebenfalls vorgesehen. Und es wird, soviel ist sicher, auch zwischen den Liedern allerhand passieren, denn Hornberger ist ein Kollege, der Bewegung und Action auf die Bühne bringt
seit über 20 Jahren.

In unserer CD-Produktion "Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen" ist wirklich der Wurm drin:

Mal ist das Mischpult kaputt, mal ist Vivien krank oder anderweitig verpflichtet, dann bin ich wieder auf Achse ...

Gut möglich, daß mein Solo-Album (mit ausschließlich eigenen Liedern) noch vorher erscheinen wird. Seit Weihnachten habe ich hier und da die CD "Soundcheck Dezember 2006" unters Volk gebracht, aber die ist (wie Käufer und Beschenkte wissen) nur ein Check, ein Versuch. Arrangements und Mixe werden noch überarbeitet, einige Lieder ganz neu aufgenommen, andere fürs erste wieder ausgesondert. Neue Lieder sind im Entstehen, die vielleicht auch noch mit drauf wollen ...

Dieses zum Beispiel.


Herzliche Grüße aus Berlin sendet Euch


Holger Saarmann



























Vivien Zeller und Holger Saarmann

auf den Spuren Old Shatterhands

Foto: Katalin Zenker



 



Berlin, 19. Februar 2007


Liebe Liederhörer
!

Ein herzlicher Gruß an alle neuen Freunde meiner Gitarrenballaden, in Berlin und in Frankfurt. Dort, einen Steinwurf von der Oder entfernt, fand am Wochenende zum achten Mal die alljährliche
"Werkstatt Lied" statt, und während ein Stück stromabwärts die "Traumpaare der Volksmusik" die Massen verführten, bewiesen wir zu elft, daß man auch ohne falsches Lächeln und volksdümmliche Posen ein Publikum gewinnen kann, und zwar ein erlesenes.
"Werkstatt" hieß für mich, Neues zu probieren, und so begleitete ich meine exzellente Kollegin
Claudia Gorr auf der Querflöte. Das wollen wir demnächst öfter machen, etwa auf der Berliner Vernissage des bekannten polnischen Karikaturisten Tomek Woloszyn, der dann auch Bass spielen wird. Diesen und zwei weitere Auftritte in Pankow findet Ihr, obwohl wir vorrangig die Lieder der Gorr spielen werden, in meinem Konzert-Kalender. (Claudia hat noch keine eigene Website.)

Claudia Gorr singt ihre makellos schöne Poesie mit tiefer, warmer Stimme und hat außerdem ein Händchen für stimmungsvolle Gitarrenbegleitung. Es war schon vor fast drei Jahren im Projekt "Asphaltbarden" eine Freude, da mitzuspielen. Und heute erst!


Ein
Januar-Rückblick:
Der Auftritt mit den Lyrikern
Marcus Brühl und Mario Wirz im Literaturforum Brecht-Haus war herausragend, weil ihn so viele Menschen erlebt haben, die aus Gewohnheit Lyrik im Wechsel mit Instrumentalmusik erwartet hatten. Dabei können doch auch Lieder eine hübsche Auflockerung sein!
Ich darf außerdem vermelden, daß meinem Antrag auf
Aufnahme in Sebastian Krämers Förderverein Genie & Wahnsinn stattgegeben wurde. Das freut und ehrt mich ebenso sehr wie Krämers Meinung, "Meine Friseuse" sei "eines der besten Lieder, die in letzter Zeit von Kollegen der Zunft rausgehauen wurden".

Meine Berliner
Solo-Konzerte wurden leider von den meisten, die mich durch interessierte Anfragen in den letzten Monaten zu ihrer Planung motiviert hatten, versäumt. Die Berliner glauben nämlich: Was du heute verpasst, kannste dir auch nächste Woche, nächsten Monat noch reinziehen. Zum Glück gab es aber einige neugierige junge Leute, die dieses irrige Urvertrauen nicht hatten, sondern "wer weiß was" dachten, nämlich: "Wer weiß, was morgen ist?" Und dann begaben sie sich, ohne so recht zu wissen, was sie erwartete, durch die malerisch verschneite, bunt erleuchtete Sonntagsstraße, nahe dem Ostkreuz, in eines der stilvollsten kleinen Theater Berlins, das Zebrano.
Jene, die dies nicht taten, werden bis zum nächsten Saarmann-Konzert lange
warten oder weit reisen müssen!

Das Kurioseste, was mir im Januar widerfuhr, war die Programmänderung aus meteorologischem Anlass:
"Kyrill" gab eine kostenlose Open-Air-Vorstellung, so daß Vivien Zeller und ich unseren "Winnetou"-Abend in der Bibliothek Weißensee verschieben mussten. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Wir hoffen für die Zukunft auf eine bessere Kooperation seitens der Wetterveranstalter.


Holger Saarmann

















Im Halbfinale des Berliner "Troubadour"-Wettbewerbs,

4. Mai 2006, nach Friseusenbesuch.

Foto: Mario Koss



 


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