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News
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Berlin, 22. Januar 2012
Liebe
Kenner der kleinen Künste,
das knapp drei Wochen junge Jahr 2012 ist für meine Bühnenaktivitäten vor allem das
Jubiläumsjahr eines alten Meisters trivialer bis mystischer Erzählkunst:
Karl May. Wäre er nicht vor 100 Jahren gestorben, würde er heuer seinen 170. Geburtstag feiern.
Und gäbe es eine Tradition, anstelle der runden die "verflixten siebten" Jahre zu feiern, hätten
Vivien Zeller und ich ebenfalls ein Jubiläum:
Unser Bühnenprogramm
"Liedern,
so deutsch wie der Wilde
Westen" gibt es seit 2005!
Seither hat es sich natürlich mit uns verändert: Manche Lieder auf unserer gleichnamigen CD haben wir schon seit Jahren nicht mehr live gesungen, weil wir sie auf der Bühne durch andere
ersetzt haben. Auch wird die Stimmung des Abends nicht mehr durch Winnetous Tod getrübt
– zugunsten eines ungleich unterhaltsameren literarischen Ereignisses.
Leider klaffen noch ein paar Lücken in unserem
Tourplan (dort gekennzeichnet als
zu vergeben
), die uns hoffentlich noch mit geographisch sinnvollen Anschlussgigs zu füllen gelingen
werden.
Gerne könnt Ihr uns Veranstaltern Eures Vertrauens empfehlen!
Was meine Solo-Karriere 2012 angeht, so kann
ich Euch momentan nur Kurzauftritte im Rahmen von Liederwerkstätten anbieten:
Am 18. Februar in Frankfurt (Oder) und am 14. Juli in Hohenbüssow
(Vorpommern).
Die werde ich nutzen, um Euch meine (dann) aktuellsten Lieder vorzusingen.
Wer nicht kommen, aber hören mag, muss klicken, und zwar hier.
Und wer generell lieber klickt als Konzerte besucht, oder über wenige
Klicks Empfehlungen sucht, was für Konzerte in der deutschen
Chanson-Szene stattfinden werden, der abonniere doch das neue Online-Magazin für Liedermacher, Chanson, Kleinkunst & Folk,
"Ein Achtel
Lorbeerblatt".
Hier, in meinen eigenen vier virtuellen Wänden, sollte ich noch auf
auf die neue Seite "Ihr
Liederabend" hinweisen. Auch wenn Sie keinen eigens
für Sie gestalteten Auftritt von mir buchen wollen: Es gibt dort hübsche
Fotos!
* * * * * * * * * * * *
Abschließend noch eine Nachricht, die durch meine zweifache Beteiligung an der Berliner
Fête de la Musique nicht zu den ganz privaten zählt; schließlich war dies auch
Thema meiner Rundmails und "News":
Im Dezember 2010 musste ich – nach dreijährigem Widerstand
– der Kernsanierung "meines" Hauses in
Prenzlauer Berg weichen. Allerdings mit einer akzeptablen Modernisierungsvereinbarung in der Tasche, und so wie es momentan aussieht, hat sich der Investor an die Vereinbarungen mit allen Mietern des Hauses gehalten. Das heißt: Ich und alle, die es sonst wollen, werden in den nächsten Wochen
– und das sind die "News" – in das sanierte Haus zurückziehen und dort zu vorläufig moderaten Mieten wohnen können.
Manche haben übrigens den Widerstand erfolgreich aufrecht erhalten, mussten (laut richterlichem Beschluss) keinerlei Modernisierung akzeptieren und auch nicht ausziehen!
Ich weiß nicht, ob ich mich in einer frisch sanierten Wohnung wohlfühlen
werde. Habe aber auch keine Lust, mir in Berlin etwas stilvoll
Heruntergekommenes zu suchen.
Ich hoffe, daß davon irgendwann im Haus-Blog "Wir bleiben alle" zu lesen sein wird, der im letzten Jahr leider nicht gepflegt werden konnte.
Herzliche
Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen
Holger Saarmann
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Finale des Liederwerkstatt-Konzertes am 12. Februar 2011
im Theater
des Lachens, Frankfurt (Oder)
mit
Michael
Günther, Marianne Salz, Matthias
Arndt,
Pittkunings (am Mikro), Björn
Andresen, Christian
Schmiedt,
Erwin Köhler, Claudia
Wołoszyn und mir.
Dieses Jahr, am 18. Februar, findet das Werkstatt-Konzert
ebenfalls
wieder im Theater
des Lachens statt
–
teils
mit anderen Künstlern.
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Berlin, 27. September 2011
Liebe
Kenner der kleinen Künste,
nebenstehend seht Ihr den Text meines aktuellen
Liedes "Schon mal", das ich anlässlich der Liederwerkstatt
Hohenbüssow fertiggestellt habe. Da ich mich diesen Sommer ganz der
Erforschung neuer Medien widmete, habe ich dieses Lied nicht nur in einer
Demo-Fassung auf facebook.de
und auf soundcloud.com
erstveröffentlicht, sondern – und das ist nun wirklich innovativ –
auch den Text in QR Code übersetzen
lassen; das sind diese neumodischen Strichcodes auf Konsumprodukten,
Wahlplakaten, Naturschutzgebiet- und Baudenkmäler-Erläuterungstafeln,
etc., die der unschuldige Passant mit seinem Mobiltelefon scannen soll, um
über Funk-Internet an Informationen zu gelangen, die man früher gar
nicht oder nur sehr kleingedruckt mitgeteilt hätte. Wer für Bahnfahrten
hin und wieder Online-Tickets löst, kennt diese Codes schon länger; man
darf sie – der Scanbarkeit zuliebe – angeblich nicht knicken, obgleich
andere Quellen behaupten, daß sie auch bei 30-prozentiger Zerstörung
noch lesbar seien.
Wie dem auch sei: Dies ist also "Schon mal" auf QR. Diese
Codes erinnern ein wenig an die 3D-Bilder, auf die man in den 90ern
starrte, bis sich – manchmal – dreidimensionale Umrisse
herausschälten. In der Tat habe ich beim Dichten meine Worte so gesetzt,
daß bei Betrachtung der QR-Darstellung ein adäquates dreidimensionales
Bild entsteht. Man vergrößere das Muster auf Monitormaße und suche!
Wem das zu schwierig ist, der versuche sich zunächst an dem kleineren
Motiv.
Wer es einfach nur mit seinem Handy einscannt, der landet auf meiner
Musikseite bei facebook und kann das Lied einfach nur hören. Ebensogut
aber kann oben rechts der Link zu facebook angeklickt werden.
Oder vergesst den ganzen Quatsch und kommt in eins
meiner nächsten Konzerte!
Wenn Ihr damit zu lange wartet, habe ich mich vielleicht schon dazu
entschlossen, live gar nicht mehr zu musizieren, sondern nur noch Tafeln
mit vergrößerten QR-Codes in die Höhe zu halten, welche die
Konzertbesucher mittels ihrer Telefone einscannen, um der Musik im
Internet zu lauschen.
Womit sich auch erübrigen würde, bei Konzertbeginn die Handys
abzuschalten.
Und wer diese Idee in die Tat umsetzen möchte: Auf
dieser Website kann man einfach, schnell und kostenlos seine eigenen
QR-Codes generieren!
Herzliche
Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen
Holger Saarmann
PS:
Ich sollte hinzufügen, daß ich mangels technischer Ausstattung (ich lebe
ja noch immer ohne Mobiltelefon!) die QR-Codes nicht probe-gescannt habe!
PPS:
Meine progressiveren Kollegen möchte ich dazu anregen, die neue Technik
ernsthaft in ihre Bühnenshows zu integrieren:
Bereitet
zu euern Songs Playbacks (z.B. Drum-Machine) vor, ladet den Track bei Soundcloud
hoch und lasst den Weblink des Players zum QR-Code umrechnen. Druckt ihn
aus, vergrößert ihn auf DIN A3, klebt ihn auf Pappe und fordert
irgendeinen eurer (entsprechend ausgestatteten) Konzertbesucher während
der Show dazu auf, den Code zu scannen und das Handy lautzustellen. So
ertönt euer vorproduziertes Playback aus dem Zuschauerraum, und Ihr singt
dazu.
Das Experiment ließe sich erweitern mit mehreren vorproduzierten
Playbacks, zweiter und dritter Stimme, die sich zu einem Background-Chor
ergänzen.
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Berlin, 21. Juni 2011
Liebe
Kenner der kleinen Künste,
Sommeranfang ... daß ich nicht lache! Mitte April habe ich dieses Jahr
– im Zwickauer Muldetal blühten die Obstbäume – schon meine erste
Radwanderung unternommen, einschließlich Zelt-, bzw.
Freiluft-Übernachtung. Mein Konzert im Renaissanceschloss
Ponitz, auch das ein märchenhafter Ort, verschlug mich in die
Gegend, die vor 150 Jahren vom jungen Karl May unsicher gemacht wurde. Seinen
Geburtsort besuchte ich 2005; da war mir beim Blick
auf die
Landkarte bereits klar, daß der Mann bei der Behauptung, mehrfach nach
Amerika
gereist zu sein, niemals gelogen hat. Diesmal war ich selber dort, in
Amerika,
und darf verkünden: Die Amerikaner sind besser als ihr Ruf! Nur der
sächsische
Dialekt ist gewohnheitsbedürftig.
Geschichtsträchtig und magisch ist auch die Burg
Waldeck
im Hunsrück, vor 100 Jahren Pilgerstätte für Pfadfindergruppen und,
dank
seiner Internationalen
Chansonfeste
(Wikipedia-Link) in den 1960ern, die Wiege
westdeutscher
Liedermacherei. Dokumentiert übrigens hier
(YouTube), in einem TV-Bericht von 1966. Ab 1967 machten
sich dort die links-intellektuellen
Dogmatiker
breit und forderten, man möge diskutieren anstatt zu musizieren.
Ein Aufruf, den sich Liedermacher und ihre Fans bis in die späten 70er
hinein
zu Herzen nahmen. Heute ahnen wir, daß beides wichtig ist, aber zu den
heutigen
Waldeck-Festivals pilgern nicht mehr Tausende, sondern nur noch wenige
hundert.
Ist ja auch nicht mehr nötig, denn Neuentdeckungen macht man ja heute
im
Internet.
Zum Eröffnungskonzert waren heuer
Christof
Stählin (in oben genannter TV-Doku ist er übrigens ab Minute 7'30'' mit
seinem
damaligen Bühnenpartner Michael Wachsmann zu sehen) und eine Auswahl
seiner
(ehemaligen) SAGO-Schüler eingeladen. Ich
selber
durfte Teil dieser Auswahl sein und war somit nicht nur involviert,
sondern auch – lampenfiebernder – Zeuge
eines unfassbar
schönen Gemeinschaftskonzertes: Philip Rhaesa spielte zu einigen
Liedern Cello,
Luise Enzian die Harfe. Mich begleitete Matthias Binner am Klavier, und
ich
durfte mich bei ihm als Gitarrist revanchieren. Christof Stählin
moderierte
geistreich und voller Elan.
Ich persönlich würde mich freuen, wenn
Konzertbesucher
gefilmt hätten und ihre Mitschnitte ins Netz hochladen (oder für eine
solche
Veröffentlichung zur Verfügung stellen) würden!
Ich
würde sie hier verlinken. Wer sonst noch dabei war, lest Ihr in meinem Konzert-Archiv.
Übrigens liegt die eigentliche Burg(ruine) Waldeck einen waldigen
Steilhang
unterhalb der Lichtung, auf der das Festival stattfindet. Das war auch
schon in
den 60ern so. Die Landschaft ist spektakulär und wetteifert mit dem
Bühnengeschehen. Wohl ein Grund, warum vor 100 Jahren die Wandervögel
Wandern und Singen von vornherein kombinierten.
Sommeranfang heißt in Berlin auch Fête de la
Musique,
und wenn wir dieses Jahr schon keine eigenes Bühnenprogramm
präsentieren, so
doch wenigstens einen Video-Querschnitt
der
Geschehnisse vor einem Jahr.
Gefilmt von Lena Aebli (frixos
Videoproduktion)
– vom ebenfalls gentrifizierungsgefährdeten
Zebrano-Theater.
Herzliche
Grüße aus Berlin
sendet Euch und Ihnen
Holger Saarmann
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Berlin, 5. April 2011
Liebe
Kenner der kleinen Künste,
es ist schon eine Weile her, seit Ihr an dieser Stelle von mir gelesen
habt.
Konzerte kündige ich ja im Kalender oder per (meist regionaler)
Rundmail an,
und meine private Mitteilsamkeit im Netz hält sich, wie Ihr wisst, in
Grenzen – und so soll es auch bleiben.
Aber nun ist es an der Zeit, auf einige Neuerungen hinzuweisen:
Facebook
tritt an die Stelle von MySpace.
Mein MySpace-Profil werde ich in
den nächsten Monaten aufgeben.
Wahrscheinlich kommt mir der –
mittlerweile (Juli) Ex- – Besitzer Rupert Murdoch damit sogar zuvor,
denn
laut Wikipedia
wird
der deutsche MySpace-Standort ohnehin geschlossen: Zu
wenige Besucher (bzw. Klicks).
Kein
Wunder: Ein neues Programmierer-Team
verunstaltete das Design und der Musik-Player brauchte plötzlich
Ewigkeiten zum
Laden. Das Resultat: Kaum einer hat noch Bock auf dieses Forum. Es gibt
schon Veranstalter, die verbitten
sich den Verweis auf die MySpace-Profile ihrer Bewerber! Das
geht dann
natürlich gar nicht mehr, schließlich hatte ich das Profil für
Bewerbungszwecke angelegt!
Gerade rechtzeitig fand ich heraus, daß man per "BandPage" des
Anbieters Rootmusic
auf Facebook auch Musik hochladen kann. Das heißt, man lädt sie
auf Soundcloud
hoch, und von dort aus ist sie über die "BandPage" abrufbar
...
Das
soll einer verstehen! Aus Verzweiflung beschloss ich zunächst, mein MySpace-Profil
neu
zu
gestalten. Ist mir auch halbwegs gelungen. Facebook ist und bleibt
für
mich ein hochgradiges Ärgernis: Es
gibt keinen Kunden-, bzw. Benutzerservice, der einem was erklärt! Zum
Beispiel,
warum meine BandPage-Seite
nicht unter "www.facebook.com/saarmann", sondern nur
unter dem Direktlink
"http://listn.to/HolgerSaarmann"
aufrufbar
ist.
Wie dem auch sei: Ich habe mir das neue Profil zum Anlass genommen, neue
Musik hochzuladen: Die Lieder "So
kam ich zur Musik" (komplett von mir) und "Die
Freude (A Felicidade)" (meine Eindeutschung eines Bossa
Nova-Klassikers) sind neu.
Am 4.11.2010 habe ich sie live in einer
Interview-Sendung auf Radio Alex gesungen; leider wurden sie
durch einen
Kompressor dynamisch plattgemacht. Typisch Amateurfunk!
Professionell dagegen – ebenfalls
auf Facebook – ist
eine kurze (von mir nochmals geschnittene) Interview-Passage
aus
der Deutschlandfunk-Sendung "Querköpfe" vom
11.8.2010: Sie umrahmt den "Stillen Schlager",
der
allerdings von CD eingespielt wurde.
Hinzu kommen noch zwei altbekannte
Titel vom Album "Lieder,
so
deutsch
wie der Wilde Westen".
A
propos: Dank meines
Fans "deranderswer"
auf YouTube sind jetzt endlich Mitschnitte
unseres freundlichen Hildesheimer Konzertbesuchers Herbert Rahnenführer
im Netz veröffentlicht, die
Vivien Zeller und mich daran erinnern, daß wir unser
"Winnetou-Programm" nun schon seit über fünf Jahren spielen!
Natürlich können und wollen wir so kurz vor Karl Mays 100. Todestag
nicht
damit aufhören: Im Februar 2012 werden wir es – sicherlich nicht nur –
in seiner Geburtsstadt Hohenstein-Ernstthal
aufführen! Dazu werden sicherlich noch einige weitere Termine kommen. Zu
erwarten sind wohl 2012 jede Menge Karl-May-Jubiläumsprogramme in der
Kleinkunstszene, die sich an unserem, dem Original, messen lassen
müssen!
Die besagten "Winnetou"-Videos könnt
Ihr Euch auch hier
auf meiner Webseite anschauen, da ist
es gemütlicher als auf Facebook.
Übrigens muss
man auch nicht mehr MySpace besuchen, um "Meine
Friseuse" zu schauen; das geht jetzt
ebenfalls hier, in den eigenen virtuellen
vier Wänden.
So, wie es aussieht, wird es dieses Jahr
keine
hauseigene "Fête de la Musique" geben:
Im
Dezember musste ich der fortschreitenden Sanierung weichen und mich in
ein
benachbartes Haus umsetzen lassen. Einige meiner Nachbarn halten dem
Druck noch
immer stand. Die meisten, von denen ich weiß, haben inzwischen halbwegs
akzeptable Modernisierungsvereinbarungen mit dem Investor ausgehandelt
und
werden –
sofern die Vereinbarungen eingehalten
werden (!) – in etwa einem Jahr wieder in ihren
angestammten Räumen wohnen. Das gilt auch für mich.
Manchmal
frage ich mich allerdings, was wir erreicht haben:
Bestimmte Luxus-Aufwertungs-Maßnahmen, wie Fahrstühle, dürfen uns nicht
(oder
nur bedingt) anteilig auf künftige Mieten/ Nebenkosten umgelegt werden.
Das ist
ein Erfolg, der andere Hausgemeinschaften zur Nachahmung anspornen
sollte:
Kämpft, Leute! Weist den Investoren ihre Grenzen!
Aber
wenn
wir auch erschwingliche Mieten nach der Sanierung durchgesetzt haben,
so hat der
neue Eigentümer doch das Recht, sie alle drei Jahre um 20% zu erhöhen
und so
der "ortsüblichen Vergleichsmiete" anzugleichen. Welche
voraussichtlich ebenfalls steigt. Auf
seiner Homepage wirbt der Investor damit, daß unsere "denkmalgeschützte
Immobilie
zahlreiche
Geldvorteile" berge: "Besonders Toplagen
und qualitativ hochwertige Immobilien sind in den letzten Jahren im
Mietpreis
stets gestiegen."
Das klingt für Mieter wie blanker Hohn.
Übrigens wurde unsere "Fête de la Musique"
2010 gefilmt – doch einem äußerst ungünstig getimten Stromausfall
ist es zu verdanken, daß der fast fertige Zusammenschnitt ins digitale
Nirvana
stürzte. Sonst wäre er hier oder im Blog
meiner Hausgemeinschaft sicherlich schon veröffentlicht!
Steigende Miete – bedingt
durch
Hausbesitzerwechsel – hat
auch mein Berliner
Lieblingstheater, das Zebrano
in Friedrichshain, bewogen, seine Schließung im März bekanntzugeben.
Dann
erfuhr es jedoch in den letzten Wochen so viel Solidarität durch
Freunde,
Stammkunden und Künstler, daß man kurzerhand neuen Mut fasste: Das Zebrano macht weiter! Allerdings
unter finanziell erschwerten Bedingungen, derer
man nun durch einen
Förderverein Herr werden will.
Herzliche Grüße aus Berlin
sendet
Euch und Ihnen
Holger Saarmann
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Zu Gast bei Finn
Ritters Record Release Konzert,
am 4.12.2010 im Zimmer 16,
Berlin-Pankow.
So ähnlich sah das auch am 20.5.2006 aus, als wir spontan beschlossen,
unsere schwach besuchten Konzerte (in benachbarten Häusern!)
zusammenzulegen.
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Berlin,
10. August 2010
Liebe Kenner
der kleinen Künste,
habt Ihr schon von den Plänen der
Bundesregierung
gehört, die bisherigen TV- und Rundfunkgebühren zugunsten einer
pauschalen
Pro-Haushalt-Abgabe abzuschaffen? Das Modell stammt vom
rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt
Beck
(das ist der, der gerade im Begriff ist, das
Moseltal durch eine neue Autobahnbrücke zu verschandeln) und vom
Juristen Paul
Kirchhoff (dem CDU-Mann, der befürchtet, daß die Institution Ehe
durch
amtliche "Homo-Ehen" abgewertet werde).
Der
Medien-Widerhall war tendenziell verständnisvoll; in einem
Spiegel-Online-Artikel heißt es abschließend: "...
Die
neue
Haushaltsabgabe darf also die aktuellen 17,98 Euro nicht
übersteigen".
Anfang Juli quälte ich mich anlässlich des Tanz-
und Folkfests
bei 38 Grad im Schatten durch die Gassen der schönen, aber
übervölkerten
Stadt Rudolstadt. Beim Abschlusskonzert
hörte ich zu meiner Verwunderung den Moderator
Michael Kleff in einer Umbaupause verkünden, die Einführung einer
Rundfunk-Abgabe (wie oben beschrieben) sei ja grundsätzlich zu
begrüßen, wenn
...
Ich möchte das kommentieren aus der Perspektive eines Freiberuflers,
der
jenseits der Armutsgrenze lebt, dem es aber (dank niedriger Miete) ohne
ALG II
bislang zum Leben reichte, der für Radio und
einen
internetfähigen PC monatlich seine 5,76 Euro zahlt, aber – wie
so viele andere aus meiner Generation – auf einen Fernseher verzichtet,
weil er Besseres mit seiner Zeit anzufangen
weiß:
Nach dem neuen Abgaben-Modell wäre nicht nur die Höhe meines Einkommens
irrelevant: Dank des Beschlusses soll ich ab
2013 bis zu
18 Euro im Monat für den Betrieb eines Fernsehers löhnen, den ich gar
nicht
besitze. Ich profitierte ja – so die Argumentation der Politik –
allein von dem Umstand, daß es das Fernsehen gäbe ...
Dem ehrlich-bürgerlichen TV-Konsumenten und dem Gutverdiener mag alles
schnuppe
sein, was ihn nicht nennenswert mehr kostet als bisher. Aber
muss einer wie ich eine solche Abgabe, eine Verdreifachung (!) der
bisherigen
Gebühr, ebenfalls "begrüßen"? So, wie ich den
Krankenkassen-Zusatzbeitrag von 8 Euro zu begrüßen habe?
Michael Kleff fuhr jedoch einschränkend fort:
"... wenn dann in den Programmen auch Folk,
Lied und Weltmusik ein
Platz
eingeräumt wird."
Eine solche Haltung begegnete mir zuletzt 2004 in der
Forderung einer
Radio-Quote für deutsche Musik: Einige medial erfolglose Liedermacher
engagierten sich per Unterschrift dafür – in der Erwartung, im Falle
einer solchen Quote würde auch ihre Musik im Radio
gesendet. Allein die Erinnerung an die Naivität meiner Kollegen tut
noch weh!
Selbst wenn es engagierten und kompetenten Musikjournalisten wie Kleff
gelänge,
eine Folk-Lied-Weltmusik-Quote in den Medien durchzusetzen, wüsste ich
aus
meiner Erfahrung der letzten Jahre, daß sie mir beruflich nichts, aber
auch gar
nichts nützen würde.
Allerdings tut hier mein eigenes mediales Geltungsbedürfnis als Musiker
argumentativ überhaupt nichts zur Sache.
Ich
möchte mich als freiberuflicher Geringverdiener auch künftig nicht zum
Bezug
von ALG II zwingen lassen, nur weil die Politik offenbar
glaubt, kränkelnde
Branchen per Abgaben am Leben erhalten zu müssen.
Warum
dann – im Sinne der Journalisten – nicht noch eine
Presse-Abgabe einführen? Der Printmedien-Branche (von der
doch jeder, egal ob Zeitungsleser oder nicht, potentiell profitiert)
geht es
ebenfalls schlecht!
Oder, liebe
Künstlerkollegen, wie wäre es – in eigener Sache – mit der Durchsetzung
einer Kleinkunst-Abgabe?
Schließlich dürfte es jeden Abend weit mehr Kleinkunst-Veranstaltungen
in
Deutschland geben als Sendungen im öffentlich-rechtlichen Funk &
Fernsehen!
Höchste Zeit, daß diejenigen zur Kasse gebeten werden, die lieber
daheim
bleiben anstatt Eintrittskarten zu erwerben!
Absurd? Genau! Die Funkmedien sind – nicht erst
seit dem Internet – nur eine von zahllosen Angeboten im Kultur- und
Medienpluralismus. Und gerade die wollen ihre gefährdete Vorherrschaft
durch
Einführung von Abgaben behaupten!
Und
können dies sogar durchsetzen, weil ein Vorsitzender der
Rundfunkkommission der Länder und des ZDF-Verwaltungsrates zufällig der
Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz ist!
Abgaben sind unsozial! Weder für
Politiker noch
für Politikjournalisten linker Orientierung schickt es sich, solche zu
fordern
oder auch nur zu begrüßen!
Ein Journalist wie Kleff, der wohl von
seinem Beruf gut
leben dürfte, sollte bedenken, daß nicht nur ich, sondern auch manch
anderer
Folk-Lied-und-Weltmusiker, über den er schreibt, Schwierigkeiten haben
dürfte,
die von ihm befürwortete monatliche Abgabe zu leisten!
Und
in
der Tat versicherte er mir dann auch, er habe mit seinem kurzen
Plädoyer
eher an eine solidarische Beteiligung in Form einer sozial gestaffelte
Steuer
gedacht.
Beck und Kirchhoff haben das nicht.
*
* * * *
Wer mir bis hierher gefolgt ist, wird jetzt mit zwei
NEU!-en
Liedtexten belohnt, deren Fertigstellung durch zwei
Liedermacher-Treffen
motiviert wurde:
"So kam ich zur Musik"
ist ein vollständig eigenes Lied, das ich künftig in mein Programm "So
küsste mich meine Friseuse"
mit einbauen werde.
"Solveigs
Lied" ist eine
freie Neuübersetzung des Liedes von Grieg und
Ibsen, die zumindest mir viel Spaß macht zu singen.
Das eine Treffen, die Sommerwerkstatt Lied in Hohenbüssow, ist rechts
mit zwei
Fotos dokumentiert. Das andere war SagoGrande,
ein
leider
viel zu kurzes Treffen alter und neuer Sago-Schüler
und ihrem Meister Christof
Stählin
im thüringschen Wasungen. Vielleicht gibt's irgendwann auch davon noch
ein
Foto.
Herzliche Grüße aus Berlin
sendet
Euch und Ihnen
Holger Saarmann
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Impressionen vom Werkstatt-Konzert am 17. Juni 2010
im ProVie-Theater
Hohenbüssow (Vorpommern)
Finale: Philipp
Ohl-Tschech, Johanna Moll,
Claudia Woloszyn, Qia Cado
(Mandoline), Jörn Hühnerbein
und ich (Glockenspiel) begleiten Qia bei ihrem Lied "Dreaming Girl".
(Fotos: Beate Ollermann)
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Berlin, 25. Juni 2010
Liebe
Kenner der kleinen Künste,
jetzt kann ich's ja offen bekennen:
Trotz aller positiven Erfahrungen unserer Innenhof- Fête de la Musique 2009 gab es in den
letzten Wochen, ja eigentlich seit März,
immer wieder Momente, wo ich nicht mehr daran glaubte, daß wir die Fête
nochmals stemmen können: Engagierte Mieter sind inzwischen ausgezogen,
der Innenhof ist eine einzige Baustelle und der Gehweg vorm Haus sollte
es eigentlich auch schon sein; mental waren wir bereits darauf
eingestellt, die Bühne auf die andere Straßenseite zu stellen (wo aber
ebenfalls eine Baustelle drohte). Dann, am Montag Vormittag, noch eine
Hiobsbotschaft: Der
Verwalter vom "Technikpool Eliashof" teilte uns verlegen mit,
die uns zugesicherten Bühnenpaletten seien nicht im Lager. Wider
Erwarten fand sich aber Ersatz, so daß als Probleme schließlich nur
noch schwächelnde Sicherungen und ein defektes Lautsprecherkabel
blieben, was leider zu Verzögerungen bei der Offenen Bühne führte.
Dagegen war das Schreiben der Hausverwaltung,
das uns wenige Tage zuvor das Feiern im Innenhof (!) verbat
und uns, bzw. mich aufforderte, sämtliche Ankündigungen
auf Blog und Website zu entfernen, eine Lachnummer:
Nirgends war ein Hoffest angekündigt! Allein die Erwähnung der Hof-Fête
vom Vorjahr ließ den Eigentümer befürchten, daß wir dieses Jahr im
völlig aufgebaggerten Innenhof eine Bühne samt Zuschauerreihen
errichten würden. Ein absurder Gedanke, bei dem sich auch die beiden
netten Mitarbeiter der speziell engagierten Baustellenüberwachungsfirma
an den Kopf gelangt haben dürften. Dann aber durften sie sich über
unser Bühnenprogramm freuen:
Jehanne Boka war
kurzfristig bereit, mit ihren teils keltisch, teils blues-geprägten
Songs die Bühne zu eröffnen, während ich mich noch als Mischtechniker
und Moderator übte. Noch ahnte man nur, welche Massen gegen Ende des
Abends die Straße belagern würden. Christian Schmiedt
übernahm und brachte zu flockigen Grooves Querverweise zwischen
romantischen Motiven und Gegenwart.
Kindgerechte
mitsingtaugliche Liederlyrik gab es von Matthias Arndt und
seinen Begleitern Julia (Stimme) und Detlev
Henke
(Percussion): Weniger seine akademische geprägten Themen ("Professor
Tarantella") als vielmehr die herzerfrischende Trio-Besetzung
sprach auch Kinder jenseits der 30 an. Der swingenden Auftritt des Blasorchesters
Zehlendorf auf der Straßenseite gegenüber ließ sanierte und
unsanierte Fassaden bröckeln.
Das Duo Schwarz un
Schmitz bot großes, teils groteskes deutsches Chanson und schien
vokal (Meike Schmitz) und pianistisch (David Schwarz) allzeit bereit
zum Abtauchen in die blauesten Tiefen des Jazz. Neben einem
mitgeführten Aldi-Keyboard kam nun endlich auch mein E-Piano zum
Einsatz. Spätestens jetzt ließ sich die Veranstaltung auch quantitativ
als Publikumserfolg bezeichnen.
Neben der Schwerstarbeit am Mischpult hatte ich für meinen Auftritt mit Vivien Zeller eine
spontane Auswahl von "Liedern,
so deutsch wie der Wilde
Westen" in eine öffentlich vermittelbare Reihenfolge zu
bringen. Geprobt hatten wir zuletzt im Januar: Würde man sich nicht hin
und wieder selber eine Bühne bauen, käme man mit diesem Repertoire gar
nicht mehr an die Öffentlichkeit!
Ganz anders Danny Dziuk
(ohne seine Küche), der mit jedem Lebensjahrzehnt nicht nur besser,
sondern auch bekannter zu werden scheint: Lyrische Satire zu
atmosphärischen Gitarrenklängen aus dem Fender-Verstärker, dazwischen
Klavier-Arrangements mit überraschenden Bach'schen Kontrapunkt-Tupfern,
so als säße Nina Simone am Klavier. Stattdessen enterte Dota, die
Kleingeldprinzessin (ohne ihre Stadtpiraten) die Bühne und rockte,
bis gegen halb elf die Polizei kam – "als gäb's kein Morgen".
Wir hätten gern noch mehr gehört!
Von jedem Lob für die tolle Programmzusammenstellung schneide ich mir
jeweils eine dünne Scheibe ab und reiche den Rest an die eingeladenen
Künstler weiter: Danke an alle, die sich auf
dieses
Abenteuer eingelassen haben!
Ich hoffe, daß ich hier in den nächsten Tagen noch einige Fotos
präsentieren
kann.
*
* * * *
Den Wettbewerb des
Liederfestivals
Geretsried hat – laut Publikumsentscheid – das Oldenburger
Duo Spieltrieb
gewonnen. Johanna Moll (Erlangen) belegte
den
zweiten, Martin Sommerhoff (Gießen) den
dritten
Platz. Ich wurde auf Rang vier gewählt,
der
Schongauer Kollege Gerhard Peter auf Rang
fünf.
Nette, gut besuchte Veranstaltung eines engagierten Organisationsteams,
das auch
ein offenes Ohr für zahlreiche Anregungen der angereisten Künstler
hatte. Mich
persönlich störte das Missverhältnis zwischen langer Anreise und kurzem
Auftritt. Zudem erfuhren wir eingeladenen Künstler erst vier Wochen
zuvor von
unserer Nominierung (übrigens aus über 60 Bewerbungen), viel zu spät,
um uns
eventuell Anschlussgigs in (oder auf dem Weg nach) Bayern zu
organisieren. Und
daß man aus insgesamt 2100 Euro Preisgeld auch fünfmal 420 Euro Gage –
für
fünf abendfüllende Konzerte – machen könnte, erwähnte ich ja bereits.
Auf alle Fälle zeigt auch das Beispiel Geretsried, daß das
Publikumsinteresse
am Genre "Lied" letztlich eine Frage guter Werbung, konsequenter
Pressearbeit und leidenschaftlicher Organisation ist. Danke
nochmals an allen Beteiligten!
Herzliche Grüße aus Berlin
sendet
Euch und Ihnen
Holger Saarmann
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Das Duo Schwarz un Schmitz auf unserer
hauseigenen
Fête de la Musique am 21. Juni 2010

Lieder, bis die Bullen kommen:
Dota, die
Kleingeldprinzessin beschließt das Programm.
Auf der Straße vorm Haus hat sich eine
Menschentraube gebildet.
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Berlin, 5. Juni 2010
Liebe Kenner der kleinen Künste,
eigentlich wollte ich mich schon in die Sommerferien verdrücken, da
kommt mir
eine Einladung zum
Liedermacherfestival am 18. Juni in Geretsried (Bayern)
dazwischen, ein Wettbewerb. Seit geraumer Zeit frage ich mich (und
übrigens
auch die Veranstalter), weshalb man eine Preisgeld-Gesamtsumme von über
2000
Euro nicht zu gleichen Teilen an alle eingeladenen Künstler (bzw. Acts)
auszahlt: In Geretsried ergäbe das für jeden
eine Gage
von über 400 Euro. Ein Betrag, für den ich mit Freuden ein
ganzes
Konzert spielen würde, sofern mir durch Bahnfahrt und Übernachtung
keine
zusätzlichen Kosten entstehen.
Wer mir dennoch in Geretsried zu einem der höher dotierten Preise
verhelfen
mag, kann das tun, denn allein das Publikum
entscheidet
– per Wahlzettel – darüber, in
welcher
Reihenfolge die fünf Künstler auf dem fünfstufigen Siegertreppchen
verteilt werden.
* * *
Anschließend muss ich schnell zurück nach Berlin, denn dort, im
Prenzlauer
Berg, veranstaltet meine Hausgemeinschaft am 21.
Juni
wieder ein Konzert im Rahmen der
Fête
de la Musique.
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Wer dabei war, erinnert sich:
Letztes
Jahr begann der Sommer an einem Sonntag.
Wir, die Bewohner des Hauses Senefelderstraße 30 feierten unter dem
Motto "Wir
bleiben alle!" unsere Hoffnung, der Gentrifizierung zu widerstehen – mit
musikalischer Unterstützung zahlreicher erlesener Gäste. Niemand
hatte
unseren Innenhof je zuvor so gemütlich und so gesellig erlebt.
Bis heute schwärmt man in unserem Haus und in der Nachbarschaft von
diesem
Hoffest. Als im Februar die Frage aufkam, ob man das nicht wiederholen
wolle,
stimmten alle mit Begeisterung zu.
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Noch immer leben dreizehn Parteien im
Haus,
doch inzwischen haben die Bauarbeiten begonnen. Unser
Hof, wo
wir 2009 die "Fête" feierten, ist eine riesige Baugrube (siehe Bild
rechts). Nichts
gegen die Fundamentsanierung; sie mag ebenso notwendig sein wie die
Reparatur
des Dachstuhls oder die Erneuerung der Leitungen. Aber wer mit ansieht,
wie in
verwaisten Wohnungen, die von ehemaligen Mietern liebevoll renoviert
wurden, die
schönsten Holzfußböden herausgerissen werden, der ahnt, was vom Konzept
Kernsanierung
und Umwandlungsmodernisierung (=
Umwandlung in
Eigentumswohnungen) zu halten ist.
Die Pläne des Investors, unsere Kaltmieten nach der Sanierung (durch
Umlage der
Modernisierungskosten) zu verdreifachen, wurden zwar vom Bezirksamt
vereitelt,
aber auch eine Verdopplung der Miete (= Anpassung an den Mietspiegel)
empfinden
wir als Zumutung, zumal sie alle drei Jahre um 20% erhöht werden darf.
Auf
seiner Homepage wirbt der Investor damit, daß unsere "denkmalgeschützte
Immobilie
zahlreiche
Geldvorteile" berge: "Besonders Toplagen
und qualitativ hochwertige Immobilien sind in den letzten Jahren im
Mietpreis
stets gestiegen."
Na toll!
Der
Investor bietet dem Erwerber sogar "eine durch Bankbürgschaft
abgesicherte Mietgarantie" und garantiert so eine
Quadratmeter-Miete
von 6 Euro. (Mietspiegel: 4,85 Euro!)
Was auch immer in der nächsten Zeit passiert: Es wird ein spannender
Sommer!
Leider beginnt er dieses Jahr – zum Feiern etwas
ungünstig –
an
einem Montag, und so wird unsere FÊTE erst um 17
Uhr
beginnen.
Auch
diesmal haben mir hochkarätige Kollegen ihren
Beitrag
versprochen:
Matthias Arndt mit einem Kinderprogramm,
das Blasorchester
Zehlendorf, das Chanson-Duo Schwarz
un Schmitz, und mit Danny
Dziuk und Dota,
der Kleingeldprinzessin dürfen wir sogar zwei echte
Independent-Stars begrüßen!
Ich
selber werde dieses Jahr gemeinsam mit Vivien
Zeller
(Geige) einige "Lieder,
so
deutsch
wie der Wilde Westen" aufführen.
Das Programm wird vermutlich noch mehrfach verändert; den
aktuellen Stand entnehmt Ihr bitte unserem
Blog. Schaut auch am 21.6. noch mal rein, damit Ihr eure(n)
Lieblingskünstler nicht versäumt, weil er eventuell vorverlegt wurde!
* * *
Nun werdet Ihr sicherlich noch wissen wollen, was denn aus dem Liederabend "Politisch
Lied ... garstig Lied?" geworden
ist, den ich im
April angekündigte.
Nun,
er war ein Erfolg in jeder Hinsicht:
Mit
meiner Nürnberger Kollegin Ute Rüppel (in den 90ern Kopf und Stimme des
Projektes Shalom-Musik)
verbrachte ich eine intensive Probenzeit von zwei Wochen, zwischendurch
aber
auch einige erholsame Tage in meiner ehemaligen Wahlheimat Bamberg.
Zur Premiere im "Fenster zur Stadt"
(einem vorbildlichen sozialen Projekt der Nürnberger Stadtkirche)
reisten
Gäste aus einem Umkreis von hundert Kilometern an und erfreuten sich
sichtlich
an dem bunten Repertoire und unserer fast pannenfreien Darbietung.
Über
die
politische Botschaft und die Frage, wen sie erreichen will und kann,
werden Ute
und ich wohl weiter grübeln, aber mit der Auswahl der Lieder und Texte
fühlen wir uns recht wohl.
Zudem laden die Arrangements, wie wir meinen, zur Neuentdeckung einiger
(weniger) oller Kamellen ein, unsagbar bereichert durch Utes
Akkordeonspiel (und
ihren Mut, sich mit diesem Instrument ihrer Kindheit auf die Bühne zu
wagen).
Einzig
die
politische
Gegenwart könnte sich beklagen, daß sie zu kurz kommt und
daß
ihr der Liedermacher Holger Saarmann kein eigenes Lied gewidmet hat.
Aber der
singt eben lieber zu (ausgewählten) politischen Anlässen als über
sie.
An Aktualität mag es also gemangelt haben, an Überraschungen nicht:
Höhepunkt
der Premiere war – unterstützt von Utes Chor,
den Window Singers – der "Gefangenenchor"
aus Verdis Oper "Nabucco".
Ein Programmpunkt, der tags drauf – beim Auftritt
in der Paul-Gerhard-Kirche in Aichach – leider entfallen musste.
Herzliche Grüße aus Berlin
sendet
Euch und Ihnen
Holger Saarmann
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Wer am 21. Juni 2009 dabei war, erinnert sich:
Die Liederbühne zur Fête de la Musique
in einem Prenzlberger Innenhof vor der
Sanierung:
Unser Publikum zu fortgeschrittener Stunde.
So sieht der Hof heute (Juni
2010) aus:
Wir werden einen Ausweichort finden, damit es so
gemütlich wie im letzten Jahr wird!
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Berlin, 5. April 2010
Liebe Kenner der kleinen Künste,
erinnert sich von meinen Lesern und Hörern noch jemand an Shalom-Musik?
Ein jiddischer Lieder-Projekt der Nürnberger Sängerin Ute
Rüppel, mit dem Mitte der 90er meine hügelige
Karriere als Musiker begann. Bis dahin hatte ich fast ausschließlich
als (Amateur-)Schauspieler
auf der Bühne gestanden.
Beinahe 12 Jahre sind vergangen, seit der letzte
Schlussakkord
der Shalom Musik verklungen ist, und da hat es einen besonderen
Reiz,
wieder gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten, zwei Temperamente, die
man
vereinfachend als impulsiv und als abwägend bezeichnen könnte, in
Einklang zu
bringen, beziehungsweise zu harmonisieren.
Die
Harmonisierung im engeren, musikalischen Sinne wird diesmal nicht
allein meine
Aufgabe als Gitarrist sein, da sich Ute inzwischen auf das
Lieblingsinstrument
ihrer Kindheit zurückbesonnen hat. Eine ebenso entspannte wie
inspirierend-ergiebige Probenwoche liegt hinter uns, deren Ergebnisse
uns so
vorzeigbar anmuten, daß wir sie in wenigen Tagen unter
dem
Titel
POLITISCH LIED ... GARSTIG LIED ?
präsentieren werden,
und
zwar am
15.4.
im Fenster zur Stadt, Nürnberg
und
am
16.4.
in der Paul-Gerhard-Kirche, Aichach
Details wie immer im Konzertkalender.
"Ein politisch Lied! Ein garstig Lied!" ...
Gilt dieses geflügelte Wort, das Goethe nicht ohne Ironie aus
Auerbachs
Keller ertönen lässt, noch heute, in post-ideologischen Zeiten? Oder
gerade
heute wieder?
Ute
Rüppel und ich haben ausgiebig darüber gestritten, welche politischen
Lieder
aus vier Jahrhunderten wohl heute noch auf der Bühne zu überzeugen
vermögen,
und wenn ja, wen – und
wovon?
Sind soziale Mißstände so einfach zu beseitigen wie es Metrum und Reim
der
Parolen vermitteln?
Sei
es Revolution, Arbeiterbewegung oder Ghetto-Aufstand, Partisanen- oder
Arbeitslager, Oper oder Kabarett: Abseits vom Pathos der Barrikaden
versammelt
dieser Abend rebellische, anklagende und satirische Lieder, die gerade
auch
durch ihre historische Distanz ermutigen können, die sozialen Tücken
der
Gegenwart nicht widerstandslos hinzunehmen.
Herzliche Grüße aus Franken
sendet
Euch und Ihnen
Holger Saarmann
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Duo-Revival 12 Jahre nach "Shalom Musik":
Proben mit Ute Rüppel für politische, garstige Lieder
Ende März 2010
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Berlin, 1. März 2010
Liebe Kenner der kleinen Künste,
Neuigkeiten
im
Halbjahres-Rhythmus
genügen, wie ich finde, vollauf!
Nichts gegen Künstler, die jedes Jahr ein neues Album mit
Protestliedern gegen die
Schnelllebigkeit unserer Zeit veröffentlichen, aber ich selber werde
erst dann
eine neue CD produzieren, wenn die aktuelle verkauft ist.
Damit mir die Zeit nicht lang wird, unterrichte ich Gitarre, arbeite
als
Musikpädagoge im Klingenden Museum und gehe gelegentlich auf
Konzert-Tour. Was natürlich geplant sein will; eine
ziemlich
mühevolle Arbeit: Ständig mit Kleinkunst-Veranstaltern zu telefonieren,
die
ihrem schwindenden Publikum außer Comedy bestenfalls noch
Kreisler-Coverprogramme zu präsentieren wagen. Also, abwesendes
Publikum,
letztlich bist Du an allem schuld! Wo ist Deine Neugierde, wo Dein
Pioniergeist?
Wann hast Du das letzte Mal empfunden: "Wow, heute abend hat sich das
Ausgehen gelohnt: Da hab' ich jemand ganz Neues entdeckt, einen, den
man
nirgends im Fernsehen sieht!" ...
Schon lange her, nicht wahr? Jahre, bevor man entschuldigend auf die
Wirtschaftskrise verweisen konnte.
Nicht, daß es mir an Verständnis mangelt: Als freiberuflicher Künstler
habe
auch ich kein Geld für Kultur übrig und besuche nur Veranstaltungen,
bei denen
ich selber mitwirke. So kann ich allen Opfern der überstandenen, sowie
der
kommenden Finanzkrise(n) mit aufrichtiger Sympathie begegnen: Kopf
hoch!
Finanzkrise kenn' ich seit Jahren! Stirbste nicht dran! Außer du hilfst
nach,
so wie vor einigen Monaten dieser Wirtschaftspromi, weil er von seinen
drei
Millionen eine im Banken-Crash verloren hat.
Aber ich will mich nicht in die Angelegenheiten der Kabarettisten
mischen.
Ich will nichts weiter als meine Lieder
über die Alltäglichkeiten der
Welt
singen – einer Welt, die manchmal frappierend an die wirkliche
erinnert!
Darum freue
ich
mich, nach Monaten wieder einmal zwei kurz bevorstehende Auftritte in
Berlin
ankündigen zu dürfen:
Zunächst am 5.
März im Literaturcafé
des
Periplaneta-Verlages, übrigens auch einer der wenigen
Orte in
der Realwelt, wo man meine CD erwerben kann, wenn ich mal nicht
erreichbar bin.
Und nachdem ich vor einem Jahr die Petition für ein bedingungsloses
Grundeinkommen bewerben half, darf ich am 11.
März
ein wenig mehr zur Durchsetzung dieser schönen Utopie beitragen: Da
findet
nämlich in Neukölln eine BGE-Party
statt, die ich musikalisch umrahmen werde.
Details wie immer im Konzertkalender.
Erinnert sich von meinen Lesern und Hörern noch jemand an Shalom-Musik?
Ein jiddischer Lieder-Projekt der Nürnberger Sängerin Ute
Rüppel, mit dem Mitte der 90er meine
hügelige
Karriere als Musiker begann.
Nun hat mich meine Bühnenpartnerin von einst gefragt, ob ich Lust auf
einen gemeinsamen
Abend mit politischen Liedern hätte: Revolutions- und Partisanenlieder,
Spottlieder gegen die Obrigkeit, sowie – aus
jüngerer Vergangenheit – Mutmachendes
und Scharfzüngiges gegen die soziale Kälte.
Nach Sichtung der ersten Liedauswahl war für mich klar, daß dies ein
schwieriges Projekt sein würde: Der Kämpfer-Pathos und die
agitatorischen
Parolen vieler 68er Lieder hat zwar auf Schallplatte durchaus seinen
Charme und
seinen historischen Stellenwert, reibt sich aber spürbar an meinem
eigenen
lyrischen Empfinden: Ich selber habe überhaupt nicht den Anspruch zu
singen,
was mein Publikum denkt, den Applaus also für den Konsens anstatt für
die
Kunst zu erhalten. Bei den ehrenwerten Vertretern der alten
Barden-Garde meine
ich diesen Anspruch hinter jeder Zeile herauszuhören.
Leichter fällt mir der singende Zugang zu den demokratischen Liedern
früherer
Jahrhunderte – vielleicht
wegen der zeitlichen Distanz.
"Politisch
Lied,
garstig Lied?" wird
jedenfalls
der
Liederabend heißen, und alle Welt, einschließlich unserer
selbst, darf gespannt sein, was wir am 15. April in Nürnberg unter
diesem Titel
präsentieren werden!
Herzliche
Grüße aus Berlin
sendet
Euch und Ihnen
Holger Saarmann
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"Kleiner Buddha", Berlin-Neukölln, 11. März 2010:
Angekündigt als "BGE-Party",
wird hier in kleinem Kreis über das Bedingungslose
Grundeinkommen diskutiert,
eine Utopie, die ich gern mit einigen Liedern
unterstütze!
Nicht im Bild: Die Piratenpartei, die separat
dasselbe Thema diskutiert.
"Jockel will nicht Hafer schneiden"
... aber wer schneidet nach Einführung des BGEs den Hafer?
Auch kritische Einwände werden erörtert.
Fotos: Christian Förster
Mehr Infos zum Thema gibt es beispielsweise auf
Götz
Werners Webseite "Unternimm die Zukunft"
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Berlin, 15. Oktober 2009
Liebe
Kenner der kleinen Künste,
ab heute gibt es auf diesen Seiten eine wichtige NEU!-erung:
Wer
den Hörproben lauschen will und zu diesem Zweck ein " "
anklickt, wird umgeleitet zur Internet-Radio-Jukebox last
FM.
Der
Grund ist, daß spätestens seit Erscheinen meiner neuen CD der
sogenannte
Download- Traffic immer wieder die Grenze des (in dieser
Preiskategorie)
Erlaubten sprengt und mir Extrakosten zu verursachen droht. Was nicht
sein muss,
denn die Lieder liegen ohnehin,
sogar nach Alben sortiert, auf meinem last FM-Profil.
Manche
sogar
in
ganzer Länge, wie auch auf MySpace. Im
Prinzip kann man auf last FM jedes meiner
Lieder in voller Länge hören, wenn man nur lang genug dranbleibt und
dabei dem
Programmgenerator seine stilistischen Vorlieben klarmacht. Wie gesagt:
Eine
Mischung aus Jukebox und Radio.
Es wird automatisch mitgezählt, wie oft jeder Titel angeblich in
irgendwessen
Programm gesendet wird. Neu eingestellte Titel haben es demnach äußerst
schwer, vom Generator wahrgenommen zu werden. Mit diesem Ärgernis
sollen die
Musiker oder Labels vermutlich dazu gebracht werden, "Power Play" zu
kaufen, 12 Euro für angeblich 100 Extra-Einsätze – so funktioniert
ja auch das Prinzip der käuflichen
"Heavy Rotation" im öffentlich-rechtlichen und im privaten Rundfunk.
(last FM wurde übrigens 2007 vom Medienkonzern CBS aufgekauft.)
A propos:
Habt
Ihr
die Lieder meines
neuen Albums eigentlich schon im (herkömmlichen) Radio gehört?
Habt Ihr die Rezensionen in Feuilletons und Fachmagazinen entdeckt?
Nein?
Ich auch nicht.
Wisst Ihr, woran das liegt?
Weil Euch solche Musik nicht interessiert.
So zumindest glaubt man in den Redaktionen zu wissen.
Falscher Groove, falscher Sound, falsche Sprache:
Nicht mehrheitsfähig!
Es mag eine neue Singer-Songwriter-Bewegung geben, aber in den hiesigen
Medien
hat man beschlossen, daß sie auf Englisch zu sein hat. (Deutsche Lieder
im
deutschen Rundfunk stören die Wirkung der Wortbeiträge!) Und die
winzige
Fraktion der Förderer des deutschsprachigen Liedes
("Liederbestenliste") will offenbar klare
(tages)politische Bekenntnisse. Wer diese, wie
ich, zwischen den Zeilen versteckt, ist als Künstler irrelevant.
In unserem Land gilt derjenige als politisch, der die lautesten Parolen
ruft.
Klar: Humor hat ja auch derjenige, der die lustigsten Witze erzählt.
Aber so weit kommt's noch, daß ich Euch, meine lieben Hörer und Leser,
auf den
Sound meiner Zwischentöne aufmerksam machen muss!
Fakt ist: Die Medien boykottieren meine
Musik:
Lieder, über die Menschen wie Ihr mir sagen, die sollte eigentlich
jeder
kennen.
Vielleicht bringt es was, wenn die eine
oder der andere
ein wenig nachhilft: Wozu gibt es Wunschkonzerte?
Doch halt: WunschKONZERTE
gibt es nur in der Schweiz und Österreich! Googelt man nach
Wunschkonzerten im
deutschen Rundfunk, so findet man nur Notizen zu einer populären
Radiosendung
der Nazi-Zeit. Offenbar ist der Begriff bei uns noch immer tabu – und
rechtsextrem, wer ihn benutzt ...
Politisch
korrekt ist "Hörerwünsche" und "Wunschsendung".
Leider gibt es sie fast nur noch im Schlager- und im Klassikprogramm.
Alle öffentlich-rechtlichen Rundfunkstationen
haben
aber meine CD in ihrem Archiv oder können sie –
ebenso wie freie Journalisten –
über die Internet-Plattform MPN abrufen.
Noch besser ist natürlich,
meine CD im eigenen Archiv zu haben!
Das sage ich ganz ohne Blick auf das Fest der Liebe, denn wer hat in
dieser
wirtschaftlich gebeutelten Zeit noch Geld für Weihnachtsgeschenke?
Herzliche Grüße aus Berlin
sendet
Euch und Ihnen
Holger Saarmann
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Berlin, 23. Juni 2009
Liebe Kenner der
kleinen Künste,
manch einer hat schon nicht mehr daran geglaubt.
Andere glaubten noch nicht daran, denn ein neues
Saarmann-Album, keine
zwei Jahre nach dem letzten, das hat's ja noch nie gegeben!
Eine dritte Fraktion glaubte bereits vor zwei Jahren, daß meine
damaligen
Demo-Aufnahmen gut genug für eine offizielle CD seien.
Ich glaube, sie alle irrten sich.
Aber das ist jetzt egal, denn jetzt gibt es – als
Pre-Release –
das, wofür
auf diesen Seiten schon seit Monaten geworben wird: Meine
neue CD
"So
küsste mich meine Friseuse"
Sie könnte auch schlicht "Holger Saarmann" heißen, denn zum
ersten Mal veröffentliche ich hier ausschließlich meine eigenen Lieder.
Während
man
in früheren Alben inmitten der Volkslieder mühsam nach
Saarmann-Texten und -Kompositionen suchen musste, ist es hier
umgekehrt: Eine
einzige alte Melodie, ein amerikanisches Eisenbahnlied, habe ich mir
für mein Gleisbesetzerlied
geborgt, der Rest ist komplett selbsterdacht.
Manches davon kennt Ihr vielleicht schon von früheren CDs, teils aus
eigener
Brennerei, aber hier klingt alles anders. Hier kommt nämlich auch der
Saarmann
zum Zuge, der bereits in den Mitt-90ern, noch ganz ohne eigene Lieder,
Gefallen
am musikalischen
Arrangieren
jiddischer Lieder fand: Gesang zu Gitarre, Akkordeon und Geige.
Diese
Klangfarben bereichern im neuen Album nun meine eigenen Lieder:
Reinhild
Kuhn (meine Duo-Partnerin bei "Songs
an einem Sommerabend")
spielt Akkordeon und
– ebenso wie Jan Gaensslen –
Klavier.
Vivien
Zeller ergänzt, wie schon in den "Liedern,
so deutsch wie der Wilde Westen", die Geige.
Budi
rundet das Ganze mit sensibler Perkussion und warmem Kontrabass
ab.
Und
hier und da habe ich eigenhändig Instrumente und kleine Überraschungen
hinzugefügt. Basteleien, die hoffentlich deutlich machen:
CD
und Konzert müssen und sollen nicht dasselbe sein.
Trotz des Aufgebots an Musikern muss aber niemand um die Eigenart
meiner zarten
Lieder fürchten. Zumal die Briefballade
und der Bahnsteig gegenüber
jeweils auch in ihrem originalen Solo-Arrangement zu hören sind. So,
wie es die Ode ans Diesseits
bereits 2001
auf "Hüt
dich, schöns Blümelein!" war: Damals habe ich sie gesungen,
heute
zelebrieren wir sie; Lieder haben nun mal ihr Eigenleben.
Industriell veröffentlicht wurde außer der Ode bisher nur eine
frühe
Fassung von Meiner Friseuse
auf dem Sampler
"Songs an einem Sommerabend" (pläne 2007). Zwei der
Lieder gab
es bisher wirklich nur live zu hören: Der
Gast
und Treppen.
Querschnitt-Hörproben findet Ihr bei MySpace.
Die Mitwirkung der folgenden Musiker empfinde ich als große
Auszeichnung:
Reinhild
Kuhn, seit Jahren ein bekannter
Name in der Berliner Varieté-Szene:
Als klassische Pianistin, Akkordeonistin und Liedkomponistin begleitete
sie sich
und andere Chanson-Interpreten, ehe sie sich – zusätzlich – als Kuhn-Li
eine zweite Bühnen-Identität schuf.
Vivien
Zeller ist in der progressiven deutschen Folk-Szene als Geigerin
der
Gruppen Malbrook und Kwart
bekannt, engagiert und beliebt.
Jan
Gaensslen, als Liederpoet und als Pianist mit breitem
improvisatorischen
Spektrum, musiziert u.a. als eine Hälfte des legendären Duos Die
zwei verrückten Stühle.
Budi
ist Bassist und Trommler des progressiven Folk- & Country-Duos K.C.
McKanzie.
Doch zum Geschäftlichen:
Die
CD kann ab sofort bestellt werden ... und wird auch schon
fleißig
bestellt!
Sie
kostet in meinem
Online-Shop 13 Euro.
Teurer
oder billiger wird sie nicht, aber für
Bestellungen, die
bis zum 5. Juli '09 eintreffen, berechne ich keine Versandkosten!
Auch nicht,
wenn weitere CDs hinzubestellt werden.
Wer bis dahin bei einer leibhaftigen
Begegnung mit mir eine "Friseuse"-CD
erwirbt, erhält 2 Euro Rabatt.
Soweit der inoffizielle Teil.
Offiziell
erscheint die CD erst ab dem 1. September.
Die Musikjournalisten der Republik haben nämlich, wie es
heißt, kein
Interesse, nach dem Sommerloch eine Scheibe zu rezensieren, die bereits
im Juni
erschienen ist.
Allerdings hat mich diese CD-Produktion über 4000 Euro gekostet: Eine
klaffende
Wunde auf meinem Konto. Journalisten dürften klug genug sein zu
begreifen, daß
ich keine zwei Monate mit dem Verkauf warten kann.
Darum also jetzt "Pre-Release" und am 1.9. die offizielle
Veröffentlichung.
Auch ein Release-Konzert wird
es vorher nicht geben; mal schauen, wieviele der Musiker ich dafür
gewinnen kann!
Ich freue mich über Eure und Ihre Bestellungen!
Herzliche Grüße aus Berlin
sendet
Euch und Ihnen
Holger Saarmann
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Vor dem Kuss:
Ein Haarschnitt, der Chansongeschichte schreibt!
Fotografiert von Linde Rohde bei Haarschmidt, Bremen.
Die Identität der Friseuse wird im CD-Booklet gelüftet.
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Berlin, 22. Juni 2009
Liebe Kenner der kleinen Künste,
das Open-Air, das unsere
Hausgemeinschaft zur Fête de la Musique veranstaltet hat, war sehr
erfolgreich und vor allem ein schöner Tag! Es fand im Innenhof der
Senefelder
Straße 30 statt.
Auf einer 3x2 Meter großen Bühne (errichtet dort, wo der Hauseigentümer
im
Februar Bäume fällen ließ), unter einem 6x8 Meter großen Regendach (und
abseits desselben) bot sich einem sommersonntagsgelaunten Publikum von
13 bis
22.30 Uhr ein ebenso anspruchsvolles wie abwechslungsreiches
Musikprogramm, das
nicht mehr allzu viel mit den Ankündigungen auf gedruckten Flyern zu
tun hatte.
Auch hatten wir uns zu diesem Fest erst entschieden, nachdem der
Redaktionsschluss des offiziellen Fête-Programms schon verstrichen war.
Schwerpunkt unseres Bühnenprogramms war das Genre "deutsches
Chanson" –
leicht erklärlich, da die meisten Musiker auf meine Einladung
hin gekommen waren. Organisation und Technik rund um das unmittelbare
Bühnengeschehen lag
ebenso in meinen Händen wie seine Moderation. Was ohne die Nachbarn
und die Focacceria, die sich um die äußeren Rahmenbedingungen
kümmerten, nicht möglich gewesen wäre.
So
war es eine ansprechende Herausforderung und eine schöne Erfahrung. Das
insgeheim befürchtete Chaos (allein was die Einhaltung des Zeitplans
anging)
blieb aus.
Auch an dieser Stelle nochmals ein
herzliches Dankeschön
an alle künstlerisch Beteiligten!
Das Blasorchester Zehlendorf eröffnete
die Feier
im Big-Band-(ohne-Blechbläser)-Sound.
Die
Friedrichshainer Barden MütterStärkenFreundSeligkeiten
und Cosmic vereinbarten politisches
Engagement mit
eigenen Vertonungen des Lyrikers Friedrich Rückert.
Melanie
Newton und Monta Klavina schufen
mit
virtuosen klassischen Beiträgen auf Querflöte und Violine große
atmosphärische Dichte.
Klavierkabarett
mit großartiger lyrischer Artistik boten Tom van
Hasselt
und Martin Betz.
Das
legendäre Duo Die zwei verrückten Stühle,
heute
besser bekannt als Jan Gaensslen & Jörg
Sieper
und der noch legendärere Christof Stählin
boten
sensibles lyrisches Chanson. Satirischere Saiten brachten die beiden
Urberliner Lutz
Keller und Hornberger zum Klingen.
Originelle
Coversongs für Jung und Alt sang Rock-Gitarrist RedCurlyHead
mit seinem Trio.
Irisches
Flair verbreiteten Clover, die ebenfalls
in Trio-Besetzung
auftraten.
Zwischen Trio und Quartett changierend überzeugten die
Lautmaler, die gefühlvoll die leise Poesie der Sängerin Miriam
Menina
kolorierten.
Mein eigener Auftritt wurde von
fetten
Gewitterwolken überschattet, deren Entleerung das verbliebene Publikum
erstmals
eng unter dem Regendach zusammenrücken ließ. Zwei
spontane Bühnenhelfer sorgten mit
Besenstielen dafür, daß sich nicht zu viel Wasser in der Plane
sammelte. Der
Schauer wurde zum Dauerregen, ein Hintergrundrauschen, das allerdings
vor und
auf der Bühne als atmosphärische Verdichtung empfunden wurde. Das
feuchte Seil
verlor zusehends an Spannung, das Dach somit an Höhe.
Mein Nachfolger Sven
Tjaben eröffnete die Offene Bühne kabarettistisch mit
Stand-Up-Oper.
Das Aufrechtstehen bedeutete jedoch eine zunehmend heiklere Nähe zum
Regendach.
Die Offene Bühne nach seinem Auftritt zu beschließen und die Technik in
Sicherheit zu bringen, lag nahe: Wer käme auch bei so einem Wetter noch
auf die
Idee, hier spielen zu wollen? Akeli-Friedenssonne
&
Mick ließen sich jedoch nicht abschrecken und hielten ihren für
22 Uhr
angekündigten Gig ein, wenn auch von mir zunächst unbemerkt in der Focacceria.
Einige Fotos, sowie Links zu den Künstlern findet Ihr im Blogspot der
Hausgemeinschaft.
Es grüßt Euch
Holger
Saarmann
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Fête de la Musique am 21. Juni 2009:
Unser Publikum zu fortgeschrittener Stunde.
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Berlin, 12. Juni 2009
Liebe Kenner der kleinen Künste!
MySpace-Leser
wissen es
schon:
Meine neue CD ist im Presswerk; ich erwarte sie Mitte nächster Woche!
Hörproben gibt es jetzt auch hier, im Shop!
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Die Hintergründe habe ich letzten Monat erläutert,
inzwischen hat das Projekt Form angenommen:
Die Fête
de la Musique
am Sonntag, 21.
Juni ab 13 Uhr
in der
Senefelder Straße 30 (Berlin-Prenzlauer Berg)!
Das Programm findet Ihr, einschließlich kurzfristiger Änderungen, in unserem
Blog. Schaut Sonntag vormittags lieber noch mal rein, damit ihr
eure(n)
Lieblingskünstler nicht versäumt, weil er vorverlegt wurde!
Beachtet bitte auch unseren Flyer!
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Zum Abschluss möchte ich noch darauf aufmerksam machen, daß die Petition
für mehr Transparenz und Fairness bei der GEMA, deren
Entwicklung ich
seit Monaten verfolge, jetzt offiziell gezeichnet werden kann: Online
hier auf der Website des Deutschen Bundestages.
Und nun werde ich meine Wohnung entrümpeln, um Stauraum für 1000 CDs zu
gewinnen.
Bitte
helft mir, daß es bald weniger werden!
Es grüßt Euch
Holger
Saarmann
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Und so sieht unser Hof am 22. Mai 2009 aus:
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Berlin, 13. Mai 2009
Liebe Kenner der kleinen Künste!
In meinem
Leben zuvor habe ich nie so
viele Frisiersalons von außen und innen gesehen wie im März und April! Einige
Berliner Bekannte
gaben mir auf
meinen Rundruf hin Tips, wo das Foto-Shooting
für
meine CD stattfinden könnte, und schließlich entdeckte ich selber den
neuen
Salon Schnittweise in der Kollwitzstraße mit seinem netten,
aufgeschlossenen Team. Blieb eigentlich nur noch die schwere Aufgabe,
einen
Termin zu koordinieren.
Aber es kam alles anders:
Meine "Friseuse", Beate
Weidenhammer (den Bremern bekannt als Mitglied der Shakespeare Company),
die
ich
nach Ostern zum Foto-Shooting nach Berlin einladen wollte, empfahl
mir
den gemütlichen kleinen Salon Haarschmidt
in ihrer Nachbarschaft, also in Bremen,
wo ich
ohnehin zu Besuch weilte. Mit Linde Rohde
war auch
bald eine kompetente Fotografin gefunden, und so entstand recht
kurzfristig eine
Serie von Bildern, die so ansehnlich sind, daß das CD-Booklet, an
dessen
Gestaltung ich zur Zeit noch feile, vier Seiten stärker werden wird als
eigentlich geplant. Nur noch wenige Tage (voller
kniffliger kleiner Entscheidungen), dann
geht's
endlich ins Presswerk!
Im Vertrauen darauf, daß meine Leser diesen
Link zu
meinem Konzertkalender beachten, sei hier nur kurz erwähnt, daß ich
im Mai
nach längerer Pause wieder mehrfach auftrete
(bzw.
-trat). Am 16. in Berlin-Mitte und am 31. in
Frankfurt
(Oder). Details würden an dieser Stelle nur das Lesevergnügen
stören.
Ein Konzertereignis von
politischer Dimension bahnt
sich gerade in meinem eigenen Zuhause an:
Eine inoffizielle Beteiligung an der Berliner FÊTE
DE LA MUSIQUE am 21. Juni.
Ich
lebe in einem Haus, das nach einem Besitzerwechsel kernsaniert und zu
Eigentumswohnungen umgewandelt werden soll. Die Mehrheit der
verbliebenen Bewohner, darunter
auch ich, wehrt sich gegen die soziale
Verdrängung,
die insbesondere durch willkürlich steigende Mieten auf bis zu 9 Euro
pro
Quadratmeter droht. Seit Herbst 2007 wirbt unsere Mietergemeinschaft um
Interesse und Beistand von Öffentlichkeit und Politik und bemüht sich
um
Vernetzung mit Bewohnern von Häusern mit ähnlichen Problemen.
Über das MieterEcho, die Zeitung
der Berliner
MieterGemeinschaft e.V., wurde unser Fall auch außerhalb des
Helmholtz-Kiezes bekannt. Wir selber präsentieren uns unter dem Motto "Wir
bleiben alle!" u.a. in unserem
Web-Blog. Und, da uns dies nicht genügt, mit musikalischer Beihilfe
vieler
hochgeschätzter Musiker, bei der FÊTE!
Unser Haus ist zwar ästhetisch eher bescheiden, aber wir werden den Ort
für
das Event schon
herausputzen. Leider hat der Hauseigentümer vor einigen Wochen die
Bäume im
Innenhof fällen lassen, weil er untendrunter eine Tiefgarage plant
(siehe Fotos rechts)
*. Die Focacceria,
unsere
Kneipe, in der während
der FÊTE Künstler und Besucher verköstigt werden, soll der Einfahrt
weichen. Vor
Ort werden wir mit geeigneten Mitteln (etwa Fotos auf Stellwänden) auf
Art und
Ausmaß der Bedrohung hinweisen.
Es grüßt Euch
Holger
Saarmann
PS:
GEMA-Petition
Über 1400 Einsendungen von Musikern und
Veranstaltern, die ihre Ärgernisse mit der GEMA artikulierten, hat
Monka Bestle,
Kulturveranstalterin in Sonthofen nach eigenen Angaben gesammelt und
gebündelt
an den Petitionsausschuss des Deutschen
Bundestages
geschickt. Auch die eigentliche Petition liegt nun formuliert und mit
Fallbeispielen angereichert vor.
Im Sinne dieser Petition lädt die Veranstalterin Nina Zober am 9. Juni
zu einer
Diskussionsveranstaltung nach Buxtehude ein.
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Gar nicht lustig:

Der neue Hausbesitzer plant Eigentumswohnungen mit Tiefgarage – da
bleibt kein Platz für Bäume! *
Fällarbeiten in unserem Innenhof am 26. Februar
2009.

Nistplatz für Amseln: Vom Hof in den Häcksler.
Hier waren es "nur" kleine Bäume und Büsche,
aber auch hundertjährige Bäume dürfen, falls es die Kernsanierung
erfordert, mit bezirksämtlicher Genehmigung gefällt werden.
Details in unserem
Web-Blog.
* Nachtrag: Der Plan einer Tiefgarage taucht in der
Modernisierungsankündigung von Juli 2009 nicht mehr auf.
|
Berlin, 13. März 2009
Liebe Kenner der kleinen Künste,
bitte beachtet auch den Eintrag vom 19. Januar, den ich ins Netz zu
stellen
vergaß!
Hier ein weiteres Lebenszeichen auf dem langen, beschwerlichen
Weg
zur
neuen CD.
Sie
ist inzwischen durch Arne Wouk ("No Empty Feeling") fast
komplett gemastert und müsste eigentlich nur noch gepresst werden ...
Wenn
da nicht das Artwork, also die Hüllengestaltung
wäre.
Da
die CD "So küsste mich meine Friseuse" heißen
soll,
möchte
ich gern entsprechende Fotografien in einem
Friseursalon machen lassen,
am liebsten mit allen beteiligten Musikern: Reinhild Kuhn, Vivien
Zeller, Budi
Butenop und Jan Gaensslen.
Nun
suche ich –
in Berlin –
einen
möglichst klassisch gestalteten, hellen Salon (am besten in einem
Eckhaus,
wegen größerer Fensterfront), der uns von seinem aufgeschlossenen
Inhaber an
einem Sonn- oder Ruhetag für zwei, drei Stunden für eine Foto-Session
zur
Verfügung gestellt werden könnte. Eine küssende "Friseuse"
würden wir selber mitbringen.
Das fertige CD-Booklet würde also das Interieur eines real
existierenden
Friseursalons zeigen, der selbstverständlich namentlich in den
CD-Credits
erwähnt wird.
Wenn also
– was zu hoffen bleibt –
die CD
ein Hit wird, wäre dieser Salon überregional bekannt: Kunden kämen von
fern
und nah, um sich die Haare dort schneiden zu lassen, "wo dieser Barde
von
seiner Friseuse geküsst wurde". Das sind doch
hoffentlich
verlockende Aussichten für jede/n Berliner Friseursalon-Betreiber/in,
der diese
Zeilen liest!
(Ja,
ich
bin
inzwischen darüber aufgeklärt, daß man heute nicht mehr
"Friseuse" sagt! Aber die Poesie des Wortes "Friseurin"
hätte mich vermutlich nicht zu dieser Ballade inspiriert!)
Was das Hit-Potential angeht, so habe ich meine
CD diversen Labels
angeboten,
die überregional einen Namen für deutschsprachiges Chanson haben.
Natürlich
zählt auch dort nicht nur die Qualität, sondern vor allem die Frage, ob
sich
für das Produkt Käufer finden. Und da ist man als Mann über 30, der
frei von
Ulk und Alltäglichem zur Gitarre singt, nicht gerade
zielgruppengerecht. Zumal
es – den
Geiz-Discountern sei
Dank – außerhalb der Metropole ohnehin
kaum noch Plattenläden gibt, wo man meine und meinesgleichen Musik
entdecken
und kaufen könnte. Wird also wohl doch wieder ein
Selbstvertrieb-Projekt.
Bitte
nervt
mich
mit Bestellungen!
Erscheinen wird das neue Album dann wohl im Mai. Und Auftritte habe ich
da
auch wieder.
Es grüßt Euch
Holger
Saarmann
PS:
GEMA-Petition
Das Sammeln von Meinungen und
Fallbeispielen für die
Petition "Mehr Transparenz in der GEMA", auf die ich am
28.8. hinwies, läuft noch bis Ostern!
Auf
der Website der
Kulturwerkstatt
Sonthofen (Stichwort "Die GEMA – ein Reizthema)
findet man inzwischen
nicht nur die Protestbriefe der Initiatorinnen, sondern auch zahlreiche
kontroverse Reaktionen, die sich zu lesen lohnen!
|

Auch bei der aktuellen CD-Produktion wieder mit dabei:
Vivien Zeller, hier bei einer Aufnahmesession im
nuphobia-Studio
Berlin-Kreuzberg.
Foto: Phil Freeborn
|
Berlin, 19. Januar 2009
Liebe Kenner der kleinen Künste!
Mal angenommen, Ihr lest soeben nicht nur zum ersten Mal diese "News",
sondern habt auch nie zuvor den Begriff "Liedermacher" gehört. Ihr
werdet Euch fragen, ob denn das überhaupt ein Beruf ist.
Aber sicher! Das weiß inzwischen auch die Bundesagentur für Arbeit und
hat meine
Profession
auf
ihrer Website wie folgt beschrieben:
Liedermacher/in
Die
Tätigkeit im Überblick
Liedermacher/innen
komponieren und gestalten Songs, die sie vor Publikum präsentieren. Die
musikalische Begleitung übernehmen sie in der Regel
selbst.Liedermacher/innen
sind in der Regel selbstständig tätig. Sie werden zumeist von
Konzertveranstaltern gebucht. Sie treten auf Kleinkunstbühnen ebenso
auf wie
bei Festivals oder größeren Konzerten.
Zugang
Um
als Liedermacher/in tätig zu sein, muss man über instrumentales und
sängerisches Können und gute Kenntnisse der Musikszene verfügen. Ein
entsprechendes Studium im Bereich Musik und/oder Gesang ist von Vorteil.
Die Frage, ob man denn von diesem Beruf leben kann, lässt sich mit
einem klaren
"Ja, wenn ..." beantworten.
Zu diesem Wenn gehört u.a. ein aufgeschlossenes Publikum, wie man es
etwa in
Neutornow im Oderbruch finden kann. Und eine engagierte Pastorin, in
diesem
Falle Kathrin Herrmann, die einen einlädt und überall in ihren
Gemeinden
bewirbt. Schöne Aktion! Danke allen, die dabei waren, Ihr habt mir in
jeder
Hinsicht gezeigt, daß Ihr meine Anwesenheit zu schätzen wisst.
Einzig
die in malerische Anhöhen gebettete Kirche, die bei Außentemperaturen
bis zu –
20°C
einfach nicht innerhalb eines Tages zu heizen war, hat uns und manchen
Besuchern
einige Lauferei abverlangt. Bis man sich schließlich im Gemeindehaus
zusammenfand.
Ein
schöner Abend! Nächstes Mal wird's noch gemütlicher!
Viele Grüße,
Holger
Saarmann
|
|
Berlin, 20. Dezember 2008
Liebe Kenner der kleinen Künste,
ich hatte es ja schon angedeutet: Den
Erscheinungstermin
"Herbst 2008" für meine neue CD kann ich leider nicht einhalten.
Phil Freeborns nuphobia-Studio
ist
im
Dezember dermaßen ausgelastet, daß sich die Endabmischung länger
hinzieht als
geplant. Egal, denn auch die graphische Gestaltung der Umhüllung ist
noch nicht
spruchreif. Natürlich bin ich untröstlich, das aktuelle
Weihnachtsgeschäft
nicht mit einem neuen Produkt aufmischen zu können. Heuer bleibt mir
nur,
verschämt auf die kargen Restbestände meiner alten CDs zu
verweisen.
Aber
warum soll ich mit einer neuen CD pro Jahr Erwartungen meiner Kunden
schüren,
die ich über längere Zeit gar nicht einhalten könnte? Es gibt so viel
gute
Musik auf der Welt, da kann man sich doch problemlos länger als ein
Jahr bis
zur nächsten Saarmann-CD gedulden!
Die Höhepunkte im November waren die CASTOR-Blockade
im Wendland und das Liederfest in
Hoyerswerda.
Der Atommüll-Transport aus La Hague
traf erst in
der Nacht vom 10. auf den 11.11. in Gorleben ein, über 24 Stunden
später als
geplant. Die wirkungsvollsten Protestaktionen veranstalteten jene
Menschen, die
ihre Knochen und Gliedmaßen riskierten und sich auf Gleisen und
Zufahrtstraßen
in Betonklötzen verketteten
– in der vagen Hoffnung, daß die Polizisten, die die
Strecke zu
räumen hatten, behutsam bei der Befreiung seien.
Derweil
sitzen – und
musizieren
– Reinhild
Kuhn
und ich als Teil eines Kultur-Marathons meist im Theaterzelt
"Musenpalast" in Laase, wo die Aktivisten hinkommen, um sich
aufzuwärmen. Erst am Sonntag Nachmittag kann ich mich dort losreißen,
um dem
Aufruf von X-tausendmal quer
zu
folgen, auch für die Sitzblockierer vor Ort, also vor dem Gorlebener
Zwischenlager, zu musizieren. Und bei all dem technischen Provisorium
muss ich
sagen: Wendland-Aktivisten können echt die Ohren spitzen. So gute und
dankbare
Zuhörer kann sich jeder Liedermacher nur wünschen! Und es ist gar nicht
schlimm, wenn man nur ein einziges Anti-AKW-Lied im Repertoire hat,
denn man
muss es ohnehin nicht unbedingt singen. Friseuse
und Bahnsteig gegenüber,
aber
auch
diverse Volkslieder werden ebenso gern gehört. Eigentlich will man
mich gar nicht mehr weglassen, aber im "Musenpalast" bin ich
eingeplant, also verspreche ich, am nächsten Tag wieder hierher zu
kommen.
Montag morgen (Reinhild musste schon Sonntag nachmittag wieder nach
Berlin) sind
fast nur noch Polizeifahrzeuge auf der Landstraße nach Gorleben
unterwegs; kaum
Aussicht, als Tramper (mit Rucksack & Gitarre!) aus Laase
fortzukommen. Zwei
Angler nehmen mich mit bis nahe der Zwischenlager-Zufahrtsstraße.
"Halt!" tönt es uniformiert, als wir einem Trampelpfad in Richtung
Sitzblockade folgen wollen. Man erklärt uns, die Blockade werde soeben
aufgelöst und weist uns in die Gegenrichtung. Die Angler parieren, aber
ich,
ich habe ein Versprechen einzulösen! Ich bin aus Berlin angereist: Ich
habe einen Anspruch auf meine Sitzblockade!
Durch kahle Bäume einem Waldweg folgend sehe ich immer wieder Polizei
patroullieren. Schließlich schlage ich mich in ein Nadelwäldchen und
folge den
fernen Lautsprecherstimmen quer durchs spärliche Unterholz. Hin und
wieder
kreuze ich einen Fahrweg und stolpere einige hundert Meter im
Laufschritt, um
mich hinter der nächsten Bodenwelle, dem nächsten Gestrüpp den Blicken
aus
einer nahenden Polizeiwanne zu entziehen. Nach einer knappen halben
Stunde
erreiche ich, geradezu überglücklich, mein Ziel. Gerade hier, einen
Steinwurf
vom Zwischenlager entfernt, hindert die Ordnungsmacht niemanden, die
mit Stroh,
Säcken und Planen bedeckte Straße zu betreten.
Ans
Mikrophon lassen mich die Jungs aus Jena diesen Vormittag nicht mehr;
die
Lautsprecher übertragen jetzt regelmäßig die Kommentare von Radio
Wendland
und die von X-tausendmal quer. Jede Viertelstunde wird über
Polizei-Megaphon die Aktion für aufgelöst erklärt, aber das kennt man
hier.
Die Stimmung ist gelassen, auf keiner Seite rechnet man mit einer
Eskalation.
Ich hocke am Straßenrand unter einem Planendach im Stroh und zücke die
Gitarre, um (auf Deutsch) High Noon
anzustimmen: Es passt auf ganz
eigenartige Weise hierher, nicht nur, weil es kurz vor zwölf ist.
"Wir beginnen jetzt mit der Räumung!"
Am Straßenrand haben sie Sperrgitter aufgebaut. In Zweierreihen, mal in
schwarz, mal in grün, marschieren Polizisten in den Blockadebereich.
Die
umsichtigeren Beamten tragen keine Helme und nehmen sich Zeit, die
Demonstranten
zunächst anzusprechen, ehe sie sie wegtragen. Ihre behelmten Kollegen
nahen im
Laufschritt und zerren die Menschen an den Beinen fort, was gnadenlos
von
zahlreichen Journalisten dokumentiert und erbosten "Helm ab!"-Rufen
quittiert wird.
"Müssen wir Sie tragen?", fragt man mich. Wegen meines empfindlichen
Gepäcks lasse ich mich von zwei Beamten lieber auf meinen eigenen Füßen
abführen. "Ist da eine Gitarre drin?", fragt der andere, offenbar in
Sachen Deeskalation geschult. Glück gehabt. Nicht mal Personalien
nehmen sie
mehr auf; die ganze Aktion erscheint eher ein Spiel
– leider eins zwischen ungleichen Kräften um ein ernstes Thema.
Was haben
wir eigentlich erreicht seit den Siebzigern (als AKWs für mich noch die
Türme
an der Autobahn nach Bielefeld waren, wo die Wolken drin gemacht
werden)?
Immerhin, der Widerstand geht in die dritte Generation!
In einem anderen Winkel der Republik, in der Lausitz, auch Sorbenland
oder
Krabat-Land genannt, haben sie zur Energiegewinnung unfassbar große
Gruben in
die Landschaft (und so manches Dorf aus ihr heraus-) gerissen. Mit
daran
beteiligt war der Baggerführer Gerhard Gundermann, der kurz vor seinem
Tod
nicht nur zum Tischler umsattelte, sondern auch ein Liedermacher-Treffen in
Hoyerswerda mit initiierte. Inzwischen werden die Braunkohlegruben
geflutet; es entstehen riesige Seen.
Das Treffen heißt heute "Liederfest Hoyschrecke"
und wird von Kollegen und Publikum mal mehr, mal weniger zahlreich
besucht. Die
Begegnung mit netten Leuten (neben Kollegen und Veranstaltern vor allem
Anja, Eva
und Steffi, die ehrenamtlichen Café-Betreiber der KuFa, sowie Frank
Reglin und
Dirk Schauer von PROFOLK
e.V.) ist jedesmal ein letztes wärmendes Feuer vor dem langen Winter.
Der Workshop-Idee meines Leipziger Kollegen
Christian Haase verdanke ich, daß Meine
Friseuse am frühen Nachmittag des 29. Novembers erstmals dort
aufgeführt
wurde, wo es eigentlich hingehört: Im Friseursalon! Aus dem
Korridor des
Einkaufszentrums hatte man uns nämlich vertrieben, ehe wir nur die
Instrumente
auspacken konnten.
Zwar warte ich noch auf Fotos aus Hoyerswerda und dem Wendland, aber so
lange
will ich euch nicht warten lassen, denn wer braucht Weihnachtsgrüße im
Januar?
Da wage ich übrigens ein vereinzeltes Solo-Konzert
in einem gemütlichen kleinen Kirchlein im Oderbruch: Am
Samstag, 17. Januar 2009 in Neutornow (bei Bad Freienwalde).
Gern
hätte ich Kollegen wie Hornberger,
Vivien
Zeller
oder Reinhild Kuhn mitgenommen, aber erst mal solo schauen, ob
die
Oderbrecher sich überhaupt für Chansonabende interessieren.
Schöne Weihnachten und einen lichten Winkel zwischen den
Jahren
wünscht
euch
Holger
Saarmann
PS:
GEMA-Petition
Der Einsendeschluss für die
Petition, auf
die ich am
28.8. hinwies, ist verlängert worden!
Auf
der Website der
Kulturwerkstatt
Sonthofen (Stichwort "Die GEMA - ein Reizthema) findet man
inzwischen
nicht nur die Protestbriefe der Initiatorinnen, sondern auch zahlreiche
kontroverse Reaktionen, die sich zu lesen lohnen!
Die GEMA unternahm zwar in den letzten Monaten
einige Schritte (z.B. Seminare, Internetpräsenz und neuerdings das
Hochglanzmagazin "virtuos", dessen Papierwert bei weitem den
Informationswert übertrifft), um ihr Ansehen zu verbessern,
in Wirklichkeit ist sie jedoch weiterhin ein alltägliches Ärgernis, für
Musiker wie für Veranstalter.
|
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Berlin, 3. November 2008
Liebe Kenner der kleinen Künste!
Herzlich willkommen auf diesen Seiten,
insbesondere wenn
Ihr nach meinen Auftritten in Basel, Staufen, Deißlingen,
Aichach,
Rauenberg, Weisenheim, Trier, Friedberg, Bolanden und Dresden erstmals
hier hereinschaut! Es war schön, für Euch zu spielen, und ich
hoffe,
wir sehen und hören uns wieder! Bis dahin findet Ihr hier Texte,
Hörproben und
Links, die irgendwie mit mir und meiner Kunst zu tun haben.
Nebenan seht Ihr einige Impressionen aus Dresden,
gerade
mal
zwei Monate her. Inzwischen fault das Laub; die Bäume sind schon
fast ebenso kahl wie mein Konzertkalender. Für den Herbst versprach ich
das
Erscheinen meiner neue CD und darf nun immerhin verkünden, daß
große
Teile davon im Kasten sind. Wann genau das Werk fertig sein wird, ist
schwer zu
sagen, denn lieber werde ich beim Erscheinungstermin wortbrüchig als
daß ich
was Halbgares ins Presswerk gebe. Wer am 24.9. dem SAGO-Konzert
in der Rheinland-Pfälzischen Landesvertretung Berlin beiwohnte,
hat
immerhin schon eine Vorstellung davon, was die Musik auf der CD von
der, die man
sonst von mir zu hören gewohnt ist, unterscheidet:
Befreundete
Musiker wirken mit: Reinhild Kuhn
(alias Kuhn-Li) an Akkordeon und
Piano, Budi
Butenop (vom Duo K.C.
McKanzie)
an Percussion und Kontrabass, Jan Gaensslen
am
Piano und auch Vivien Zeller wird in zwei
Titeln
wieder Geige spielen. Ein echtes Sound-Fest!
Meinen
Klassiker "Ode ans Diesseits"
gibt es
– wegen anhaltender Nachfrage
– in einer neuen, sehr stimmungsvollen Version mit Band,
obwohl
mein Debut-Album "Hüt dich, schöns
Blümelein!"
weiterhin lieferbar bleibt.
"Schade,
am besten gefallen mir deine Lieder pur, so wie du sie solo auf der
Bühne
singst!", höre ich einige maulen, aber keine Sorge: Einige Lieder
werden
der CD auch in Solo-Fassungen angehängt, so kann dann jeder seine
Lieblingsversion auswählen.
Der Oktober war ein Monat der Begegnungen. Um nur einige zu nennen:
Gemeinsamer Auftritt mit Martin Betz
und Sebastian
Krämer in Basel (Denkwürdig: Sebastians "Gelnhausener
Riesenrad" löste sich zu meiner Gitarrenbegleitung kurz vor dem
Halt
aus seiner Aufhängung und stürzte in die Menge der von Markus
Heiniger & Yvonne Reisner
geladenen
Gäste.) Raphael Gottlieb, Schöpfer des "Linsenboldes",
erkundete
mit
mir eine Offene Bühne in Staufen, die sicherlich eines Tages auch
für Chanson & Lied geeignet sein wird. Und endlich, in Bad Wildbad,
durfte
ich das Stuttgarter Duo ZU ZWEIT
meinen "Bahnsteig
gegenüber" auch einmal live interpretieren hören! Danke, Tina
& Fabian!
Was gibt's nun noch dieses Jahr?
Kommendes Wochenende reise ich mit Reinhild Kuhn
ins
Wendland, wo wir unserer energiepolitischen Gesinnung Ausdruck
verleihen,
indem wir im Laufe eines kulturellen 30-Stunden-Marathons im Laaser
Musenpalast (ein beheiztes Zelt!) immer wieder einige Lieder,
vorrangig
aus unserem gemeinsamen Repertoire, zu Gehör bringen werden. So kommt
mein "Gleisbesetzerlied" endlich
wieder einmal an den Ort und zu den Menschen, für die
ich es 2004
schrieb.
Details im Konzertkalender.
Viele Grüße,
Holger Saarmann
|
Spätsommer-Wochenende
in Dresden:
Live mit Steffen Haas in der
St. Pauli-Ruine Dresden
bei "Inseln
im
Hecht" am 30. August 2008,
vor kleinem Publikum:

"Ich höre ein Kind, wie es weint, wie es wimmert,
und summ' meine Kennmelodie ...
Einmal bin ich wieder der Herr aller Zimmer -
Ein Butzemann stirbt nämlich nie!"
Holger Saarmann, ein Kinderliedermacher??
(Diese beiden jungen Dresdenerinnen, bislang
nicht Butzemann-gläubig, wurden
vermutlich noch nächtelang
von Alptrräumen geplagt!)
|
Berlin, 28. August 2008
Liebe Kenner der kleinen Künste!
Es scheint als hätte mein Auftritt beim
Nürnberger
Bardentreffen meiner Musik einige neue Freunde beschert: Herzlich
willkommen!
Und
ebenso herzliche Grüße an dieser Stelle an all die alten Freunde, die
vor Ort
waren. Euch im Publikum zu wissen (und zu sehen, denn es war ja heller
Nachmittag), hat mich sehr angespornt, nicht in alte Marotten meiner
schönen
Frankenzeit zu verfallen!
Eigentlich wollte ich nur eine Stunde spielen, aber Ihr habt mir durch
Eure
Beharrlichkeit und Aufmerksamkeit insgesamt über 80 Minuten entlockt,
und das
ohne Pause. Danke für Euer Vertrauen angesichts all der anderen tollen
Musik
auf den Nachbarbühnen!
Dank
geht auch an PROFOLK, die u.a.
meinen
Auftritt ermöglicht haben.
Einige Fotos gibt es hier,
auf der Bardentreffen-Website.
Hier in den "News" (weite Teile dieser Website sind bilingual!) und im Konzertkalender werdet Ihr immer
zuverlässig über
Neuigkeiten in Kenntnis gesetzt. Wer darüber hinaus per Rundmail
informiert sein möchte, schreibe mir (mit Angabe seines Wohnortes)
bitte übers Kontaktformular. Rundmail und
"News"
ergänzen einander. Die folgenden Absätze sind Rundmail- Empfängern
schon
bekannt:
Wer in Dresden & Umland wohnt, der
kennt
sicherlich das Stadtteilfest
"Inseln im Hecht". Mein lieber Kollege Steffen
Haas (bekannt auch als Veranstalter des Dresdner "Song-Slam"
und der "Offenen Bühne
im
Hecht") hat uns beiden im Rahmen dieses liebevollen, bunten
Kulturprogramms drei Auftrittsmöglichkeiten an zwei Tagen organisieren
können,
die wir uns jeweils teilen werden.
Wie
die Teilung aussehen wird, wissen wir allerdings noch nicht: Vielleicht
wird Steffen meine Lieder und ich Steffens singen? Vielleicht sagen wir
einander
auch bloß an? Oder irgendwas dazwischen. Die entspannte Atmosphäre wird
uns
schon zum Bestmöglichen anspornen.
Das letzte Jahresdrittel ist musikalisch geprägt von weiteren Gemeinschaftsprojekten,
auf die ich sehr gespannt bin:
Gemeinsam
mit meiner "WINNETOU"-Geigerin
Vivien Zeller folge ich einer doppelten
Einladung in die Pfalz. Mit unseren Liedern,
so deutsch wie der Wilde Westen werden wir den Deutsch-Pennsylvanischen
Tag
in
Bolanden umrahmen, und da wir wegen des weiten Weges
ohnehin
früher anreisen müssen, war es naheliegend, Vivien auch mit im
diesjährigen
Abschlusskonzert von Christof
Stählins Lieder- und Lyrik-Akademie SAGO einzuplanen. Da
werden wir
dann sicherlich auch auf ein bis zwei Lieder aus dem Winnetou-Programm
zurückgreifen.
Nur wenige Tage später folgt dann - mit anderer und kleinerer Besetzung
als das Konzert in Mainz - die SAGO-Tournee. Mit
dabei sind Musiker, die (teils zeitgleich mit Judith Holofernes und
Bodo Warkte)
schon vor Jahren bei Christof Stählin ihr Handwerk verfeinerten;
Ehemalige,
wenn man so will, Kollegen, die (wie ich vor einem knappen Jahr)
irgendwann ihre
Plätze bei SAGO dem Nachwuchs räumten.
Wenn
alles klappt, werde ich bei meinem Auftritt in Berlin von den beiden
Freunden
unterstützt, die mir gerade als Begleiter beim Aufnehmen meiner CD "So
küsste
mich
meine Friseuse" zur Seite stehen: Reinhild
Kuhn (Akkordeon) und Budi Butenop (Percussion). Eine Woche später
gehen wir
dann gemeinsam ins Tonstudio.
(Reinhild
Kuhn ist u.a. auch als Kuhn-Li,
Erfinderin
der Finger-Comedy, bekannt. Budi (auch Joe Budinsky) ist Bassist und
Drummer bei K.C. McKanzie und
(zeitweise) Larkin.
Ich
bin
sehr dankbar, daß sie mich in ihrer knappen freien Zeit
unterstützen
und mir helfen, meinen Sound zu erweitern!)
Die SAGO-Tournee führt uns von Berlin nach Bayern, und dann (nochmals)
in die
Pfalz.
Und wenn es schon Herbst ist, mache ich mich noch zweimal mit
Vivien auf den
Weg dorthin, wo der Westen am wildesten ist: In
den Süden.
Details und Links zu allen Auftritten findet Ihr, wie immer, im Konzertkalender.
Und nun höre ich einige von Euch schon wieder anerkennend
kommentieren:
"Du bist ja viel unterwegs!"
Aber
wenn Ihr in meinen Tourkalendern zwischen den Zeilen lest, findet Ihr
dutzende
Kleinkunst-Veranstalter, die mich wissen ließen, daß es bei ihnen für
lyrische Chansonprogramme und literarische Liederabende, also für mich
und
meine Musik, kein Publikum gäbe.
Daß
ich meine Bescheidenheit bezwinge und auf meine Festival- und
Fernseh-Erfolge
verweise, nützt nichts: Die Veranstalter kennen ihr Publikum. Sagen sie.
Aber
was kennt das Publikum?
Zur Illustration:
Pfingsten war ich (zum Zuhören) auf
der Burg
Waldeck. Das Revival
der
Chanson-Festivals
der 60er ist eher ein öffentliches
Familientreffen von (ausgesprochen netten) Alt-68ern, die sich zwar
auch um
Nachwuchskünstler, aber offenbar wenig um Nachwuchspublikum bemühen.
Einer
der wenigen Besucher im studentischen Alter sprach mich dort an:
"Kann
es sein, daß ich dich im TV bei 'Songs
an
einem
Sommerabend' gesehen habe?"
Als
ich überrascht bejate, fuhr er fort, er sei damals nur zufällig über
diese
Sendung gestolpert, aber das sei der Grund, warum er heute hier, auf
einem
Festival mit ähnlicher Musik sei:
"Ich
hatte bis dahin nicht gewusst, daß es auch junge Liedermacher gibt."
Und genau das ist das Problem:
Während
Funk und TV uns weitgehend ignorieren, setzen Veranstalter auf das, was
das Volk
bereits aus den Medien kennt. Die Entdeckung neuer Künstler mit neuer
Ästhetik
überlässt man anderen.
Von
diesen Anderen möchte ich dringend noch einige kennen lernen.
Viele Grüße,
Holger Saarmann
PS:
GEMA-Petition
Zwar unternahm die "Konzert-GEZ", von manchen auch "Mafia"
titulierte, also unterm Strich eher wenig geliebte GEMA in den letzten
Monaten
einige Schritte (z.B. Seminare, Internetpräsenz), um ihr Ansehen zu
verbessern,
in Wirklichkeit ist sie jedoch weiterhin ein alltägliches Ärgernis, für
Musiker wie für Veranstalter.
Ich unterstütze darum die Petition zweier Kleinkunst-Veranstalterinnen
und
bitte alle Musiker-Kollegen sich ebenfalls mit den beiden geschilderten
Fällen
aus Sonthofen und Buxtehude auseinanderzusetzen.
Die aktuellen Protestbriefe, die vielfach als Rundmails versendet
wurden, findet
Ihr auch auf der Website der
Kulturwerkstatt
Sonthofen (Stichwort "Die GEMA - ein Reizthema).
|

Obgleich, wenn schon nicht seine Lyrik, so doch seine Instrumentierung
durchaus kindgerecht erscheint.
Hier wieder gemeinsam mit "Eiskrokodil" Steffen Haas
beim dritten Auftritt an jenem Wochenende auf
der
Offenen
Bühne
im Hecht.
Alle Fotos oben von Ramona
Bechler (Dresden).
SAGO auf Tour 2008:
Holger Saarmann, Martin Betz, Christof Stählin, Jan
Gaensslen & Jörg Sieper. Es fehlt Martina Gemmar.
>> Konzerttermine
|
Berlin, 17. Juli 2008
Liebe Kenner der kleinen Künste!
Geschwind ein Lebenszeichen zwischendurch, für alle, die meine
Rundmails nicht
erhalten:
Zwei Tourneen gab es seit der letzten
"News", groß an zurückgelegten Kilometern und besuchten Freunden,
eher klein hinsichtlich der Anzahl gespielter Konzerte, aber in jeder
Hinsicht
reich an positiven Erfahrungen und an Bestätigung: Du musst nicht viele
Worte
machen, um dein Publikum zu gewinnen oder bei Laune zu halten. Du musst
dein
Publikum nicht mit einem lustigen Lied da abholen, wo es vermeintlich
gerade
ist, um es dann langsam an dein wahres Anliegen heranzuführen.
Also, liebe, hochgeschätzte Zeugen meiner Auftritte
in
Deißlingen
und Möhringen, in Halle, Hamburg und Oberhausen: Es
war
schön, für Euch zu singen und ich hatte das Gefühl, wir sind einander
ein
Stück näher gekommen! Ich werde allen meinen Freunden von Euch
erzählen, und
vielleicht erzählt Ihr Euren ja von mir.
Danke, Annett Kuhr, Matthias
Reuter, Frank Bode und Martin
Betz für die gute kollegiale Zusammenarbeit, allen anderen für
Gastfreundschaft, Rückmeldung oder einfach Da-Sein.
Nächste Woche werde ich mit Reinhild
Kuhn
und Budi Butenop (von K.C.
McKanzie) die Arrangements proben, in denen einige meiner Lieder
im Herbst auf CD veröffentlicht werden sollen. Leider zu spät,
um sie
Anfang August beim Nürnberger
Bardentreffen zu verkaufen, aber früh genug fürs
Weihnachtsgeschäft.
Melde mich aber vorher nochmal. Vorbestellungen bitte hier
einwerfen!
Übrigens fühle ich auf jeder Tournee, wie
gern ich aus
Berlin fort bin. Und nicht erst neuerdings rede ich häufig
davon, mich
anderswo niederlassen zu wollen, am liebsten in ländlich- gebirgiger
Gegend mit
nahem Bahnhof (um weiterhin ohne Auto leben zu können). Habe schon das
Erzgebirge in Betracht gezogen, aber das schien mir dann doch (und
darin hat
mich erst neulich Kollege Stellmäcke bestätigt) zu abgelegen. Wohin
dann?
Saaletal Thüringen? Zurück nach Franken? Oder in den Harz?
Haben Sie ein (sehr) günstiges
leerstehendes Häuschen in
künstlerfreundlichem Umfeld zu vermieten? Ich hätte darüber hinaus
einige
Ideen und gute Kontakte, um mehr Musik in Ihre Region zu bringen!
Landkommune wäre auch eine Idee.
Viele Grüße,
Holger Saarmann
|
|
Berlin, 8. April 2008
Hallo, liebe Liederhörer!
Die meisten von Euch wussten es vermutlich schon lange und fragten sich
insgeheim, wann denn wohl endlich auch der Saarmann dahinter kommt:
Viel wichtiger als die Musik, die man anzubieten hat, ist heutzutage
die
Präsenz im interaktiven Boulevard-Feuilleton des WWWs: "MySpace".
In diesem Sinne wurde vor kurzem mein Kollege
Hornberger von seinen
Hochschul-Kommilitonen belehrt, und die müssen's ja wissen. Jedenfalls
haben
wir (die wir sehr bald unser nächstes
gemeinsames Konzert in Berlin geben)
prompt reagiert und sind somit nun jederzeit bereit, ganz in die
virtuelle Welt
auszuwandern, falls man uns in der ursprünglichen nicht mehr braucht.
Mit einer
LSD-Telefonleitung kann man dort sechs Lieder in voller Länge anhören;
das
gab's zuvor nur auf Bühne und CD! Also schaut Euch das mal an unter: www.myspace.com/holgersaarmann
Es kommt aber noch besser: Die größten Hits von
Saarmann, einige zusammen mit
Vivien Zeller, gibt's nun auch in einem ganz speziellen Internet-Radio zu
hören:
"Last FM" heißt die
Station, und das Besondere daran ist, daß
sie
ihren Hörern individuellen Einfluss auf das Programm erlaubt. Teils
wählt man, wie bei einer Jukebox,
ganz bestimmte Künstler und Titel an, teils kann
man seine bevorzugten Genres angeben und sich dann von einem
Zufallsgenerator aus einem Pool
"ähnlicher Künstler" die nächsten Lieder auswählen lassen. Dabei kann
man,
ungestört durch Werbung oder geistlose Moderation, zahllose neue
Entdeckungen machen, denn die meisten Musiker, die ihre Musik auf "Last
FM" präsentieren, dürften Geheimtips sein. Gefällt
einem ein
Titel nicht, klickt man auf "Weiter" und verbannt somit den Song
aus seinem zukünftigen Individual-Programm. Wer mag, kann am Bildschirm lesen, was gerade läuft, kann sich mit
anderen Hörern in
diversen Foren zu seiner Lieblingsmusik austauschen, Empfehlungen
verschicken,
Konzerttermine bekannt
geben, die Homepage
des
jeweiligen
Musikers aufrufen, Nutzer-Profile anlegen und vieles mehr
Das Angebot von "Last
FM" ist für Musiker und Hörer kostenlos; die Urheber der gesendeten
(d.h. gestreamten) Werke erhalten angeblich sogar Tantiemen (und zwar
unabhängig von einer GEMA-Mitgliedschaft).
Das System hat noch einige Macken in der Bedienungsfreundlichkeit, die
aber laut
Aussage der Betreiber bald behoben sein werden.
Soweit meine Erfahrungen aus der Erprobungsphase. Ich selber kann
momentan nicht
mit allzu vielen Internetradio-Erfahrungen prahlen, weil ich noch immer
mit
einem langsamen 56 kBps-Modem surfe. Ich würde mich daher freuen, wenn
mir von
Euch jemand bei Gelegenheit seine Erfahrungen berichtet. Dies ist ein
guter
Link, um zu beginnen: www.lastfm.de/music/Holger+Saarmann
Viele Grüße,
Holger Saarmann
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Berlin,
17. März 2008
Hallo, liebe Liederhörer!
Keine Sensationen diesmal: Ich arbeite an einer neuen CD, diesmal einer
nur mit
eigenen Liedern. Das heißt: Alle Nebenstraßenbühnen-Hits der letzten
Jahre
(die ich teils schon in nicht mehr erhältlichen Demoaufnahmen
verbreitet habe)
und einige neue Lieder werden darauf versammelt sein. Dauert aber,
realistisch
eingeschätzt, bestimmt noch ein halbes Jahr.
Berlin in Realität und Fiktion hat
die letzten
vier Wochen geprägt:
Mittels
DVD habe ich mir die geballte Ladung von 86 Folgen der TV-Serie "Berlin, Berlin" gegeben. Mit einigem
Genuss.
Das reale Berlin sieht allerdings ganz anders aus: Der ehemalige Szene-Kiez
Prenzlauer
Berg, in dem ich zufällig wohne, verkommt zunehmend zum Kies-Kiez.
Millionenschwere Investoren aus der ganzen Welt kaufen reihenweise
Wohnhäuser,
um mittels Kernsanierung und diverser Ausbauten teure
Eigentumswohnungen zu
schaffen, die dann von reichen Nichtberlinern als
Steuer-Abschreibungsobjekte
erworben werden. Ende letzten Jahres hat es auch mein Haus erwischt:
Nach dem
Plan des neuen Besitzers müssten wir schon alle in Umsetzwohnungen
hocken, aber
wir sind stur!
Schon
allzu oft nämlich haben sich die üblichen Zusicherungen der Firma, man
dürfe
nach der Sanierung seine Wohnung zum geringfügig erhöhten Mietpreis
wieder
beziehen, als Lügen erwiesen: Die neuen Eigentümer hatten bereits an
Leute
vermietet, die mit Vergnügen das Dreifache der bisherigen Miete (ca. 9
€
Kaltmiete pro Quadratmeter) zahlten. Bei solchen Einnahmen ist eine
fünfstellige Vertragsstrafe im Nu wieder auf dem Konto.
Wir berichten in unregelmäßigen Abständen über die Lage auf www.s30a.blogspot.com
Wer weiß: Vielleicht entsteht ja noch ein Lied zum Thema!
Holger Saarmann
PS: Weil ich immer wieder danach gefragt werde:
Das "Klingende Museum",
ein
Ort,
an dem Kinder und Jugendliche unter Anleitung sinnlichen
Erstkontakt
mit Musikinstrumenten erleben können, ist in der Zingststraße 15 im
Stadtteil
Wedding, nahe dem Gesundbrunnen-Center.
Ich arbeite dort gelegentlich als musikpädagogischer Instruktor. Wer
sich
näher für den Laden und sein Angebot interessiert, nehme bitte über den
obigen Link Kontakt zur Zentrale auf!
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Berlin,
17. Februar 2008
Hallo, liebe Liederhörer!
So langsam entsteht ein Konzertkalender für das
Jahr
2008, das ja nun auch schon nicht mehr ganz neu ist. Es ist nicht
immer
leicht, Veranstalter für Programme namens "So
küsste mich meine Friseuse", "Winnetou
ist
ein
Christ ...", oder "Glaubt
uns
kein Wort!" zu finden.
Obwohl
ich meinen Berliner SongSlam-Titel im Dezember an Johanna Zeul abtreten
musste (was ich aber gern tat), begann das neue Jahr eigentlich so
vielversprechend, wie das alte endete:
Mein "Wanderlied" aus der CD
"Lieder, so deutsch wie der Wilde Westen" wurde
überraschend
für die Liederbestenliste
nominiert, das ist eine Art Lieder-Hitparade, die monatlich von einer
20-köpfigen Jury zur Förderung des deutschsprachigen Liedes ausgelobt
und von
diversen öffentlich-rechtlichen Radiosendern ausgestrahlt wird. Ob sich
mein
Lied da tatsächlich platziert, bleibt abzuwarten; es sind immer
zahlreiche
gute, teils prominente Interpreten im Rennen.
Meine "Ode
ans Diesseits" wurde, wie ich
– leider nur zufällig – mitbekam,
vom Humanistischen
Verband Deutschland entdeckt und in seiner Vereinszeitschrift
abgedruckt.
Dagegen hat
– mit meiner Genehmigung
– ein Freund seinen Berlin-Besuch vor einem
Jahr mit der Kamera dokumentiert und hier,
bei youtube.com eingestellt; darin ist ausschnittsweise "Meine
Friseuse" live bei einem privaten Küchenkonzert zu sehen.
Ferner kam mir zu Ohren, daß es in Berlin-Reinickendorf einen
Männerchor
namens "Saarmann'sche
Liedertafel
1873" gibt. Außer dem Namen und der öffentlichen
Darbietung von Liedern haben wir zwar nichts miteinander zu tun, aber
der Name
Saarmann ist so selten, daß einige Monate vertiefter Ahnenforschung
vielleicht
eine weit entfernte Verwandtschaft mit den Chorgründern ans Licht
bringen
würde. Allerdings leben die nicht mehr. Also, was soll's ...
Holger Saarmann
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Berlin,
29. November 2007
Hallo, liebe Liederhörer!
Das Jahr verklingt eher still: Kurzauftritte im Rahmen zweier SAGO-Konzerte
in Bern, kurz vor Silvester, stehen noch bevor. Die geplanten
Karl-May-Lesungen mit Dr. Johannes Zeilinger am 1. und 3. Advent wurden
vom DHM
ohne Begründung abgesagt.
Am
Tourplan für das nächste Jahr wird noch gebastelt: Im
Mai gibt es ein paar Konzerte im Schwarzwald, einige zusammen
mit meiner
Kollegin Annett Kuhr aus
Rottweil.
Der Herbst war sehr nett zu mir:
Am 27. Oktober gewann ich den 1. Song-Slam im
Friedrichshainer Zebrano-Theater, moderiert und veranstaltet von
Sebastian
Krämer, musikalisch flankiert von Danny
Dziuk. Meinen Titel werde ich am 4.
Dezember, beim 2. Song-Slam verteidigen;
da wird Bodo
Wartke mit beteiligt sein, zum Glück außer Konkurenz!
Ein Auftritt auf der Offenen Bühne beim Liederfest
Hoyerswerda (früher Liedermachertreffen) bescherte mir nach
Publikumsabstimmung überraschend einen zweiten Auftritt beim
abendlichen Preisträgerkonzert mit dem
vierköpfigen Duo Hasenscheiße
(Potsdam), Vanessa
Maurischat, McKinley Black und Manfred Maurenbrecher (alle
Berlin).
Am
Sonntag folgte ich dann der freundlichen Einladung meines Kollegen Steffen
Haas nach Dresden, denn der veranstaltet seit über einem Jahr die "Offenen
Bühne im Hecht". Absolut kultig und allerliebst! Eine beispielhaft
engagierte Organisation und, liebe Dresdener, Ihr seid ein ganz tolles
Publikum!
Demnächst gibt's hier
Fotos.
Angenehme Vorweichnachtszeit
wünscht
Holger Saarmann
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Berlin,
13. Oktober 2007
Hallo, liebe Liederhörer!
Endlich:
Am 11. Oktober ist unsere CD "Lieder, so deutsch wie der Wilde
Westen" erschienen – und hat
bereits
bei zwei Konzerten im Rahmen des Berliner Karl-May-Kongresses reißenden
Absatz
gefunden.
Wir
sind sehr froh, denn der größte Teil der Aufnahmen war eigentlich schon
im
Frühling 2006 im Kasten. Zuletzt sind
Vivien
und ich mit all unseren Aufnahmen noch zu nuphobia
(Kreuzberg) ins Studio
gegangen, um zu schauen, ob da ein Mischkünstler wie Phil Freeborn nicht noch
mehr herausholen könne. Er konnte. Und so konnte ich meine eigenen
Rauhmixe der
letzten Monate getrost in die Tonne treten.
Die CD hat ein 16-seitiges Booklet mit Fotos, allen
Liedtexten,
sowie historischen und persönlichen Hintergründen. Und weil die CD mit
18
Titeln noch nicht voll war, haben wir noch zwei versteckt ... aber das
ist
geheim!
Die CD wird nicht nur über meinen
Online-Shop
(wo die Hörproben nur darauf lauern, von Euch angeklickt zu werden)
erhältlich
sein, sondern auch beim Karl-May-Verlag
Bamberg, beim Bluebird Shop
Berlin
(das ist quasi der Online-Shop zum Label, auf dem sie erscheint) und
außerdem,
solange (bis 6. Januar) die Karl-May-Ausstellung im Deutschen
Historischen Museum Berlin läuft, ebenda im Cedon-Museumsshop.
Und
natürlich auf allen Konzerten,
die ich mit und ohne Vivien gebe. So etwa am 20.10.
in
Bad
Bentheim (solo) und am 21./ 22.11. in
Berlin-Friedrichshain (mit Vivien). Näheres hier,
im Konzert-Kalender.
Bis demnächst!
Holger Saarmann
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Auf CD: Die musikalische Essenz aus dem
Bühnen-Dauerbrenner "Winnetou ist ein Christ ..."
Erhältlich u.a. hier, in meinem Shop.
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Berlin,
24. Juli 2007
Hallo, liebe Liederhörer!
"Songs an
einem Sommerabend",
was für ein Erlebnis!
Angesichts
der riesigen Freilichtbühne und der erwarteten 9000
Zuschauer (an drei Abenden)
hatte man
mich eingeladen, meine Musiker mitzubringen, nicht wissend, daß ich
Akkordeon,
Flöten und Percussion auf der Demo-CD selber spiele. Ich besann mich
auf meine
liebe Kollegin Reinhild
Kuhn, die ein oder zwei Nullen bei der Zuschauerzahl überlas
und
sorglos zusagte. Sechs Wochen probten wir Gitarre-Akkordeon-Arrangements
für "Meine Friseuse", "Begleiter", "Bahnsteig
gegenüber" und "Ode ans Diesseits" und zuletzt die "Briefballade"
zur Klavierbegleitung. Die ersten drei Lieder für die beiden
Open-Air-Konzerte,
die restlichen für das Preisträger-Konzert.
Am Mittwoch schlagen wir
der streikenden Bahn ein Schnippchen und erscheinen pünktlich zum
Soundcheck
auf der Klosterwiese bei Banz (Oberfranken), dicht gefolgt von düsteren
Gewitterwolken, die den ganzen Zeitplan des äußerst freundlichen und
geduldigen BR-Teams durcheinander bringen. Man befürchtet die völlige
Versumpfung der Publikumswiese.
Wie gut, daß unser erstes Konzert, nämlich das der Preisträger der
Hanns-Seidel-Stiftung, moderiert von Roland Leitner, am Donnerstag, im Innern von Kloster Banz
stattfindet. Die ca. 500
Eintrittskarten hierzu, so heißt es, waren, wie in den Jahren zuvor,
über eine
Telefon-Hotline innerhalb eines einzigen Vormittags ausverkauft. Hier,
so die Banz-Legende, begannen Stars wie Rosenstolz und Willy Astor ihre
Karrieren. Wenn
man die 19 Namen des frisch erschienenen pläne-Samplers
optimistisch liest, so bekommen sie dieses Jahr ernstzunehmende
Konkurenz von Anna
Piechotta &
Niklas Turmann, Tom
van Hasselt,
vom
Aluna-Quartet, dem Singenden
Tresen,
sowie von Holger Saarmann & Reinhild
Kuhn!
Seltsam: Landauf, landab
sind
Veranstalter der Meinung, für Lieder(macher)konzerte abseits der
Gute-Laune-Schiene gäbe es kein Publikum mehr. Und ausgerechnet eine
Stiftung
der CSU (nicht gerade die politische Heimat der Liedermacher-Tradition,
oder gar
meiner selbst) erbringt seit 20 Jahren immer wieder den Gegenbeweis –
nicht
mit Star-, sondern mit Nachwuchskonzerten! Der einzige, der das sonst
noch
schafft, nämlich alljährlich im bayerischen Friedberg, ist Christof
Stählin mit SAGO, seiner Akademie für Poesie und Musik.
A propos Tradition: Neben den Konzerten bleibt viel Zeit im
Versorgungszelt, um
meinen Nachwuchs-Kollegen das korrekte fränkische Anstoßen, sowie das
ungefähre
Rezept zur Zubereitung eines Gerupften zu erklären, derweil Reinhild
von der
Beeren- und Kräutervielfalt fränkischer Wälder schwärmt. Unterdessen
trudeln
die Stars des Hauptprogramms ein: Bodo Wartke und Sebastian Krämer,
hochgeschätzte
Bekannte aus Berlin, Viva Voce, kontaktfreudige Jungs aus Franken, aber
auch die
unnahbar wirkenden Pop- und Altstars: Kühle Blicke von den Seern,
keinerlei
Regung in der Mimik Kunzes oder der Thalheim. So wird man wohl in über
dreißig
Jahren Konzert-Routine. Reinhard Mey immerhin grüßt mit einem
freundlichen
Blick in die Runde; dem möchte ich doch wenigstens die Hand schütteln!
Freitag eignet sich das Wetter
bestens zur
Illustration des Wortes "unbeständig". Wir erhalten einen
Regenwetter-Ablauf, der das Programm aller Mitwirkenden jeweils um
mindestens
ein Lied kürzt. Es gibt kein Schutzdach auf der Bühne: Musiker,
Moderatoren
und Publikum sitzen im selben Boot! Unwetter gehören nach 20 Jahren zur
Festivaltradition: Bodo Wartke kommentiert sie später treffend mit dem
Hinweis
auf die angeblich am Verkaufsstand angebotenen T-Shirts mit der
Aufschrift: "Banz
– ich hab’s überlebt!"
Eigentlich Wahnsinn: Abgesehen von drei öffentlichen Proben im Berliner
"Scheinbar"-Varieté,
sowie einer auf dem Kreuzberg, bringen Reinhild und ich die neuen
Arrangements
sofort einem kaum überschaubaren Publikum zu Gehör ... und es gelingt!
Einzig
meine Finger sind wetterbedingt so klamm, daß ich kaum den neuen "Bahnsteig
gegenüber"-Groove halten kann. Aber wir verbreiten Freude, haben
Spaß
und zudem (um gerade mal 19.40 Uhr) den Vorteil, unserem Publikum noch
in die
Gesichter sehen zu können.
Meinen Unmut erregt viel
später das Finale, weniger weil
ich es kitschig finde:
Guten Glaubens reihe ich
mich am
Bühnenrand hinter Preisträger Aluna ein, doch als die Musiker-Schlange
auf ein
Zeichen hin zum gemeinsamen Finale die Bühne betritt, packt mich
plötzlich
jemand am Ärmel und sagt: "Sie nicht!"
Die Information, daß
Nachwuchskünstler
nicht am Finale teilnehmen, hat mich nicht erreicht. Vorprogramm und
Hauptprogramm gelten beim BR als zwei Konzerte und werden auch separat
voneinander ausgestrahlt. Da darf der TV-Zuschauer bei "Gute Nacht,
Freunde" keine Musiker auf dem Bildschirm sehen, die in der Sendung
am
Vorabend aufgetreten sind. Klingt einleuchtend, was Regisseur Heinz
Lindner mir
da erklärt. Wahrscheinlich hätte uns dies Festivalchef und
Vorprogramm-Moderator Ado Schlier sagen müssen, der dieses Event seit
21 Jahren
stemmt.
Einlass aufs Festivalgelände ist erst um 17 Uhr, aber wie schon am
Freitag strömen
bereits am Vormittag die Festival-Pilger die Straße unter meinem
Klosterzellenfenster hinauf und versammeln sich mit ihren Liegematten
und
Provianttaschen in der Allee der Wartenden.
An diesem sonnigen Samstag eröffnet
uns Herr Schlier, man sei mit dem gekürzten Programm vom Vortag so zufrieden
gewesen, daß
wir auch heute abend jeweils auf ein Lied verzichten sollen; ob wir
einverstanden seien? Meine Antwort ist ein klares Nein, und der übrige
Nachwuchs sieht das genauso. So singen wir schließlich alle das, was
abgemacht
war und verkürzen damit unserem Publikum die Wartezeit bis zum
Hauptprogramm.
Hauptprogramm? Im
Publikum ist
niemand, der nur wegen des Hauptprogramms hier wäre. Alle 5000 Menschen
scheinen aufs Höchste konzentriert, und das bei einem Open Air
– es
ist die reine Freude, hier zu spielen! "Schau", sage ich zu Reinhild,
"das sind die Franken! Mit denen habe ich neun Jahre zusammengelebt!"
Die "Franken", die da zahllos vor uns auf der Wiese sitzen, reagieren
fröhlich auf die Widmung.
Beim Abtreten erwartet mich Kunzes Manager und Mitmusiker Wolfgang
Stute, ein
sehr netter Gesprächspartner, der wie ich Jahre in Bamberg gelebt hat.
Grinsend
reicht er mir den "Fränkischen Tag" (Ausgabe Lichtenfels). Die
Schlagzeile auf der Titelseite lautet: "Große Stars auf Banz",
aber darunter nicht etwa ein Bild von Kunze oder Mey, sondern von mir!
Nicht zu
fassen! Glaubt Ihr nicht? Den Beleg hat Gerhard Müller aus Bamberg hier
auf seine Website gestellt.
Nicht belegen kann ich
das Lob,
das ich von Reinhard Mey für "Meine Friseuse" erhielt:
Das Lied habe ihn den
ganzen Tag
verfolgt!
Also, die wenigen Anlässe zum Unmut verblassen rückblickend fast
gänzlich vor
der beinahe magischen Gesamtatmosphäre. Dafür allen offiziell
Verantwortlichen, insbesondere Monika Schlier, Roswitha Weiß,
Hans-Peter
Niedermeier und Roland Leitner herzlichen Dank!
Auch private Dankbarkeit
empfinde
ich anlässlich des Festivals für einige Menschen, aber das geht im
Internet
niemanden was an. Außer Reinhild: Es war ganz wunderschön, mit Dir
zusammen
diese Auftritte zu bestreiten! Lass uns das bald wiederholen: Es warten
weltweit
sicher noch viele Festivals auf uns beide!
Den ersten längeren Radio-Mitschnitt der "Songs an
einem
Sommerabend 2007"
gibt's am 15.
August von 19.45 bis 22
Uhr
auf RAI - Radio Bozen,
das
nicht
nur in Südtirol, sondern per Internet weltweit zu hören ist. (Auf www.senderbozen.rai.it
rechts oben "Radio LIVE" anklicken, dann sollte sich ein Realplayer
öffnen
...)
TV-Mitschnitte
folgen
im BR am 17. August
von 23.30 bis 1 Uhr (Viva Voce, Heinz Rudolf Kunze, Sebastian
Krämer,
Reinhard Mey, Bodo Wartke, Barbara Thalheim und Seer) und
am 23. August von 22.45 bis 23.15 Uhr
(Der Singende Tresen, Tom van Hasselt, Anna Piechotta, Holger Saarmann
und Aluna).
Eine
etwas andere Auswahl aus der ursprünglich sechsstündigen Veranstaltung
gibt’s dann am 2. September von 15 bis 17
Uhr auf
Bayern2Radio.
Und zur Einstimmung werden im BR (TV) noch drei Sendungen über Konzerte
der
Vorjahre wiederholt, jeweils Freitags ab 23.30 Uhr: 3. August (2005),
10. August
(Best of 1991-2002) und am Donnerstag, den 16. August ab 22.45 Uhr
(2006).
Beste Grüße aus Berlin sendet Euch
Holger Saarmann
PS:
Das
nächste öffentliche Saarmann-Konzert ist mit Hornberger am 1. September
in
Pankow.
Hier gibt's Näheres.
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"Songs an einem Sommerabend": Ein kleiner Teil unseres Publikums am
Samstag, 7. Juli 2007

Blick von meinem Klosterzellenfenster aufs Festivalgelände:
Pilgerscharen sammeln sich in der Allee der Wartenden.

Die Allee der Wartenden, Stunden vor Einlass auf das Festivalgelände.
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Berlin,
22. Juni 2007
Hallo, liebe
Liederhörer!
In einer knappen Woche
ist es so weit:
Hornberger
& Saarmann feiern Premiere mit ihrem
gemeinsamen Programm "Glaubt
uns kein Wort!" –
hoffentlich mit Euch, Ihnen und Dir!
Donnerstag, 28. Juni, 20.30 Uhr
im Zebrano-Theater
am
Ostkreuz,
Sonntagstraße 8 in Berlin-Friedrichshain.
Letzten Montag hatten wir am selben Ort bereits das Vergnügen, einen
kleinen
Auszug unseres Liederabends vor großem Publikum zu präsentieren – als Gäste von Bodo
Wartke. So wie
seine Fans uns beklatscht haben, werden sie wohl alle kommen, und dann
wird es
wirklich voll in Friedrichshains gemütlichstem – und bestem
–
Musiktheater! Bloß gut, daß wir noch einen zweiten
Termin haben: Freitag,
29. Juni, 20.30 Uhr am selben Ort.
Hier zu erklären, was genau hinter
dem wahrhaft unglaubwürdigen Titel steckt, hieße Athen zu den Eulen zu
tragen,
drum lest lieber dies hier.
Allen, die meine Lieder schon zu
kennen glauben, sei gesagt: Ich selber habe sie durch Hornbergers
musikalische
Zutaten von völlig anderen Seiten (oder überhaupt erst richtig) kennen
gelernt! Und wer diesem berlinerischsten aller Berliner Liedermacher
noch nie
begegnet sein sollte, der hat bei "Glaubt
uns kein Wort!" die beste Gelegenheit dazu - während
Hornberger-Kenner erstmals Hornbergersche Liedkunst mit Saarmannscher
Note
erleben können. Und nicht auszudenken, was alles zwischen den Liedern
passieren
wird!
Wir empfehlen Euch, Karten zu
reservieren. Kontaktdaten hier, im
Konzertkalender.
Als das Jahr der Kolaborationen habe ich 2007 angekündigt und dabei an
Hornberger und Claudia Gorr gedacht.
Reinhild
Kuhn (auch bekannt
durch ihre
Finger-Comedy als Kuhn Li) ist aber nun
diejenige,
die mich vom 5. bis 7. Juli beim oberfränkischen
"Songs
an
einem
Sommerabend" mit Akkordeon, Klavier und Singstimme
begleiten wird. Wir waren 2004 als Asphaltbarden
so verblieben, daß wir mal wieder was zusammen machen würden, und ich
wusste
seither, daß ich Reinhild bei einer neuen Solo-CD gern dabei haben
würde. Nun
haben wir eine Handvoll meiner Lieder neu arrangiert, und wenn wir uns
auf
diesem Liederfestival nicht vor Lampenfieber ständig verspielen
(erwartet
werden immerhin ca. 8500 Besucher an drei Abenden), so wird es auf
meiner
geplanten CD vielleicht auch Live-Aufnahmen geben.
Wäre
meine Winnetou-Partnerin Vivien Zeller nicht durchs TFF Rudolstadt
verhindert,
hätte man vielleicht sogar als Trio anreisen können ...
Bitte
beachtet, daß die
Liste der auftretenden Künstler seit der Ankündigung Ende April
länger geworden ist!
Die Ausstrahlungstermine für Radio
& TV wurden leider noch nicht bekanntgegeben.
Herzliche Grüße aus
Berlin sendet Euch
Holger Saarmann
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Albern! Hornberger und
Saarmann, hier in umgekehrter Reihenfolge. "Glaubt uns kein Wort!"
feiert am 28.6. seine Premiere im Zebrano-Theater
(Berlin-Friedrichshain)

Reinhild Kuhn
begleitet mich bei "Songs an einem Sommerabend" auf Kloster
Banz (Oberfranken)
|
Berlin,
28. April 2007
Hallo, liebe Liederhörer!
In den neun Jahren, die ich in Franken gelebt habe, wusste ich zwar vom
Hörensagen,
daß es auf Kloster Banz bei Bad Staffelstein das Festival "Songs an
einem Sommerabend" gibt, habe es
aber immer
versäumt oder fuhr stattdessen zum Folkfest nach Rudolstadt.
Dieses Jahr allerdings führt kein Weg an Kloster Banz vorbei: Die Hanns-Seidel-Stiftung
hat Tom van Hasselt,
dem "Singenden
Tresen" (beide aus Berlin), Anna
Piechotta
&
Band (Hannover), "Aluna"
(aus Südtirol) und mir
jeweils
den
Nachwuchsförderpreis für Liederpoeten zuerkannt.
Er wird auf dem Festival überreicht und ist verbunden mit Kurzauftritten
an drei Abenden, an denen außer den Preisträgern Reinhard Mey,
Barbara Thalheim, Heinz Rudolf Kunze, Sebastian
Krämer, Viva Voce und Seer mitwirken. Es
moderieren Bodo Wartke und Ado
Schlier.
Das alles findet statt vom 5. bis 7. Juli.
Der
Bayrische
Rundfunk zeichnet die Konzerte fürs Fernsehen auf. Genaueres teile ich
Euch hier,
im Konzertkalender mit, sobald ich es selber weiß. Allerdings kam
mir zu
Ohren, daß Eintrittskarten sehr begehrt seien. Sicherlich auch, weil
Reinhard
Mey die Veranstaltung von 1987-96 moderiert hat.
Bis Juli bleibt noch etwas Zeit für einige
Auftritte in
Berlin:
20.5. "Gnadenlos
handgestrickt", neben Blanca
Núñez und
(Gastgeber) Lutz Keller
30.5.
"Winnetou
ist ein Christ" mit Vivien Zeller
28./ 29.6.
"Glaub
uns kein Wort" (Arbeitstitel) mit Hornberger
(Premiere!)
Die genauen Orte und Zeiten findet Ihr ebenfalls im
Konzertkalender.
Mein gemeinsames
Programm
mit dem Berliner Urgestein
Hornberger beginnt zur Zeit,
Gestalt
anzunehmen: Viele unserer alt(bekannt)en Lieder werden wir zusammen
spielen und
somit völlig ungewohnt interpretieren. Ganz neue Lieder, die zuvor nie
aufgeführt wurden, sind ebenfalls vorgesehen. Und es wird, soviel ist
sicher,
auch zwischen den Liedern allerhand passieren, denn Hornberger ist ein
Kollege,
der Bewegung und Action auf die Bühne bringt – seit über
20 Jahren.
In unserer CD-Produktion "Lieder, so deutsch
wie
der Wilde Westen" ist wirklich der Wurm drin:
Mal
ist das Mischpult kaputt, mal ist Vivien krank oder anderweitig
verpflichtet,
dann bin ich wieder auf Achse ...
Gut
möglich, daß mein Solo-Album (mit
ausschließlich eigenen Liedern) noch
vorher
erscheinen
wird. Seit Weihnachten habe ich hier und da die CD
"Soundcheck Dezember 2006" unters Volk gebracht,
aber
die ist (wie Käufer und Beschenkte wissen) nur ein Check, ein Versuch.
Arrangements und Mixe werden noch überarbeitet, einige Lieder ganz neu
aufgenommen, andere fürs erste wieder ausgesondert. Neue Lieder sind im
Entstehen, die vielleicht auch noch mit drauf wollen ...
Dieses
zum Beispiel.
Herzliche Grüße aus Berlin sendet Euch
Holger Saarmann
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Vivien Zeller und Holger Saarmann
auf den Spuren Old Shatterhands
Foto: Katalin Zenker
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Berlin,
19. Februar 2007
Liebe Liederhörer!
Ein herzlicher Gruß an alle neuen Freunde meiner Gitarrenballaden, in
Berlin
und in Frankfurt. Dort, einen Steinwurf von der Oder entfernt, fand am
Wochenende zum achten Mal die alljährliche "Werkstatt
Lied"
statt, und während ein Stück stromabwärts die "Traumpaare der
Volksmusik" die Massen verführten, bewiesen wir zu elft, daß man auch
ohne falsches Lächeln und volksdümmliche Posen ein Publikum gewinnen
kann, und
zwar ein erlesenes.
"Werkstatt" hieß für mich, Neues zu probieren, und so begleitete ich
meine exzellente Kollegin Claudia
Gorr auf
der Querflöte. Das wollen wir demnächst öfter machen, etwa auf der
Berliner Vernissage
des bekannten polnischen Karikaturisten Tomek Woloszyn,
der dann auch Bass spielen wird. Diesen und zwei
weitere Auftritte in Pankow
findet Ihr, obwohl wir vorrangig die Lieder der Gorr spielen werden, in
meinem Konzert-Kalender.
(Claudia hat noch keine eigene Website.)
Claudia Gorr singt ihre makellos schöne Poesie mit tiefer, warmer
Stimme und
hat außerdem ein Händchen für stimmungsvolle Gitarrenbegleitung. Es war
schon vor fast drei Jahren im Projekt "Asphaltbarden"
eine Freude, da mitzuspielen. Und heute erst!
Ein Januar-Rückblick:
Der Auftritt mit den Lyrikern Marcus
Brühl und Mario
Wirz
im Literaturforum
Brecht-Haus
war herausragend, weil ihn so viele Menschen erlebt haben, die aus
Gewohnheit
Lyrik im Wechsel mit Instrumentalmusik erwartet hatten. Dabei können
doch auch
Lieder eine hübsche Auflockerung sein!
Ich darf außerdem vermelden, daß meinem Antrag auf Aufnahme
in
Sebastian Krämers Förderverein Genie & Wahnsinn
stattgegeben wurde. Das freut und ehrt mich ebenso sehr wie Krämers
Meinung, "Meine
Friseuse" sei "eines der besten Lieder, die in letzter Zeit
von Kollegen der Zunft rausgehauen wurden".
Meine Berliner Solo-Konzerte
wurden leider von den meisten, die mich durch interessierte Anfragen in
den
letzten Monaten zu ihrer Planung motiviert hatten, versäumt. Die
Berliner
glauben nämlich: Was du heute verpasst, kannste dir auch nächste Woche,
nächsten Monat noch reinziehen. Zum Glück gab es aber einige neugierige
junge
Leute, die dieses irrige Urvertrauen nicht hatten, sondern "wer weiß
was" dachten, nämlich: "Wer weiß, was morgen ist?" Und dann
begaben sie sich, ohne so recht zu wissen, was sie erwartete, durch die
malerisch verschneite, bunt erleuchtete Sonntagsstraße, nahe dem
Ostkreuz, in
eines der stilvollsten kleinen Theater Berlins, das Zebrano.
Jene, die dies nicht taten, werden bis zum nächsten Saarmann-Konzert
lange warten
oder weit reisen müssen!
Das Kurioseste, was mir im Januar widerfuhr, war die Programmänderung
aus
meteorologischem Anlass: "Kyrill"
gab eine kostenlose Open-Air-Vorstellung, so daß Vivien Zeller und ich
unseren "Winnetou"-Abend
in der Bibliothek Weißensee verschieben mussten. Ein neuer Termin wird
rechtzeitig bekannt gegeben. Wir hoffen für die Zukunft auf eine
bessere
Kooperation seitens der Wetterveranstalter.
Holger
Saarmann
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Im Halbfinale des Berliner "Troubadour"-Wettbewerbs,
4. Mai 2006, nach Friseusenbesuch.
Foto: Mario Koss
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>> Old News
(2004-06)
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